Stevens, Richard Henry

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Richard Henry Stevens nach seiner Festnahme 1939
Völkischer Beobachter vom November 1939: Otto Strasser als Werkzeug, Georg Elser der Mörder, Sigismund Payne Best und Richard Henry Stevens die Hintermänner

Richard Henry Stevens (* 9. April 1893 in Athen; † 12. Februar 1967) war Major beim britischen Secret Intelligence Service (SIS), der seit Mai 1940 Military Intelligence 6 (MI6) heißt. Sein Name ist eng verbunden mit dem Venlo-Zwischenfall im Jahr 1939.

Leben

Stevens war Sohn eines Kapitäns der britischen Handelsflotte und einer griechischen Mutter. 1913 trat er als Offiziersanwärter bei der British Malay States Police ein. Beim Ausbruch des I. Weltkriegs war er Leutnant in der indischen Armee.

1933 kam er zum Geheimdienst der britisch-indischen Armee. 1935 bis 1937 war er in Indien mit Planungen der Kriegsmobilisierung beauftragt.

Im April 1938 kam Stevens, inzwischen Major, nach London zum Secret Intelligence Service (SIS). Am 19.7.1938 übernahm er die Leitung des Passport Control Office (PCO) in Den Haag, Niederlande. Das PCO war Teil des britischen Secret Intelligence Service, der im Mai 1940 in Military Intelligence 6 (MI6) umbenannt wurde. Die Niederlassung in Den Haag war das nach Paris zweitgrößte PCO auf dem europäischen Kontinent. Von hier aus wurde die Spionage gegen das Deutsche Reich gesteuert.

Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges durch die englische Kriegserklärung an Deutschland im Herbst 1939 kam er durch den Venlo-Zwischenfall gemeinsam mit seinem Komplizen Sigismund Payne Best in deutsche Gefangenschaft. Beide verbrachten die Haft als bevorzugte Sonderhäftlinge im KL Sachsenhausen und KL Dachau.

Stevens kehrte nach Kriegsende unbeschadet nach England zurück.

Literatur

  • S. Payne Best, Nigel Jones: „The Venlo Incident, How the Nazis fooled Britain“, Verlag: PEN & SWORD BOOKS, 2009, ISBN 9781848325586 (englisch)

Verweise