Chikago

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Pfeil 1 start metapedia.png Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Chicago (Auswahlseite) aufgeführt.

Chikago (engl. Chicago) ist eine Industriestadt in den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie liegt am Südwestufer des Michigansees im VS-Bundesstaat Illinois. Mit einer Einwohnerzahl von 2.842.518 Menschen (Stand 2005) ist sie die drittgrößte Stadt der VSA. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist sie eine wichtige Handelsstadt und Knotenpunkt zahlreicher Eisenbahnstrecken, durch die die West- und Ostküste in Verbindung stehen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Deutschfeindlichkeit im Ersten Weltkrieg in Chikago, 1917; Deutsche und germanophile VS-Amerikaner waren in vielen Wohngebieten nicht willkommen.

Den Grundstein für die Gemeinde legten Anfang der 1830er Jahre deutsche Auswanderer. Sie kamen in eine junge, noch ungeformte Stadt mit großen Möglichkeiten. Das Handwerk vom Bäcker zum Klavierbauer war fest in deutscher Hand. 1865 traf sich die deutsche Elite im „Germania Club“ und im „Schwaben Verein“ (gegründet 1878) feierte man jährlich (wie in Stuttgart) das „Cannstatter Volksfest“ bis in die 1970er Jahre hinein. Gesangs- und Turnvereine florierten, Landsmannschaften waren einflußreich, Theater-Klubs und Wohltätigkeitsorganisationen sorgten sich um Kultur und den sozialen Frieden.

Im Jahre 1900 war jeder vierte Einwohner Chikagos Deutscher. 470.000 wurden entweder in Deutschland geboren oder hatten deutsche Eltern. Bis 1922 fiel diese Zahl auf 22 %, allerdings auch deshalb, weil es nach dem Ersten Weltkrieg und der anti-deutschen Kriegspropaganda unpopulär wurde, sich zu einer deutschen Herkunft zu bekennen.[1]

Mit der Zeit, ca. ab 1841, zogen auch viele deutschsprachige Juden in die inzwischen durch deutschen Fleiß wohlhabend gewordene Stadt. 1900 zählte man 20.000 Juden. 2012 zählte man 300.000 Juden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Leben für deutschstämmige Einwohner schwer in Chikago, viele verleugneten ihre Abstammung, das deutsch-amerikanische Leben verschwand zusehends in den 1950er und 1960er Jahre. Erst als der Präsident Ronald Reagan 1983 den German-American Day proklamierte zu Ehren 300 Jahre deutschen Einflusses in den VSA, lebte auch die deutsche Kultur im ganzen Land wieder auf, auch in Chikago. Heute sind viele VS-Amerikaner wieder sehr bestrebt, ihre rassischen und völkischen Wurzeln zu erforschen, und als deutschstämmig zu gelten, gilt den Deutschamerikanern als höchste Ehre.

Es gibt noch heute (Stand: 2015) zahlreiche deutsche Klubs und Vereine in Chikago und Umgebung, darunter die „Donauschwaben Society“ und der „The Niedersachsen Club Chicago“.

Architektur

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde Chikago zum Magnet für Architekten von internationalem Ruf. Unter diesen befand sich Ludwig van der Rohe, dessen glatter, glänzender „International Style“ der Stadt eine unlöschbare Prägung verliehen hat. Van der Rohe war unter anderem Architekt der Türme am 860-880 Lake Shore Drive und Designer zahlreicher Gebäude des „Illinois Institute of Technology“, darunter der Crown Hall, einem überwältigenden Verbund aus Stahl und Glas. Der deutschstämmige Architekt und Einwohner Chicagos, Helmut Jahn, ist bekannt für sein gewaltiges Design, das sich im James R. Thompson Center, dem United Airlines Terminal des O´Hare International Airports und im State Street Village am „Illinois Institute of Technology“ wiederfindet.

Bekannte, in Chikago geborene Personen

  • Wesley Clark (geb. 1944), General; NATO-Oberbefehlshaber (1997–2000)
  • Hillary Clinton (geb. 1947), Politikerin, Senatorin des VS-Bundesstaats Neu York
  • William Daley (geb. 1948), Jurist und Politiker (Demokratische Partei), Handelsminister der VSA (1997-2000) und Stabschef des Weißen Hauses (2011-2012)
  • Walt Disney (1901–1966), deutschstämmiger Trickfilm-Produzent und Erfinder von Micky Maus und Co
  • Francis Fukuyama (geb. 1952), asiatischstämmiger Politikwissenschaftler und Hochschullehrer
  • Karl Malden (1912–2009), Schauspieler und Oscarpreisträger
  • Arthur Robison (1883–1935), deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor
  • Donald Rumsfeld (geb. 1932), ehemaliger Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten von Nordamerika und Kriegsverbrecher
  • James Watson (geb. 1928), Biochemiker
  • Robert Zemeckis (geb. 1952), Regisseur und Filmproduzent

Juden

  • Rahm Emanuel (geb. 1959), jüdischer Politiker
  • Robert James Fischer (1943-2008), halbjüdisch–halbdeutschstämmiger Schachspieler
  • Harrison Ford (geb. 1942), jüdischer Film- und Fernsehschauspieler
  • Arthur Joseph Goldberg (1908–1990), jüdischer Politiker, Jurist und Diplomat in den Vereinigten Staaten
  • David Mamet (geb. 1947), jüdischer Drehbuchautor, Dramatiker, Filmregisseur, Schriftsteller
  • William Samuel Paley (1901–1990), gründete 1928 CBS Radio und baute es später zu einem Multi-Milliarden-Dollar Fernseh-Imperium aus
  • Jill Stein (geb. 1950), jüdische Medizinerin und Politikerin
  • Jack Ruby (1911–1967), jüdischer Mörder des vermeintlichen Kenndy-Attentäters Lee Harvey Oswald

Siehe auch

Literatur

  • Dietzsch, Emil; Stern, Max; Kressmann, Fred: Chicago's Deutsche Männer. Erinnerungs-Blätter an Chicago's Fünfzigjähriges Jubiläum. Geschichte der Stadt Chicago (1885) (PDF-Datei)

Fußnoten

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