Post Meridiam

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PM am 22. April 1944

PM (Post Meridiam) war eine New Yorker Tages-Tabloid. Es erschienen 1940–1948 und bestand zumeist aus Bilderfolgen (Cartoons) für illiterates Publikum. Es war linksliberal, kriegspropagandistisch und aggressiv mit hündischer Affinität zu Roosevelt.

Inhaltsverzeichnis

Gründer R. Ingersoll

Das Tabloid war eine Gründung des vermögenden Ralph McAllister Ingersoll (1900–1985), vormals Stellvertreter Henry Luces (1898–1967) beim Time-Magazin. Er war Besitzer von 2 Häusern, einem Flugzeug und Kunde von fünf Psychoanalyse-Sitzungen wöchentlich. Ingersoll heuerte 200 feste Mitarbeiter mit 1,5 Mio US-Dollar Startkapital an. Er reiste nach London, wo ihn die Luftschlacht um England elektrisierte und britische Militärs ihm erklärten, das ihnen nur „intensives Bombardieren“ der deutschen Industrie mit (noch zu liefernden) amerikanischen Bomben zum Sieg verhelfen werde. Zuletzt traf er Churchill. Kurz vor Kriegseintritt der VSA 1941 hielt er sich einen Monat in der Sowjetunion auf, wonach er sich für Stalin begeisterte, den er interviewt hatte.

Autoren, Auflagen, politische Abhängigkeit

Die meisten politischen der etwa 1000 PM-Autoren waren namenlose, haßerfüllte Exiljuden aus Europa, die sich in der neuen Welt bei PM ihr erstes Profil zulegten. Sie fertigten auch für andere Blätter Material. Die erste Ausgabe erschien im Juni 1940, in der Woche des Waffenstillstandes mit Frankreich, die letzte im Januar 1949 nach der Wiederwahl Truman’s.

Während 1936 zwei Drittel aller US-Tageszeitungen gegen Roosevelt (wegen des Jew Deal) opponierten, waren es 1940, durch dessen Kriegstreiberei, bereits drei Viertel. Entsprechend war Roosevelt auf jede Unterstützung angewiesen und fand PM einen wertvollen Verbündeten. Die neuen Behörden des New-Deal-Apparates, die die Demokraten nach der großen Rezession mit arbeitslosen Parteifreunden gefüllt hatten, dankten durch Abonnements. Naturgemäß beteiligten sich die angeblichen „Proletarierfreunde“ von PM dann auch nicht am großen New Yorker Zeitungsstreik 1944, bei denen es um höhere Löhne ging. Genau wie die US-Kommunisten war das Blatt während des Krieges, zwecks ungestörter Waffenproduktion, gegen jeden Streik. Die Streikbrecher konnten die Auflage deshalb sogar kurz auf 500.000 Stück steigern.

PM war im New Yorker Zeitungsmarkt eher klein, dafür mit 5 ct 2–5 mal teuerer als die Konkurrenz, da werbefrei. Gestartet mit 400.000 Kopien, fiel die Auflage innerhalb weniger Wochen auf 40.000 und stand im August 1940 bereits vor der Pleite. Der Chicagoer liberale Millionär Marshall Field kaufte die fast wertlosen Anteile, brachte die Auflage erneut auf 150.000 Stück, verlor aber bis 1949 4 Mio US-Dollar bei dem Geschäft.

Inhalte

Die Kriegshetzer des Blattes, die sich euphemistisch „Interventionisten“ nannten, machten innenpolitisch alles lächerlich was sich ihren und den Vorstellungen der rooseveltschen Regierungsklientel widersetzte. Außenpolitisch diffamierten sie die Achse und die Regierungen in den von der Achse besetzten Ländern, meist mit kruder Polemik. Mit wachsendem militärischen Erfolg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg pickten sie auch die kleineren Gegner oder Neutralen, Kollaborateure genannt, auf, um sie anzuprangern. Friedensversuche der Achse wurden als lächerliche, unglaubwürdige Unterfangen dargestellt und der totale Sieg wurde propagiert. Gegen Kriegsende verfiel das Blatt in echtes Triumphgeheul. Nach dem Sieg fehlten ihm die Gegner und „PM“ ging rasch ein.

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Fußnoten

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