Wille, Karola

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Karola Wille, geb. Lorenz (Lebensrune.png 22. März 1959 in Karl-Marx-Stadt) ist eine deutsche Juristin, seit 1996 Juristische Direktorin beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) und seit dem 1. November 2011 Intendantin des MDR.

Werdegang

Karola Wille ihr Vater war Siegfried Lorenz, er war Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED in der DDR und erster Sekretär der SED-Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt. Im letzten Prozess gegen Mitglieder des früheren SED-Politbüros wegen der Todesschüsse an der Berliner Mauer hat das Berliner Landgericht am 6. August 2004 Lorenz wegen Beihilfe zum dreifachen Mord an Michael Bittner, Lutz Schmidt und Chris Gueffroy zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten auf Bewährung verurteilt. Wille trat als 18jährige nach eigener Aussage „aus Überzeugung“ in die Partei ein, in der sie aber nie ein Amt innehaben sollte.[1]

Nach dem Besuch einer Polytechnischen Oberschule 1965–1973 und der Erweiterten Oberschule „Karl Marx“ legte sie ihr Abitur ab (1977) und studierte von 1978 bis 1982 Rechtswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Dort absolvierte sie nach ihrem Abschluß als Dipl.-Juristin auch ein Forschungsstudium an der Sektion Rechtswissenschaften und promovierte 1986 mit der Arbeit zum Thema „Der Rechtsverkehr in Strafsachen zwischen der DDR und anderen sozialistischen Staaten unter besonderer Berücksichtigung der Übernahme der Strafverfolgung“ zum Dr. jur. Später absolvierte sie parallel zu ihrer beruflichen Tätigkeit ein juristisches Fernstudium an der Fernuniversität Hagen (1991–1994).

Nach ihrer Promotion setzte Wille zunächst ihre wissenschaftliche Arbeit fort und war von 1986 bis 1991 als wissenschaftliche Assistentin am Institut für Internationale Studien an der Universität Leipzig tätig. Anschließend wechselte sie zum Rechtsamt der Stadt Leipzig, um dort von April bis Oktober 1991 als Justiziarin zu arbeiten.

Seit 1991 mit einer Lehrbefähigung in Medienrecht an der Juristischen Fakultät ausgestattet, hatte sie ab 1997 neben ihrer Arbeit beim MDR am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften der Leipziger Universität einen Lehrauftrag inne. Die Universität Leipzig verlieh ihr 2002 die Honorarprofessur für Medienrecht.

Der MDR geriet durch diverse Skandale wiederholt in negative Schlagzeilen. So sorgte die Vergangenheit mehrerer MDR-Beschäftigter als inoffizielle Mitarbeiter der Staatssicherheitsbehörde (Stasi) sowie eine Schmiergeldaffäre um den dann entlassenen Sportchef Wilfried Mohren für öffentliche Kritik.

Wille ist seit Oktober 2011 Intendantin des durch Zwangsbeiträge finanzierten BRD-Fernsehsenders Mitteldeutscher Rundfunk, zuvor war sie Stellvertreterin des MDR-Intendanten Udo Reiter.

Im April 2014 verständigten sich die Intendanten der ARD-Rundfunkanstalten darauf, daß Wille 2016 den Vorsitz des Senderverbundes übernehmen solle. Vereinbarungsgemäß trat sie am 1. Januar 2016 die Nachfolge des bisherigen ARD-Vorsitzenden, des NDR-Intendanten Lutz Marmor an, der die ARD seit Januar 2013 geleitet hatte.[2] In dieser Zeit war Wille für den Skandal um das sogenannte „Framing Manual“ verantwortlich. Dieses Geheimpapier diente den ARD-Mitarbeitern als „Propaganda-Anleitung“ zur Stimmungsmanipulation.

Zu den wichtigsten Aufgaben der zweijährigen Amtszeit von Wille gehörten nach Medienberichten die Verhandlungen über den Kauf von Sublizenzen für die Übertragung der Olympischen Spiele von 2018 bis 2024 sowie über die Übertragungsrechte für die Fußballbundesliga ab 2017/2018. Die Rechte für Olympia hatte sich der jüdische US-Medienkonzern Discovery gesichert, für die Bundesliga-Rechte interessierten sich mehrere Sender.

Im Dezember 2019 setzte Wille die Sendereihe „Steimles Welt“ ab.[3]

Karola Wille verdient laut eigenen Aussagen (Ende 2019) 275.000 Euro im Jahr. Daraus ergeben sich Pensionsansprüche in Höhe von 17.187 Euro und das pro Monat – Tendenz steigend, da sich ihr Rentenanspruch mit der Länge des Arbeitsverhältnisses bis auf 75 Prozent des letzten Grundgehalts erhöhen wird.

Mitgliedschaften

Wille ist Mitglied der Mitteldeutschen Vereinigung für Medienrecht und des Kuratoriums zur Unterstützung der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“. Sie war Vorsitzende der ARD (2016–2017).

Familie

Wille war mit einem Militärstaatsanwalt der DDR verheiratet, ist inzwischen geschieden und hat eine erwachsene Tochter.

Verweise

Fußnoten

  1. Vgl. Süddeutsche Zeitung, 10. Oktober 2011
  2. Karola Wille war zwischen 2016 und 2017 auch ARD-Vorsitzende.
  3. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) beendet die Zusammenarbeit mit Uwe Steimle. Dem Kabarettisten wird u. a. vorgeworfen, wiederholt die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Frage gestellt zu haben. Die Sendereihe „Steimles Welt“, die bislang vier Mal im Jahr ausgestrahlt wurde, wird 2020 nicht fortgesetzt.