Berlin-Reinickendorf

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Berlin-Reinickendorf

Staat: Deutsches Reich
Landkreis: Reinickendorf
Einwohner: 74.380
Bevölkerungsdichte: 7.438 Ew. p. km²
Fläche: 10 km²
Postleitzahl: 13403, 13407, 13409
Telefon-Vorwahl: 030
Kfz-Kennzeichen: B
Berlin-Reinickendorf befindet sich entweder unter Fremdherrschaft oder wird durch die BRD oder BRÖ staatsähnlich verwaltet.
Bundesland: Berlin

Reinickendorf ist ein Ortsteil von Berlin im Bezirk Reinickendorf.

Lage

Reinickendorf war vor der Eingemeindung nach Berlin das Angerdorf Alt-Reinickendorf hervorgegangen.

Ortslagen

  • Zwischen dem Ortsteil Reinickendorf und dem nordöstlichen Alt-Tegel liegt die Arbeitersiedlung Borsigwalde.
  • Weiße Stadt

Der Ortsteil weist bereits eine vorstädtisch niedrigere Bauweise auf als der südlich angrenzende Ortsteil Wedding mit seinen Mietskasernenvierteln im Innenstadtbezirk Mitte. Der Ortsteil liegt teilweise in der Anflugschneise des westlich angrenzenden Flughafens Tegel. Nach Nordosten grenzt der Ortsteil an die Nordbahn, hinter der die Ortsteile Wilhelmsruh und Märkisches Viertel liegen. Im Norden grenzt er an den Ortsteil Wittenau. Östlich von Reinickendorf liegen Niederschönhausen und Pankow.

Die Belastung der Anwohner durch den Fluglärm des nahen Flughafens Tegel ist im Ortsteil Reinickendorf hoch. Viele der Wohngebäude erhielten infolge dessen in den 1960er- und 1970er-Jahren Schallschutzfenster. Aufgrund der sehr hohen Anforderungen an den baulichen Lärmschutz wurden in Reinickendorf in den letzten Jahren wenige Wohngebäude errichtet. Der Flughafen Tegel soll allerdings nach der Fertigstellung des Flughafens Schönefeld ab 2011 geschlossen werden.

Geschichte

1230 gründete der niedersächsische Bauer Reinhardt ein Dorf, das damals Reinhardts Dorf, auf plattdeutsch Renekentorp, benannt wurde. Dieses bildete den Ausgangspunkt der Ortschaft Reinickendorf, die unter diesem Namen erstmals im Jahre 1345 genannt wurde.

Schon ab 1397 war die Stadt Berlin im Besitz des Guts Reinickendorf, das 1632 verkauft, aber 1710 wieder zurückerstanden wurde. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auch Reinickendorf von der Industrialisierung erfaßt und erlebte einen erheblichen Aufschwung mit der Fertigstellung der Nordbahn 1877. Im Jahre 1893 folgte dann die Kremmener Bahn und 1901 die Heidekrautbahn, womit Reinickendorf zu einem gut erschlossenen Berliner Vorort wurde.

In den 1920er-Jahren entstand an der Aroser Allee die Weiße Stadt nach Plänen des Architekten Otto Rudolf Salvisberg. 1920 in das damals entstandene Groß-Berlin eingemeindet, wurde Reinickendorf Namensgeber des gleichnamigen Bezirks, zu dem auch Wittenau, Tegel, Tegelort, Heiligensee, Frohnau, Hermsdorf und Lübars gehören.

Zunächst gehörten auch der heutige Ortsteil Wilhelmsruh und die Ortslage Schönholz zu Reinickendorf. Im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges wurden alle bis dahin westlich der Nordbahn liegenden Pankower Gebiete an Reinickendorf und Wedding abgetreten. Die Wohngegenden um den S-Bahnhof Schönholz (früher Schönholz-Reinickendorf) werden auch heute noch als Schönholz bezeichnet.

Siehe auch