Winterschlacht im Osten (Medaille)

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Medaille: Vorder- und Rückseite

Die Medaille „Winterschlacht im Osten 1941/42“, häufig auch Ostmedaille oder Gefrierfleischorden genannt, wurde am 26. Mai 1942 von Adolf Hitler gestiftet. Sie wurde Schätzungen zufolge zwischen 2,5 und 3 Millionen Mal verliehen.

Verleihung

Der Orden wurde an Soldaten der deutschen Wehrmacht und der Waffen-SS verliehen, die im Zeitraum vom 15. November 1941 bis zum 15. April 1942 an der Ostfront eingesetzt waren und

  • mindestens 14 Tage an Gefechten teilgenommen hatten (bei Luftwaffenangehörigen an 30 Einsätzen) oder
  • eine Verwundung, für die ein Verwundetenabzeichen verliehen wurde oder eine Erfrierung erlitten hatten oder
  • sich mindestens 60 Tage im Einsatz bewährt hatten.

Der Verleihungszeitraum wurde später erweitert, so daß erst am 15. Oktober 1944 die Verleihung endgültig eingestellt wurde. Die Verleihung durfte durch einen Bataillonskommandeur oder einen höheren Offizier vorgenommen werden. Sie wurde am Band durch das zweite Knopfloch (wenn vorhanden unter dem Eisernen Kreuz 2. Klasse) oder an der Ordensspange oberhalb der linken Brusttasche getragen.

Ordensband

Das Ordensband ist rot und mit einem 3 mm breiten, weiß-schwarz-weißen Mittelstreifen besetzt. Die Farbanordnung des Bandes folgte der damaligen Anlehnung an die deutschen Nationalfarben Schwarz-Weiß-Rot in abgeänderten Farbvarianten, allerdings mit einer tatsächlichen Hintergrundsymbolik.

So teilte der Kriegsberichter Joachim Preß, ein Angehöriger der Propagandakompanie „Grenzmark-Zeitung“ (Eisenstadt) auf Anfrage der Zeitschrift „Uniformen Markt“ am 25. September 1942 mit, daß das leuchtende Rot des Bandes für das „tapfere Leben, welches stärker als der härteste Winter in der bekannten Kriegsgeschichte“ war, stehen sollte. Aus diesem Grunde waren die beiden weißen Streifen als Symbol des Winters so schmal gehalten worden, damit das tapfere Leben, also das Rot des Bandes, ungebrochen aus Löchern, Stützpunkten, Bauernkaden und Bunkern wie ein Feuerbrand unaufhaltsam gen Osten vorrücken konnte. Der schwarze Mittelstreifen symbolisierte dagegen die Erinnerung und Trauer an jeden einzelnen Gefallenen (Kameraden), die still auf dem weißen Leichentuch (Schnee) liegengeblieben waren und so unvergeßlich sein sollten. Sie bildeten somit den innersten Kern und das Herzstück des Bandes auf blutrotem Grund.[1]

Stiftungsverordnung

Beschreibung
„Verordnung über die Stiftung der Medaille ‚Winterschlacht im Osten 1941/42‘
In Würdigung des heldenhaften Einsatzes gegen den bolschewistischen Feind während des Winters 1941/42 stifte ich die Medaille ‚Winterschlacht im Osten 1941/42‘ (Ostmedaille).
Artikel 1
Die Ostmedaille wird am Band der Ordensschnalle oder im zweiten Knopfloch des Waffenrocks nach dem Eisernen Kreuz und dem Kriegsverdienstkreuz getragen. Das Band ist rot, in der Mitte von einem schmalen weiß-schwarz-weißen Längsstreifen durchzogen.
Artikel 2
Die Ostmedaille wird verliehen als Anerkennung für Bewährung im Kampf gegen den bolschewistischen Feind und den russischen Winter innerhalb des Zeitraums vom 15. November 1941 bis 15. April 1942.
Artikel 3
Der Beliehene erhält ein Besitzzeugnis.
Artikel 4
Die Ostmedaille verbleibt nach Ableben des Beliehenen als Erinnerungsstück den Hinterbliebenen.
Artikel 5
Die Durchführungsbestimmungen erläßt nach meinen Weisungen der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, erforderlichenfalls im Benehmen mit dem Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei.
Führerhauptquartier, den 26. Mai 1942
Der Führer
Adolf Hitler
Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht
Keitel
Der Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers
Dr. Meißner

Aussehen

Die Medaille hat einen Durchmesser von ca. 36 x 40 mm. Sie ist mittig geschwärzt und hat einen ca. 1,5 bis 2 mm breiten versilberten Rand. Die eingestanzten Insignien sind vertieft geprägt. Auf der Vorderseite der Medaille befindet sich mittig das Hoheitsabzeichen des Heeres, ein Adler mit angelegten Flügeln. Auf die übliche Version mit ausgebreiteten Schwingen wurde aus Platzgründen verzichtet. In den Fängen hält der Adler ein gerade stehendes Hakenkreuz, in dessen Hintergrund ein Lorbeerzweig zu sehen ist. Über dem Adler befindet sich ein stilisierter deutscher Stahlhelm (M35), der mitunter auch weiß gestaltet wurde. Der Stahlhelm ruht auf einer waagerecht liegenden Stielhandgranate.

Das Revers der Medaille ist leicht nach außen gewölbt und zeigt an seinem oberen Rand ebenfalls den stilisierten Stahlhelm mit waagerechter Stielhandgranate. Mittig ist die Inschrift: WINTERSCHLACHT / IM OSTEN / 1941/42 in Großbuchstaben zu lesen. Die mittlere Zeile („IM OSTEN“) ist etwas größer dargestellt. Unter diesem befinden sich ein Schwert und ein Lorbeerzweig, die sich mittig kreuzen.

Fußnoten

  1. Zeitschrift „Uniformen Markt“, Jahrgang 1942, Heft 20 vom 15. Oktober 1942, S. 157, Teilabschnitt Orden/Ehrenzeichen/Abzeichen, Unterpunkt Ostmedaille