Bojaxhiu, Anjezë Gonxha

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Anjezë (Agnes) Gonxha Bojaxhiu, von Verehrern und in Medien Mutter Teresa genannt, (Lebensrune.png 26. August 1910 in Üsküb, Osmanisches Reich (heute Skopje, Mazedonien); Todesrune.png 5. September 1997 in Kalkutta, Indien) war eine katholische Nonne albanischer Herkunft, die 1950 einen Orden gründete und von Indien aus einen katholischen Spenden- und Wohltätigkeitskonzern aufbaute. Da sich dessen Einrichtungen vor allem in den leistungsuntüchtigsten Ländern der Welt („Dritte Welt“) befinden und die Begünstigten Nichtweiße sind, geht das Konzept mit der globalistischen Agenda überein. So erhielt Bojaxhiu zu Lebzeiten und ihr Werk bis heute in allen westlichen Ländern ausgiebige Medienaufmerksamkeit und -unterstützung sowie öffentliche Förderung.

Die Nonne Anjezë Gonxha Bojaxhiu wurde von Verehrern „Mutter Teresa“ genannt.

Leben

Wirken

1950 gründete Anjezë Gonxha Bojaxhiu den Orden der Missionarinnen der Nächstenliebe, welcher später päpstlich approbiert wurde. Beginnend mit einigen Häusern für Waisen, Obdachlose, Leprakranke und Sterbende in Indien, warb Bojaxhiu große Spendensummen aus der weißen Welt ein und investierte die Finanzmittel in ihre Ordenseinrichtungen und -projekte. Heute verfügt der Orden über 710 Häuser in 133 Ländern, in denen er mit etwa 4.500 Ordensleuten und weiterem Personal Betreuungsfälle abwickelt. Bojaxhiu verbrachte ihre späten Jahre fast ausschließlich mit Fördermittelakquise und Entgegennahme von Würdigungen und Ehrungen.

Öffentliche Ehren

Außer der Freiheitsmedaille der Vereinigten Staaten und einer Vielzahl weiterer Preise und Auszeichnungen, gab man Bojaxhiu 1979 den Friedensnobelpreis. Die Bewohner der Dritten Welt, in der sie sich bewegte, ließ sie wissen, daß jede Familienplanung strikt abzulehnen sei, Abtreibung erklärte sie in der Rede zur Entgegennahme des Nobelpreises zur größten Gefahr für den Weltfrieden. Am 19. Oktober 2003 sprach der heilige Papst Johannes Paul II. sie selig, am 4. September 2016 folgte ihre Heiligsprechung.[1]

Kritik

Kritiker hielten und halten die Ordensarbeit in vielfacher Hinsicht für fragwürdig. Teilweise werden Vorwürfe unsauberer finanzieller Machenschaften erhoben sowie der Hintanstellung der Klientel, für welche die Millionengelder gesammelt werden. Auch wird bemängelt, die Ordensangehörigen sorgten sich mehr um die stetige Vergrößerung der eigenen Organisation und gingen vor allem auf Missionierung aus. Die Nonnen und Ordensbrüder verherrlichten das christliche Leiden („Nachfolge des Herrn“) und vernachlässigten die Nutzer ihrer Einrichtungen dementsprechend. Medizinische und pflegerische Hilfe werde tatsächlich oft nicht gewährt, so daß man von einer massiven Veruntreuung der Spendengelder aus dem Westen ausgehen müsse.[2]

Zitat

  • „Es ist etwas sehr Schönes, wenn man sieht, wie die Armen ihr Kreuz tragen. Wie die Passion Christi, ist ihr Leid ein großes Geschenk für die Welt.“ — Anjezë Gonxha Bojaxhiu („Mutter Teresa“)[3]

Filmbeiträge

Christopher Hitchens: Hell’s Angel – Mother Teresa of Calcutta (1994 – 23:55 Min., englischsprachig):

Siehe auch

Literatur

  • Christopher Hitchens: The Missionary Position: Mother Teresa in Theory and Practice, London 1995
  • Serge Larivée et al.: Les cotés ténébreux de Mère Teresa, in: Studies in Religion/Sciences Religieuses, 42/2013, S. 319–345 [umfassende Metastudie]
  • Nehmen ist seliger denn geben, Stern 38/98
  • Mutter Teresa – herzlose Schwestern, Stern 2/99
  • Christian Feldmann: Die Liebe bleibt: Das Leben der Mutter Teresa, Dörfler Verlag GmbH, 2007, ISBN 978-3895559105
  • Aroup Chatterjee: Mother Teresa: The Final Verdict. 2002, Meteor Books, India, ISBN 978-8188248001 [kritisch, indischer Autor, 415 Seiten]

Verweise

Fußnoten

  1. Mutter Teresa wird von Papst Franziskus heiliggesprochen, Focus, 4. September 2016
  2. Beispielsweise Der „Todesengel von Kalkutta“ soll heilig gesprochen werden – Die (un)heilige Mutter Teresa, Humanistischer Pressedienst (hpd.de), 21. Dezember 2015; Uwe-Christian Arnold: Letzte Hilfe: Ein Plädoyer für das selbstbestimmte Sterben, Rowohlt, 2014, ISBN 978-3498096175, S. 151
  3. Zitiert in: Mutter Teresas „Nächstenliebe“, [1], hpd.de, 21. Dezember 2015