Sergel, Albert

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Albert Sergel.jpg

Dr. phil. Albert Sergel ( * 4. November 1876 in Peine/Hannover; † 26. Juni 1946 Berlin-Karlshorst) war ein deutscher Dichter und Schriftsteller. Bekannt sind vor allem seine Kinder- und Weihnachtsgedichte, von denen auch eine Reihe vertont wurden.

Leben

Albert Sergel wurde in Peine als Sohn eines Briefträgers geboren und wuchs in Hildesheim auf. Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er in Freiburg i. Br., München, Göttingen, Greifswald und Rostock, wo er auch promovierte. Ab 1908 lebte er als freier Schriftsteller in Berlin. Im Ersten Weltkrieg wurde er als Offizier und Kompanieführer verwundet.

Richard Schaukal urteilte über ihn in der „Wiener Abendpost“:

Eine große Freude bedeutet mir Albert Sergel, in dem ich einen Dichter von Kraft, Innigkeit, Süße, Wohllaut und herzerquickender Echtheit begrüßen darf. Der ziemlich umfangreiche Band [„Sehnen und Suchen“] enthält fast durchweg Vortreffliches. Sergel verschmäht die billigen Posen unerlebter Dekadenz. Er ist jung und frisch, liederselig und lebensfroh. Die Wehmut, die ihn beschleicht, ist die sehnsüchtigliebliche des Frühlings. Er hat offene Augen für die Welt und ihre Herrlichkeiten, ein deutscher Vagant wie Hesse, an den er auch sonst wesensähnlich gemahnt, singt er mit glockenheller Stimme, wie der Vogel singt, der in den Zweigen wohnet.

Albert Sergels Werke „Eiserne Saat“ von 1915 und „Hitler-Frühling 1933“ wurden von den alliierten Siegermächten auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.[1]

Werke (Auswahl)

Albert Sergel - Sehnen und Suchen.jpg
  • Sehnen und Suchen. Gedichte. (1904)
  • Jenseits der Strasse: Gedichte Und Stimmungen (1905) (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Oehlenschläger in seinen persönlichen Beziehungen zu Goethe, Tieck und Hebbel (1907) (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Im Heimathafen. Ein Gedichtbuch der Liebe. (1909)
  • Marienburg (Operndichtung in 4 Aufzügen)
  • Eiserne Saat. Kriegsgedichte. Berlin-Charlottenburg: Volckmann. 3., verm. Aufl. 1915
  • Dichtung und Dichter Der Zeit: Eine Schilderung Der Deutschen Literatur Der letzten Jahrzehnte
  • Staat und Ernte - Die deutsche Lyrik um 1925
  • Güldenkettlein - Fünfzig neue Kinderlieder (1926)
  • Tausendschön - Ein Märchen-, Vers- u. Fabelbuch
  • Der Rattenfänger von Hameln mit Bildern von Eugen Osswald
  • Ringelreihen - Kindergedichte
  • Unserm herzlieben Kind. Bilder von Gertrud Caspari. Verse von Albert Sergel. (1926)
  • Hitler-Frühling 1933. Lieder um den Führer

Weiteres

Als Herausgeber:

  • Der Frühlingsgarten - Ältere und neuere Gedichte gesammelt von Albert Sergel (1919)
  • Die Flammenzeichen rauchen - Deutsche Männer im Freiheitskampfe gegen Napoleon (1921)
  • Du mein Vaterland! - Eine Sammlung nationaler Dichtung (1924)
  • Das Rheingold. Ein Jugendhort in Bild und Wort. (1930)

Verweise

Literatur

  • Kurzbiographie in: Stephan Sehlke: „Pädagogen- Pastoren- Patrioten: Biographisches Handbuch zum Druckgut für Kinder und Jugendliche von Autoren und Illustratoren aus Mecklenburg-Vorpommern bis 1945“, Verlag BoD 2009, S. 357 (eingeschränkte Voransicht auf Google-Bücher)

Fußnoten