Unternehmen „Schutzrand“

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Das Unternehmen „Schutzrand“ oder auch Unternehmen „Mannhafte Klippe“ (eng.: Operation Protective Edge, Operation Resolute Cliff; Hebräisch:מִבְצָע צוּק אֵיתָן, Mivtza Tzuk Eitan) war ein – im Schatten der Fußball-Weltmeisterschaft durchgeführter – Terror-Feldzug des jüdischen Besatzungsregimes in Palästina („Israel“), vornehmlich gegen die palästinensische Zivilbevölkerung im besetzten Gazastreifen vom 8. Juli bis 6. August 2014 gerichtet.

Israel-gaza-krieg, 2014.jpg

Bedeutung

„Wenn die Sonne über dem Mittelmeer untergeht, sammeln sich Gruppen von Israelis jeden Abend auf dem Hügel in der Nähe der Gaza-Grenze, um zu jubeln, zu brüllen und zu pfeifen, während Bomben auf die Menschen in einem höllischen Kriegsgebiet ein paar Meilen entfernt runterregnen. [...] Am Samstag drängt sich eine Gruppe von Männern um eine Shisha-Pfeife. Fast alle halten Smartphones, um die Explosionen aufzunehmen oder grinsend zu posieren, etwa mit Daumen hoch, für Selfies vor dem Hintergrund des schwarzen Rauches. Der Schlag der Granaten, das Licht einer Explosion und Rauchwolken werden mit Beifall begrüßt. ‚Was eine Schönheit‘, sagt ein dankbarer Zuschauer.“[1]

Viele Kritiker des mörderischen Unternehmens bezeichnen das Schlachten von Männern, Frauen und Kindern als Kriegsverbrechen, andere wiederum als Völkermord. Das Ziel der israelischen Militäroperation mit Bomberflugzeugen, Boden-zu-Boden-Raketen, Panzerartillerie und einer Bodenoffensive war es – nach israelischer Darstellung – die Widerstandskämpfer der Hamas zu bezwingen, allerdings schätzen objektive Quellen, daß 80 bis 90 %[2] der Getöteten Unbeteiligte und unschuldige Zivilisten waren.

Verteidigungskrieg oder Völkermord?

In Artikel II der am 9. Dezember 1948 von der UN-Vollversammlung verabschiedeten Genfer Konvention werden – bezogen auf eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe – die als Völkermord einzustufenden Verbrechen definiert. Dazu zählen:

  • (a) Tötung von Mitgliedern der Gruppe
  • (b) Verursachung von schwerem körperlichem oder seelischem Schaden an Mitgliedern der Gruppe
  • (c) vorsätzliche Auferlegung von Lebensbedingungen für die Gruppe, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen

Verluste

Völkermord im Gaza, Juli 2014.jpg
Unternehmen „Schutzrand“ - Israels Terror in Gaza, 2014 4.jpg

Palästinenser

  • 1.938 Tote (Stand: 5. August 2014)
    • darunter 429 Kinder
    • 79 Senioren über 60 Jahren
    • 243 Frauen (nicht wenige Mütter mit einem Säugling im Arm)

Über 10.000 Zivilisten sind verwundet, manche so schwer, daß sie vermutlich in den Tagen nach dem Unternehmen sterben werden. Über 9.000 Wohngebäude wurden zerstört,[3] ebenfalls 138 Schulen und 26 Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen. 520.000 Palästinenser sind als „intern Vertriebene“[4] eingestuft, 273.000 haben Obdach in 90 Schulen erhalten, 250.000 sind obdachlos. Im Gazastreifen gibt es weder Strom noch funktionierende Wasserleitungen. Zwei der drei Gebäudekomplexe der Vereinten Nationen, die als Zuflucht und Schutzraum dienten, wurden vollständig zerstört. Die UN nennt das Vorgehen der Israelis „kriminell“.[5]

Schon bei der Operation „Cast Lead“ (→ Unternehmen „Gegossenes Blei“) vom 27. Dezember 2008 bis 18. Januar 2009 wurden 318 palästinensische Kinder vom israelischen Militär ermordet.

Israel

  • 64 gefallene Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (Israel Defense Forces; IDF)
  • drei tote Zivilisten (Juden)
  • ein toter thailändischer Hilfsarbeiter

Fortsetzung des Terrors

Am 8. August 2014 nahm das Südkommando der israelischen Streitkräfte, trotz offizieller Beendigung des Unternehmens, nach einem dreitägigen „humanitären Waffenstillstand“ den Artilleriebeschuß des Gazastreifens und das Töten palästinensischer Zivilisten wieder auf und dauerte bis September/Oktober 2014. Die Anzahl der Todesopfer während des Gazakrieges 2014 liegt weit über 2.000.

Weltweite Hilfsaktion

Norwegen hat, zusammen mit Ägypten und der palästinensischen Regierung, eine internationale Hilfs-Konferenz mit Teilnehmern aus rund 90 Staaten der UNO sowie weiteren internationalen Organisationen im Oktober in Kairo einberufen.

Während des 51tägigen Krieges wurden 80.000 Häuser und Wohnungen zerstört. Über 100.000 Menschen sind im Oktober 2014 ohne ein Dach über dem Kopf. 373.000 Kinder benötigen psychologische Betreuung. 50 % der Krankenhäuser sind schwer beschädigt, ebenso wie 300 Schulen sowie ein Fünftel der Industrie und der Landwirtschaft.

