Veale, Frederick John Partington

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F. J. P. Veale

Frederick John Partington Veale (Lebensrune.png 26. Februar 1897 in Ramsgate; Todesrune.png 1976) war ein englischer Rechtsanwalt und revisionistischer Historiker.

Leben

Die erste anonym publizierte Fassung von 1948
Widmung des Autors und ein Zitat

F. J. P. Veale besuchte die Lindenthorpe School in Broadstairs. Im Ersten Weltkrieg verlor er als Soldat der britischen Marine einen Unterschenkel. Er studierte Rechtswissenschaften am St. Lawrence College in Ramsgate und wurde 1926 als Anwalt (Solicitor) zugelassen. Von 1929 bis 1965 übte Veale in Brighton, East Sussex, eine Anwaltspraxis aus.

Bereits während des Studiums begann er damit, Aufsätze über zeitgenössische Geschichte zu schreiben. Sein publizistisches Wirken begann 1923 mit einem Artikel über die französische Ruhrbesetzung. Das führte zu regelmäßigen Beiträgen in der angesehenen Monatszeitschrift „The Nineteenth Century and After“, die später in „The Twentieth Century“ umbenannt wurde. Veale setzte sich insbesondere für eine bleibende Versöhnung zwischen Deutschland und Großbritannien ein. 1932 veröffentlichte er eine Biographie über Lenin unter dem Titel „The Man from the Volga“ (Constable, London), die lobende Beachtung fand. Zuvor war er nach Rußland gereist, um Material für das Buch zu sammeln. Es erschien ebenfalls eine französische Übersetzung. 1933 reiste er nach Danzig und Ostpreußen, um die Probleme des Polnischen Korridors aus eigener Anschauung kennenzulernen. 1935 brachte er bei Hamish Hamilton in London ein Werk über Friedrich den Großen heraus. Über dieses Werk schrieb einer der damals führenden Kritiker, Edward Bolland Osborn, in der „Morning Post“:

„Mein Ideal einer Biographie! Auf 300 Seiten bringt sie alles, was wir über das Genie des 18. Jahrhunderts, seinen Charakter und sein Leben wirklich wissen müssen.“

1938/39, im Zeitraum der Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges, wandte er sich in mehreren Aufsätzen entschieden gegen die britische Kriegspolitik, die dem Deutschen Reich unter allen Umständen mit Waffengewalt begegnen wollte.

Sein Hauptwerk „Der Barbarei entgegen“ („Advance to Barbarism“), dessen erste englischsprachige Fassung bereits 1948 erschien und mit den Jahren erweitert wurde, enthält Ausführungen über den allgemeinen Rechtsverfall in der Kriegsführung des 20. Jahrhunderts, wobei Veale seine Betrachtung vorrangig auf alliierte Kriegsverbrechen im und nach dem Zweiten Weltkrieg konzentriert, wie es sich in Massenvernichtungsaktionen, Flächenbombardements auf Wohnviertel, Atombombeneinsatz gegenüber dem kapitulationsbereiten Japan, primitiv-willkürlicher Siegerjustiz gegen den Besiegten und Erhängung der gegnerischen Führung manifestierte. Mehrere große Verlage hatten das Manuskript abgelehnt, bis sich 1948 ein kleiner Londoner Verlag bereit erklärte, das Buch unter dem Verfasserpseudonym „A Jurist“ zu veröffentlichen. Das Werk wurde von der britischen Presse totgeschwiegen. Die deutschsprachige Übersetzung erschien erstmals 1954. Eine spanische Übersetzung wurde im gleichen Jahr unter dem Titel „El crimen de Nuremberg“ veröffentlicht.

1958 publizierte er das Werk „Verschleierte Kriegsverbrechen“ („Crimes Discreetly Veiled“), in dem er Kriegsuntaten der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs untersuchte. Veale setzte sich in der Nachkriegszeit – angesichts politisch verfälschter historischer Tatsachen – für die britisch-deutsche Freundschaft ein. Artikel von ihm erschienen in der katholischen US-Zeitschrift „Social Justice Review“, in der deutschsprachigen Zeitschrift Nation Europa oder in der Deutschen Hochschullehrer-Zeitung. Seit 1962 veröffentlichte er zudem regelmäßig Kommentare in der Deutschen National-Zeitung.[1]

Die Gesellschaft für freie Publizistik verlieh ihm in Anerkennung seiner Verdienste um die Auffindung der geschichtlichen Wahrheit den Ulrich-von-Hutten-Preis.[2] Die siebte IHR-Konferenz (1986) war dem Leben und Werk Veales gewidmet.

Werke

  • The Man from the Volga – A Life of Lenin, Constable & Co. Ltd, London 1932
  • Frederick the Great – His Life and Place in History, Hamish Hamilton Ltd., London 1935
  • Advance to Barbarism, Thomson & Smith, London 1948
    • 1953 erschien eine wesentlich erweiterte englischsprachige zweite Fassung bei der Nelson Publishing Company in Appleton (USA).
    • 1954 erschien die deutsche Übersetzung unter dem Titel „Der Barbarei entgegen“ im Nölke-Verlag in Hamburg sowie die spanische Ausgabe „El crimen de Nuremberg“ bei Editorial Ahr in Barcelona.
    • 1962 erschien eine erneute Erweiterung zuerst als deutsche Übersetzung (als zweite Auflage der deutschen Fassung) bei Karl-Heinz Priester in Wiesbaden und erst 1968 bei The Mitre Press in London und bei The Devin-Adair in New York in englischer Sprache.
    • 1972 erschien die dritte deutschsprachige Auflage im Marienburg-Verlag in Würzburg. (PDF-Datei)
  • Crimes Discreetly Veiled, Cooper Book Co., London 1958 (auch 1959 bei The Devin-Adair in New York)
    • Verschleierte Kriegsverbrechen, Verlag Karl-Heinz Priester, Wiesbaden 1959 (PDF-Datei)
  • Schuld und Sühne – Das Schlüsselproblem unserer Zeit, Verlag Fritz Schlichtenmayer, Tübingen 1964[3] (PDF-Datei)

Verweise

Fußnoten

  1. Gerhard Frey: Prominente ohne Maske international, Seite 478, FZ-Verlag 1989, ISBN 3924309108
  2. Dieter Vollmer: Politisches Lexikon, Hannover 1969
  3. Aus dem Englischen übersetzt von M. E. Narjes.