Innsbruck

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Innsbruck

Wappen von Innsbruck
Staat: BRÖ
Gau: Tirol
Einwohner (2012): 121.329
Bevölkerungsdichte: 1.156 Ew. p. km²
Fläche: 104,91 km²
Höhe: 575 m ü. NN
Postleitzahl: 6010–6080
Telefon-Vorwahl: 0512
Kfz-Kennzeichen: I
Koordinaten: 47° 16′ 2″ N, 11° 23′ 34″ O
Innsbruck befindet sich entweder unter Fremdherrschaft oder wird durch die BRD oder BRÖ staatsähnlich verwaltet.
Bundesland: Tirol
Bürgermeister: Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck)

Innsbruck ist eine süddeutsche Stadt und die Hauptstadt des Bundeslandes Tirol, Österreich. Der Name der Stadt leitet sich von der alten Innbrücke im Zentrum ab, den Beinamen „Hauptstadt der Alpen“ hat sie ihrer Lage im Inntal zwischen dem Karwendel-Gebirge sowie den Stubaier und den Tuxer Alpen zu verdanken.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Das 104,91 km² große Gemeindegebiet ist links und rechts vom Inn bebaut. Neben dem Talboden auf etwa 574 m ü. Adria gehören auch Teile der Nordkette und der meist als Mittelgebirge bezeichneten eiszeitlichen Terrassen im Südosten zu Innsbruck; die Westliche Praxmarerkarspitze stellt mit 2641 m ü. Adria den höchsten Gipfel dar. In West-Ost-Richtung beträgt die maximale Ausdehnung fast 11 km, in Nord-Süd-Richtung sind es etwa 15 km. Innsbruck grenzt an 17 Gemeinden, die ausschließlich im Bezirk Innsbruck Land liegen, von dem die Stadt zur Gänze umschlossen ist.

Geschichte

Frühere Geschichte

Das Gebiet um Innsbruck war schon in der jüngeren Bronzezeit bewohnt, im Gegensatz zum heutigen Siedlungsgebiet wegen der großen Überschwemmungsgefahr durch den damals noch unverbauten Inn allerdings vor allem an den Hängen. In Hötting gibt es beispielsweise Funde aus dem Ende der Jungsteinzeit. Das Kastell Veldidena, von dem sich der Name Wiltens ableitet, wurde 15  v. u. Z. von den Römern errichtet und stellt die erste schriftliche Erwähnung eines Ortsnamens im Raum Innsbruck dar. Dabei handelte es sich noch nicht um eine Stadt, sondern um eine befestigte Militärsiedlung. Nach einer fünfhundertjährigen Römerherrschaft nahmen um das Jahr 600 n. u. Z. die Bajuwaren das Gebiet unter heute unbekannten Umständen an sich und gaben Hötting seinen heutigen Namen. Als Verkehrsweg kam Innsbruck von Anfang an eine recht hohe Bedeutung zu, nachdem viele günstige Wege zwischen Deutschland und Italien hier zusammenliefen und heute noch immer laufen. 1133 entstand zwischen Hötting und dem linken Innufer ein weitläufiger Markt, der Fährverkehr über den Fluß wurde etwa zu dieser Zeit durch eine Brücke ersetzt – diese ziert heute noch das Wappen. Diese Siedlung entspricht den heutigen Stadtteilen Mariahilf und St. Nikolaus und stellt die Wurzel des heutigen Innsbruck dar (1167 ist die Bezeichnung „Inspruk“ erstmals dokumentiert.). 1180 erhielt Markgraf Berchtold V. von Andechs vom nunmehrigen Kloster Wilten im Zuge eines Tauschvertrags das Gebiet der Altstadt, auf dem eine Siedlung mit Mauer und Graben entstand. Schon innerhalb der nächsten 25 Jahre wurde dieser Siedlung das Stadtrecht verliehen, 1281 wurde Innsbruck um die Neustadt erweitert.

