Konzentrationslager Sachsenhausen

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Pfeil 1 start metapedia.png Für das vormalige Lager in Oranienburg siehe Schutzhaftlager Oranienburg
Arbeit macht frei: Diese Mahnung erinnerte (wie in anderen Lagern auch) die Insassen daran, daß sie durch ehrliche und fleißige Arbeit das Lager als freie Menschen wieder verlassen konnten.
Grundriß
KL Sachsenhausen bei Oranienburg

Das Konzentrationslager Sachsenhausen war ein im Jahre 1936 eingerichtetes deutsches Internierungslager im Oranienburger Ortsteil Sachsenhausen nördlich von Berlin. Untergebracht waren dort vorrangig Personen, die sich in sogenannter Schutzhaft befanden und „Asoziale“. Darüber hinaus waren dort auch sogenannte Bibelforscher, Anhänger einer in Gegensatz zum Sozialdarwinismus stehenden Irrlehre, interniert, um diese durch Ordnung und Arbeit von ihrem Wahn zu befreien und so wieder in die Gesellschaft rückintegrieren zu können.

Einer der Kommandanten war der später durch die deutsche Justiz wegen Mordes an drei Häftlingen im KL Buchenwald verurteilte und hingerichtete Karl Otto Koch.

Konzeption

Das Lager war für 10.000 Häftlinge konzipiert und wurde als Musterlager von Hermann Kuiper in Form eines gleichschenkligen Dreiecks entworfen. In diesem Musterlager erfolgte auch die Ausbildung von SS-Wachmannschaften, die später auch in anderen Lagern eingesetzt werden sollten. Mitte 1944 wurde dort, wie in anderen Lagern auch, ein Häftlingsbordell (Sonderbau) errichtet.

Die Lagerhäftlinge wurden nach Verbüßung ihrer Lagerhaft wieder entlassen. So zum Beispiel auch der Vater des Schriftstellers Stephan Hermlin, der im Jahre 1938 regulär aus Sachsenhausen entlassen wurde.[1] Im Lager Sachsenhausen war auch der Bürgerbräuattentäter Hans Georg Elser zeitweise inhaftiert.

Ziel und Zweck der Lager war es, Außenseiter der Gesellschaft durch regelmäßigen Tagesablauf nach ihrer Entlassung wieder in das gesellschaftliche Leben einfügen zu können. Die sogenannte Schutzhaft, die sich auf politische Häftlinge bezog, war davon allerdings ausgenommen. Die Entlassung war oft nicht befristet und vom Verhalten des Häftlings oder dem Wohlwollen der Lagerleitung abhängig.

Von 1936 bis 1945 komponierten Häftlinge im KL Sachsenhausen mehr als einhundert Lieder in sieben Sprachen. Es musizierten in der damaligen Zeit mindestens eine Kapelle und zwei Streichquartette. Außerdem sind mindestens acht Häftlingschöre bekannt. Sie probten abends in den Baracken und sangen vor ihren Mitinsassen.[2]

Briefe aus dem KL Sachsenhausen:

Besuchsbericht von Nationalisten im Jahr 2018

Nach 1945

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Lager durch sowjetische Besatzungstruppen als Speziallager Nr. 7 Sachsenhausen weitergeführt. Während dieser Zeit wurden dort auch auf sowjetrussische Anweisung hin eine sogenannte Vergasungsanlage und eine Genickschußanlage eingebaut, die es dort zuvor niemals gegeben hatte.[3] Mit dieser also erst nach 1945 durch die Sowjets errichteten „Genickschußanlage“ sollen vor Kriegsende angeblich 15.000 sowjetische Kriegsgefangene einzeln erschossen worden sein, Arbeitskräfte, die zum damaligen Zeitpunkt im Reich jedoch eigentlich dringend benötigt wurden. Setzt man für eine solche Aktion einen „Arbeitstag“ von acht Stunden an und die Möglichkeit, im Zehnminutentakt zu exekutieren, inklusive Reinigung und Leichenabtransport, dann hätte diese Aktion insgesamt ein Jahr lang gedauert.

Der Tagesspiegel weiß mehr

Die BRD-Lizenzzeitung „Der Tagesspiegel“ berichtet 1998 über eine Genickschußanlage und ganz offenkundige Gaskammern:

„Der für die Erschießung von Kriegsgefangenen genutzte Holzschuppen wich einem einstöckigem Steinbau mit Auskleideraum, einer Gaskammer und Genickschußanlage. Zwischen dem 3. September 1941 und dem 16. November 1941 waren auf dem Gelände etwa 12.000 sowjetische Kriegsgefangene erschossen worden. Die erste Mordaktion in der neuen Genickschußanlage der Station ‚Z‘ fand am 28. Mai 1942 statt. 96 jüdische Häftlinge, die direkt aus Berlin zum Industriehof transportiert worden waren, kamen ums Leben. Vermutlich ab 1943, eventuell schon 1942, bestand die Gaskammer, die durch installierte Duschköpfe als Bad getarnt war.“[4]

Sanierung

2013 wurde der Innenraum des Wachturms (erbaut 1936) für 13 Dauerausstellungen instandgesetzt. Die Kosten von rd. 400.000 Euro trugen die „Stiftung Gedenkstätten des Landes Brandenburgs“ und der „Europäische Fonds für regionale Entwicklung“.

Literatur

  • Konzentrationslager Oranienburg - Das Anti-Braunbuch über das erste deutsche Konzentrationslager (1934) (Mit zip gepackte PDF-Datei)

Verweise

Fußnoten