Philip Mountbatten, Duke of Edinburgh

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Prinz Philip Andrew, Duke of Edinburgh (* 10. Juni 1921 auf Korfu als Prinz Philippos Andreou von Griechenland und Dänemark) ist der Prinzgemahl der britischen Königin Elisabeth II.

Werdegang

Philip, Herzog von Edinburgh, Graf von Merioneth und Baron Greenwich, wurde als Prinz von Griechenland und Dänemark am 10. Juni 1921 auf Korfu geboren. Er ist der Sohn von Prinz Andreas von Griechenland und Prinzessin Alice von Battenberg, Tochter des Prinzen Louis von Battenberg aus dem Geschlecht der Großherzöge von Hessen, der während des Ersten Weltkriegs den Namen Mountbatten angenommen hatte. Über die mütterliche Erbschaftslinie kann sich Prinz Philip auch als Ururenkel Königin Victorias betrachten. Sein Großvater väterlicherseits war Georg I., König der Hellenen (gest. 1913), der als Sohn von König Christian IX. von Dänemark 1863 die Krone Griechenlands erhalten hatte.[1] Kurz vor Weihnachten 1922 gelangte der 18 Monate alte Prinz Philip auf einem Schiff der Royal Navy nach England, nachdem König Konstantin I. (infolge des Krieges gegen die Türkei) abgedankt hatte und die Königsfamilie außer Landes getrieben wurde. Seine Eltern trennten sich; der Vater beendete sein ausschweifendes Exilleben mittellos in Monte Carlo, die Mutter zog sich in Sanatorien und dann ins Kloster zurück. Prinz Philip wurde in den Familien der aristokratischen Verwandtschaft herumgereicht und kam schließlich in die Obhut seines Onkels Louis, der den Familiennamen Mountbatten annahm und es in der Royal Navy bis zum First Sea Lord brachte.

Familie

Prinz Philip und Elizabeth II. haben vier Kinder: Thronfolger Prinz Charles (geb. 1948), der den offiziellen Titel „Prince of Wales“ trägt, Prinzessin Anne (geb. 1950), die nach erster geschiedener Ehe mit Mark Phillips seit 1992 mit Crathie Timothy James Hamilton Laurence verheiratet ist, Prinz Andrew (geb. 1960), der in der Royal Navy diente und dessen 1986 geschlossene Ehe mit Sarah Ferguson 1996 geschieden wurde, sowie der jüngste Sohn Prinz Edward (geb. 1964), der in der Filmbranche tätig und seit 1999 mit Sophie Rhys-Jones verheiratet ist. 2005 hatte das britische Königspaar sieben Enkel.

Durch die Enthüllungen von Prinz Charles in einer von ihm 1994 autorisierten Biographie sollte Prinz Philip das Negativ-Image eines harten „Zuchtmeisters seiner Kinder“[2] erhalten. Charles ließ das Bild einer recht unerfreulichen Kindheit zeichnen, während der er unter einem gefühlsrohen Vater litt, welcher ihn schließlich 1981 in die Ehe mit Lady Diana Spencer gedrängt habe, die im August 1996, nachdem das Paar bereits jahrelang getrennt gelebt hatte, geschieden wurde. Der tragische Unfalltod von Prinzessin Diana, die auch über die Scheidung hinaus in der Öffentlichkeit die mit Abstand höchsten Sympathiewerte unter den Mitgliedern des Königshauses erringen konnte, löste 1997 große Trauer aus. Erst 2005 konnte der Thronfolger, Prinz Charles, seine langjährige Freundin Camilla Parker-Bowles heiraten, die nun den Titel „Herzogin von Cornwall“ führt.

Mitgliedschaften / Ämter

u. a.: Patron of the Industrial Society, Präsident der British Association for the Advancement of Science (1951-1953), WWF-Präsident (1981-1997), Präsident der International Equestrian Federation (IEF; Internationale Reiterliche Vereinigung; 1964-1986), Admiral of the Royal Yacht Squadron, Grand Master of the Guild of Air Pilots and Air Navigators of the British Empire, Honorary President of the Aeronautical Society. Prinz Philip veranstaltete mehrere große Konferenzen über „Human Problems of Industrial Communities“ innerhalb der Länder des Commonwealth, deren letzte 1986 in Indien und Australien stattfanden. 1998 wird bekannt, daß Prinz Philip Mitglied einer Freimaurer-Loge sein soll.

Fußnoten

  1. Väterlicherseits entstammt er dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, einer Nebenlinie des Hauses Oldenburg, mütterlicherseits dem Haus Battenberg, einer Nebenlinie des Hauses Hessen.
  2. Stuttgarter Zeitung, 10. Juni 1996