Mittelalter

Nachdem 1363 die Grafschaft Tirol an die Herzoge von Österreich überging, machte der Habsburger Friedrich IV., zugleich Graf von Tirol, umgangssprachlich abwertend „Friedl mit der leeren Tasche“ genannt, Innsbruck zu seiner Residenzstadt. Nach der Besitznahme Tirols durch Österreich war es fast ununterbrochen der Sitz der Tiroler Landesfürsten bis 1665. Besonders Kaiser Maximilian I. schätzte Tirol wegen seiner zahlreichen Jagd- und Fischereimöglichkeiten; Innsbruck zählte zu seinen Lieblingsorten, das Goldene Dachl und vor allem die Hofkirche sind eng mit seiner Person verbunden. Das Zeughaus an der Sill stammt ebenfalls aus seiner Zeit und war bei seiner Errichtung um 1500 eines der wichtigsten europäischen Waffenlager. In dem Aufstandskrieg der Tiroler gegen die Bayern und die Franzosen wurde es mehrmals von beiden Parteien genommen und wieder verloren, wodurch es viel litt. Bedeutend waren auch die Tiroler Freiheitskämpfe 1809 unter der Führung Andreas Hofers mit dem Schauplatz Bergisel.

Zweiter Weltkrieg

Das Gebäude des NS.-Gauverlages Tirol. Zwischen den Flaggen der Schriftzug Innsbrucker Nachrichten, 1938–1945 parteiamtliches Organ der NSDAP im Gau Tirol.

Im Zweiten Weltkrieg litt die Stadt unter insgesamt 22 Bombenangriffen durch die alliierten Terrorbomber. 1944 waren in Tirol 521 Luftwaffenhelfer tätig, beinahe die Hälfte davon, nämlich 237, kamen aus Baden, Bayern und dem Elsaß. Flakbatterien mit Luftwaffenhelfern aus Tirol und Vorarlberg befanden sich in Innsbruck (Tiergarten, Höttinger Au, bei der ETAB - Erste Tiroler Arbeiterbäckerei, Tivoli), Rum, Natters, Lans, Vill, Zirl und Matrei. Dennoch blieb der Flakschutz in und um Innsbruck so wie im gesamten Gau bis Kriegsende ausgesprochen gering. Da das Gebiet bis Herbst 1944 als „nicht stark luftgefährdet" eingestuft wurde und die Industriegebiete in Ostösterreich weit stärker für Angriffe in Frage kamen, wurde die Luftverteidigung im Osten ausgebaut.[1] Der verhängnisvollste Terrorangriff auf Innsbruck erfolgte am 15. Dezember 1943 durch die VSA-Luftstreitkräfte. 48 Bomber und 39 Jäger warfen 126 Tonnen Bomben über den Wohngebieten der Gauhauptstadt ab. Die Bilanz war verheerend: 269 Tote, 500 Verwundete, 1.627 Obdachlose, 45 Häuser total zerstört, 92 mittelschwer und 203 leicht beschädigt. Am Ärgsten in Mitleidenschaft gezogen wurden die Stadtteile Wilten mit 336 und die Innenstadt mit 127 Schadensfällen. Besonders der Fremdenverkehr verhalf der Wirtschaft zu einem großen Aufschwung, der einen zügigen Wiederaufbau möglich machte.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1880 20.537
1939 80.722
1991 118.112

Gliederung

Innsbruck besteht aus neun Katastralgemeinden, die vormals eigenständige Gemeinden waren und zu verschiedenen Zeitpunkten im 20. Jahrhundert eingemeindet wurden. Dies sind:

  • Innsbruck (Innenstadt)
  • Wilten
  • Pradl
  • Hötting
  • Mühlau
  • Amras
  • Arzl
  • Vill
  • Igls

Die zwanzig im Volksmund gebräuchlichen Stadtteile dienen einer feineren Einteilung der größeren Katastralgemeinden. Das Amt für Statistik und Berichtswesen kennt außerdem 42 statistische Bezirke und 178 Zählsprengel[2].

Bekannte, in Innsbruck geborene Personen

Bildergalerie

Filmbeiträge

Aufnahme 1938

Siehe auch

Fußnoten

  1. Innsbruck im Bombenkrieg
  2. Statistik der Stadt Innsbruck
  3. Siegfried Scharfe (Hg.): Deutschland über Alles. Ehrenmale des Weltkrieges, Karl Robert Langewiesche, Leipzig 1940
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