Schlömer, Bernd

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Bernd Schlömer (Lebensrune.png 20. Februar 1971 in Meppen) ist deutscher Sozialwirt und Kriminologe; Regierungsdirektor im Bundesverteidigungsministerium; Ehemaliger Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland. Schlömer wechselte im Oktober 2015 zur BRD-Blockpartei FDP.[1] Seit Oktober 2016 ist er Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses.

Werdegang

Bernd („Wittekind“) Schlömer, katholisch, wurde am 20. Febrruar 1971 in der niedersächsischen Kreisstadt Meppen geboren und wuchs im Stadtteil Bokeloh auf. Als Gymnasiast engagierte er sich ehrenamtlich in der kirchlichen Jugend und im Stadtjugendring.[2]

Schlömer legte 1990 am katholischen Privatgymnasium Marianum in Meppen das Abitur ab. Danach leistete er seinen Grundwehrdienst bei einem Panzergrenadierbataillon in Varel. Ab 1991 studierte er Sozialwissenschaften in Osnabrück (Dipl.-Sozialwirt). Dort saß er auch als Unabhängiger im Allgemeinen Studierendenausschuß (AStA) und im Senat der Universität. Es folgte ein Zweitstudium der Kriminalistik an der Universität Hamburg (Dipl.-Kriminologe).

Wirken

Ins Berufsleben startete Bernd Schlömer 1998 als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität der Bundeswehr Hamburg, zunächst mit dem Aufgabengebiet Methoden der Sozialforschung, dann in der Finanzplanung und im Wissenschaftsmanagement. 2009 trat er als Referent für Haushaltsangelegenheiten in der Abteilung Personal, Referat Akademische Bildung in den Dienst des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin.

Politik

Bernd Schlömer war stell­vertretender Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland und wurde am 28. April 2012 zum neuen Vorsitzenden gewählt und folgte damit Sebastian Nerz nach. Nach dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl im September 2013 trat er nicht mehr zur Parteivorstandswahl an. Thorsten Wirth folgte Schlömer im November 2013 als Parteivorsitzender nach.

Schlömer arbeitet als Referent im BRD-Ministerium für Verteidigung. Trotz dieser Tätigkeit wird er als typischer Karrierist bei Parteiabstimmungen gegen BRD-Bundeswehreinsätze stimmen.[3]

Gegen Rechts

Bernd Schlömer ist ein „Gegen Rechts“-Aktivist. Er hatte sich 2011 gegen eine Duldung von ehemaligen NPD-Mitgliedern innerhalb seiner Partei ausgesprochen.[4] Nach der Wahl (28. April 2012) von Schlömer zum Vorsitzenden der Piratenpartei[5] wurde eine Resolution „Gegen Rechts“ beschlossen und[6] das Zweifeln am „Holocaust“ verurteilt.[7][8]

Schlömer beteiligte sich am 1. Mai 2012 an der Demonstration „Gegen Rechts“ in Neumünster.[9] Ende Mai traf sich Schlömer mit dem jüdischen Kriegsverbrecher Henry Kissinger.[10]

Positionen

Bernd Schlömer ist ein Globalisierer.[11] Anfang 2013 gab er die Abkehr seiner Partei von basisdemokratischen Prinzipien, bis dato Markenzeichen der Piraten, hin zu einem oligarchischen Politikstil bekannt. Gleichzeitig kündigte er an, Parteimitglieder, die sich im Weltnetz „sexistisch“ oder „menschenfeindlich“ äußern, künftig noch schärfer zu verfolgen.[12]

Parteiwechsel

Nach seinem medienwirksamen Übertritt zur FDP im Oktober 2015 wurde er ein Jahr später für diese in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt.[13]

Fußnoten

  1. Piraten heuern bei der FDP an, N-TV, 23. Oktober 2015
  2. „Ich bin überzeugter Katholik“ NWZ 24.2.12
  3. spiegelonline, 28. April 2012
  4. taz, 17. Oktober 2011, Bernd Schlömer — Zitat: „In unserer Partei ist kein Platz für ehemalige NPD-Mitglieder. Wir sind kein Sammelbecken für verfassungsfeindliche Meinungen. Wir müssen da sehr sensibel sein.“
  5. Schlömer löste den bisherigen Amtsinhaber Sebastian Nerz ab. Dieser hatte sich 2011 für eine Duldung von ehemaligen NPD-Mitgliedern innerhalb seiner Partei ausgesprochen.
  6. in einem einstimmig verabschiedeten Antrag
  7. spiegel.de, 28. April 2012: Piraten-Debatte – Eindeutig gegen Rechts
  8. dapd, 28. April 2012: Schlömer konnte auf dem Parteitag in Neumünster am Samstag 66,6 Prozent der Wählerstimmen hinter sich vereinen. Er rief seine Partei zu mehr Geschlossenheit gegen den Rechtsextremismus auf. Ecken und Kanten seien nicht schädlich, „aber greift ein bei Rechtsextremismus“, forderte er.
  9. tagesspiegel.de, 1. Mai 2012
  10. Treffen mit Kissinger
  11. Der Vorsitzende der Piratenpartei, Bernd Schlömer, will mit einem klaren Bekenntnis zur EU in den Bundestagswahlkampf 2013 ziehen und mit Euro-Krise Wahlkampf machen. „Wir sind schließlich eine europäische Partei und die europäische Idee zählt viel mehr als die Reduzierung auf eine Währung“, sagte Schlömer im Interview der Nachrichtenagentur dapd in Berlin, August 2012.
  12. „[…] Kandidaten "sollen die Möglichkeit haben, eigenverantwortlich Position beziehen zu können". Schlömer gab zu, dass dieser Schritt ein Bruch mit dem Grundprinzip der Piraten sei, wonach allein die Basis über alle politischen Positionen der Partei entscheidet […] Zugleich kündigte er ein schärferes Vorgehen gegen Parteimitglieder an, die sich im Internet sexistisch oder menschenfeindlich äußern.“Stern, 2.2.13
  13. http://www.fdp-fraktion.berlin/2017/02/07/bernd-schloemer/