Internationale Geldgeber erklärten sich während der Konferenz bereit, dem Hilfeaufruf zu folgen und den Wiederaufbau des Gazastreifens nach der israelischen Militäroffensive mit insgesamt 5,4 Milliarden Dollar zu finanzieren. Finanziell besonders engagiert zeigte sich das Land Katar mit einer Milliarde Dollar, die Europäische Union hat 450 Millionen Euro Spenden aus den Steuern der Bürger zugesagt, die VSA wollen nur 212 Millionen Dollar beisteuern.

Die Zusagen wurden von einigen weniger als eine großzügige Hilfe für den Gazastreifen angesehen, als vielmehr eine für Israel, welches als Besatzungsmacht und Schadensversursacher in den „Occupied Palestinian Territories“ gleichermaßen für diese Kosten aufzukommen hätte. Die Geldgeber konstatierten, daß der erneute Aufbau der Region nur erfolgreich sein wird, wenn Israel zumindest die Blockade des Gazastreifens aufhebt, denn wieviel Sinn hat der Wiederaufbau, wenn die israelische Regierung ihrer Zerstörungswut erneut einmal freien Lauf läßt und Teile Palästinas – wie im jüngsten Fall den Gazastreifen – großflächig dem Erdboden gleichmacht und dabei weder vor UNO-Schulen noch Spitälern etc. Halt macht.

Bilddokumentation des Grauens

Zitate

  • „Juden sind scheiße!“Werner Mroz, CDU-Politiker, auf Facebook im Vorfeld des Unternehmens (dem erneuten Völkermord an Palästinensern)
  • „Wer heute in Gaza zwischen acht und zehn Jahre alt ist, erlebt bereits zum dritten Mal einen bewaffneten Überfall auf seine Heimat. 2008/09, 2012, 2014... Flugzeuge bei Tag und bei Nacht, Bomben, Panzer, Raketen. Drohnen, die einen Verdächtigen in seinem Auto auf der Straße töten. Saßen vielleicht auch Kinder im Auto? Und nirgends ein Fluchtweg für die Kinder in Gaza und ihre Familien – alle Grenzen geschlossen, und selbst das Meer versperrt. Hunderte von Kindern in Gaza getötet, Tausende verletzt, Zehntausende traumatisiert.“ — Sabine Werner und Ulrike Vestring von der Initiative „FrauenWegeNahost“
  • „Seit dem 8. Juli 2014 bombardiert Israel erneut den Gaza-Streifen, in dem die palästinensische Bevölkerung gefangen gehalten ist. Israel hat diesem Verbrechen die Bezeichnung ‚Operation Protective Edge‘ gegeben. Dagegen gehen in zahlreichen Städten Menschen auf die Straße.“ — Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann am 16. Juli 2014, Neue Rheinische Zeitung
  • „Operation Protective Edge will continue until its goals are reached - restoring sustained peace and quiet to the citizens of Israel, while striking hard at the terrorist infrastructure of Hamas and the other Palestinian terrorist groups in Gaza.“ — Zitat auf der Netzpräsenz des Israelischen Außenministeriums „Israel Ministry of Foreign Affairs“ am 5. August 2014
  • „Der ehemalige Chef der UNWRA in Gaza, John Ging, hatte mir bei einem Interview im letzten Gaza-Krieg 2009 einmal gesagt: ‚Das Schlimmste sind nicht die Toten und die Zerstörungen der Häuser. Das Schlimmste ist die Zerstörung der Köpfe.‘“ — Karim El-Gawhary Arabesken, freier Nahost-Korrespondent
  • „Dieser tollwütige Hund, dieser raubgierige Wolf [Anm.: Israel] hat unschuldige Menschen angegriffen, und die Menschheit muß darauf reagieren. Das ist ein Völkermord, eine Katastrophe historischen Ausmaßes. [...] Jeder, der dazu die Möglichkeit hat, vor allem in der islamischen Welt, sollte alles in seiner Kraft Stehende unternehmen, um die palästinensische Nation zu bewaffnen.“ — Ajatollah Ali Chamenei, der oberste Führer des Iran, am 29. Juli 2014
  • „‚Ich weiß nicht, was die langfristigen Folgen sein werden, aber es kommt ein Aufeinandertreffen, daß einzigartig ist, eine Einheit die mit Israel steht‘, sagt Malcolm Hoenlein, Chef des Conference of Presidents of Major American Jewish Organizations. ‚Wir haben diese Art von Eiheit seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen.‘ Hoenlein findet es bemerkenswert, daß in so vielen Fällen Juden, die normalerweise nicht mit Mainstream-Gemeinden verbunden sind, rauskommen zur Unterstützung der Operation Schutzrand, darunter die israelisch-amerikanischen und russisch-jüdisch-amerikanischen Gemeinden.“ — Times of Israel, 31. Juli 2014

Siehe auch

Verweis

Fußnoten

  1. The Guardian: Israelis gather on hillsides to watch and cheer as military drops bombs on Gaza, 20. Juli 2014
  2. Gaza Emergency Situation Report
  3. Gaza conflict: »Israel, Hamas both committing war crimes,« UN official says
  4. Intern Vertriebene sind Personen, die gewaltsam aus ihrer angestammten und rechtmäßigen Heimat vertrieben wurden, bei ihrer Flucht – im Unterschied zu Flüchtlingen im rechtlichen Sinn – keine Staatsgrenze überschritten haben und im eigenen Land verblieben sind. Gründe für diese interne Vertreibung sind bewaffnete Konflikte, Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und Naturkatastrophen.
  5. »Disgraceful,« »Criminal Act«: Israel Condemned as 10 Die in Another Strike on U.N. Shelter in Gaza