Diskussion:Römisch-katholische Kirche/Archiv/2016

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Kürzungsvorschlag

Päpstlicher Ritter Jimmy Savile hat seit heute einen eigenen Artikel.

Die folgenden Passagen am Ende des Artikels sind m.E. inzwischen durch Zeitablauf, und weil es wohl kaum noch jemanden interessiert, entbehrlich. Schlage Streichung vor.

Aktuelle Entwicklungen in der BRD

Jahr 2013

Turbulenzen im Bistum Limburg

Im Jahr 2013 kamen Kostenbeträge für verschiedene, offenbar gewohnt großzügige[1] Neu- und Ausbauten von Bischofssitzen an die Öffentlichkeit. Eine entsprechende Medienkampagne rückte den Bischof von Limburg Franz-Peter Tebartz-van Elst in den Mittelpunkt, dem Verschwendung vorgeworfen wurde. Zum einen sollten sich die Baukosten für seine neue Bischofsresidenz, welche 2007 vor seinem Amtsantritt in Auftrag gegeben worden war, angeblich überraschend hoch auf 31 Millionen Euro belaufen.[2][3] Zum anderen kam van Elst in die Schlagzeilen, weil er mehrere Fälle uneidlicher Falschaussage zugab. Wegen dieser Straftaten zahlte er 20.000 Euro an die sich entgegenkommend zeigende Justiz und erreichte so eine Verfahrenseinstellung.[4][5] Am 26. März 2014 gab Tebartz-van Elst (* 1959) seinen Posten auf; er erhält seitdem eine vom allgemeinen Steuerzahler finanzierte Apanage von 6.662 Euro monatlich.

Finanzstrukturen werden sichtbarer

In der einer gerade nicht journalistischen – sondern kirchenhistorischen – Nebenschilderung eines SPIEGEL-Artikels zur Limburger Bistums-Affäre beschreibt die Zeitschrift eine entscheidende finanzielle Sonderentwicklung, die der breiten Öffentlichkeit völlig unbekannt ist, und die selbst Fachleute der Zeitgeschichte erstaunen dürfte. Es heißt dort:

„Reiche Bistümer, armen Pfarreien – es ist dieser Konflikt, der viele Gläubige an der Basis empört. Der Widerspruch geht auf die Nachkriegszeit zurück, als die Bischöfe den Reichtum der Gemeinden einfach ihrer Diözese einverleibten. Bis 1948 waren es die Gemeinden, die die Kirchensteuern erhielten, sie führten nur einen Teil an die Bischöfe ab. Nach der Währungsreform jedoch wurde der Einzug der Kirchensteuern zentralisiert; sie gingen nun direkt an die Diözesen. So wurden die Pfarreien finanziell entmachtet und abhängig von den Zuwendungen ihrer Bischöfe. Nach und nach verarmten sie. Viele waren sogar gezwungen, bei ihrem Bistum Darlehen aufzunehmen; im Gegenzug wurde als Kreditsicherung die Diözese in die Grundbücher der Gemeinden eingetragen. Auf diesem Weg landeten viele Kirchenimmobilien im Vermögen des Bischöflichen Stuhls. Vor dieser Zeit hatten viele Ordinariate – also die Verwaltungsstäbe der Bischöfe – nur 20 Mitarbeiter. Inzwischen zählen sie mancherorts bis zu 1.000 Angestellte, die den Reichtum des Bistums verwalten.“[6]

Der märchenhafte Reichtum des Domkapitels Limburg (in Rede standen bei der ganzen Affäre ja bezahlte Rechnungen, keineswegs unbezahlte Verpflichtungen), findet so seine Erklärung, die aber von vielen Zeitungslesern scheinbar gar nicht verlangt wird, weil sie ohnehin davon ausgehen, daß die Katholische Kirche unermeßlich reich ist, und sie arme kirchliche Sozialeinrichtungen absichtlich darben läßt, um zusätzliche Steuermittel einwerben zu können. Der Kontrast zu öffentlichen Bekundungen des 2013 neu berufenen Papstes Franz – der Mensch solle sich von jeder Geldgier fernhalten – zu dieser Kirchenpraxis und Kirchenrealität ist geeignet, die bestehende nachhaltige Glaubenskrise des katholischen Christentums weiter zu vertiefen.

Jahr 2014

Insolvenz eines kircheneigenen Milliardenunternehmens

Am 10. Januar 2014 meldete der im Eigentum der Kirche stehende Weltbild-Verlag Insolvenz an. Noch im Jahr 2012 hatte er einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro ausgewiesen. 6.300 Mitarbeiter arbeiten für den zweitgrößten Buchhändler der BRD.[7] Beträchtliche Kosten für eine angestrebte Rettung des katholischen Unternehmens werden ganz überwiegend auf Dritte, nicht zuletzt den allgemeinen Steuerzahler, überwälzt: Um betriebsbedingte Kündigungen für das nicht mehr einsetzbare kirchengewerbliche Personal zu vermeiden, werden 656 Personen in eine Scheinbeschäftigungsgesellschaft (offiziell: „Auffanggesellschaft“) überführt und erhalten dadurch von der Bundesagentur sog. Transferkurzarbeitergeld in Höhe von 67 % bzw. 60 % des Nettolohnes, aufgestockt für ein Jahr mit Kirchenmitteln auf 85 % des letzten Nettogehalts.[8]

Wiener Kardinal aktiv für Homosexualisierung der Gesellschaft

Der Wiener Kardinal und Geehrte der jüdischen Logenvereinigung B'nai B'rith[9] Christoph Schönborn unterstützt aktiv Bestrebungen zur Homosexualisierung der Gesellschaft, wie sie der politisch-mediale Komplex vor allem in den Ländern europäischer Zivilisation in einer Dauerkampagne betreibt. So erklärte er öffentlichkeitswirksam seine Freude über den inszenierten Erfolg des Verschwulungsaktivisten Thomas Neuwirth („Conchita Wurst“) bei einem im Mai 2014 in viele Länder ausgestrahlten internationalen Gesangswettbewerb: „Ich freue mich für Thomas Neuwirth, der mit seinem Auftritt als Conchita Wurst einen solchen Erfolg hat ... Ich bete für ihn um Gottes Segen ...“[10]

Werde darüber hinaus bald zwecks weiterer Kürzung am Artikel arbeiten. Auch das Zeug mit dem Ex-Erzbischof Wesolowski (inzwischen selig entschlafen) kommt dann woanders hin. Stabsdienst 00:41, 2. Hornung (Februar) 2016 (CET)

Ich habe volles Vertrauen in Dein Vorhaben einer Straffung. Bloß ausgerechnet das oben befindliche SPIEGEL-Zitat über die Finanzstrukturen ist doch höchst bezeichnend: Da steht, daß bis zur Währungsreform 1948 die Gemeinden die Zuweisungen erhalten haben, sie seitdem aber nicht mehr bekommen. Über Jahrzehnte hat sich so erst die Situation entwickelt, daß nunmehr völlig verarmte Pfarreien den opulent-prachtvollen Diözesan-Verwaltungen gegenüberstehen. Mich hat diese Entdeckung einigermaßen erstaunt! Auch wenn es sich dabei um eine BRD-deutsche Sonderentwicklung handeln sollte, gehört das wohl in den Hauptartikel (zumal ja die Evangelischen immer so ein Bohai um ihre wichtigen, wichtigen »Landeskirchen« machen, aber in Wahrheit von Staatsknete leben)...
~ CodexThelema 01:11, 2. Hornung (Februar) 2016 (CET)

Fußnoten

  1. „Kritik an US-Bischof – Mach mir den Tebartz-van Elst“ Handelsblatt (handelsblatt.com), 2. April 2014; „Neues Bischofs-Palais – Frisch renoviert! Hier wohnt Kardinal Marx“ tz München (tz.de), 10. Juli 2012
  2. „Der Bischof – ein Betrüger?“, Frankfurter Neue Presse, 9. Oktober 2013
  3. Wie gehen andere Bistümer mit Bauprojekten um? swr.info, 14. Oktober 2013
  4. „Strafbefehl gegen Limburger Bischof“, Frankfurter Neue Presse, 10. Oktober 2013
  5. „Der Protz-Bischof zahlt 20.000 Euro – Verfahren gegen Tebartz-van Elst eingestellt“, Abendzeitung München (abendzeitung-muenchen.de), 18. November 2013
  6. Vgl.: DER SPIEGEL, Nr. 43/2013, S. 46. Es handelt sich um eine nachträgliche geschichtliche Bearbeitung des Sachverhalts durch die Redaktion des SPIEGEL, d.h., diese wesentlichen Angaben fehlen in der in der seinerzeitigen Vorwoche (Nr. 42/2013) präsentierten Titelgeschichte zu Bischof Tebartz-van Elst vollständig.
  7. „Zweitgrößter Buchhändler – Kirchen läuten Weltbilds letzte Stunde ein“, Handelsblatt (handelsblatt.com), 10. Januar 2014
  8. „Mitarbeiter sollen in Auffanggesellschaft wechseln“, Süddeutsche Zeitung (sueddeutsche.de), 20. März 2014
  9. Bericht von der Ehrung Schönborns durch B'nai B'rith, 23. Oktober 2013
  10. „Schönborn erfreut über Sieg Conchita Wursts“, Der Standard (standard.at), 16. Mai 2014


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