Egk, Werner

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Werner Egk[1]
Gedenkbriefmarke für Werner Egk

Werner Egk, Werner Joseph Mayer (Lebensrune.png 17. Mai 1901 in Auchsesheim, Donauwörth; Todesrune.png 10. Juli 1983 in Inning am Ammersee) war ein deutscher Komponist.

Leben und Wirken

Egk kam als Sohn des Lehrers Joseph Mayer und seiner Frau Maria auf die Welt. Er hatte zwei Geschwister. Nach dem Abitur lernte er bei Carl Orff die Komposition. 1935 wurde in Frankfurt am Main seine erste Bühnenoper, „Die Zaubergeige“ nach den Gebrüdern Grimm, uraufgeführt. Für seine Olympische Festmusik, komponiert 1936 für die Spiele in Berlin, wurde er vom Internationalen Olympischen Komitee mit einer Goldmedaille geehrt. 1938 kam es zur Uraufführung seiner Oper Peer Gynt nach Henrik Ibsen an der Berliner Staatsoper, wo Egk von 1936 bis 1940 Kapellmeister war. Sein Ballett „Joan von Zarissa“ feierte 1940 Premiere. Ab 1941 bis Kriegsende fungierte Egk als Leiter der Fachschaft Komponisten in der Reichsmusikkammer. In dieser Funktion lobte er die „Ausrottung des Nihilismus“ in der Kunst und „den Gesundungsprozeß, der sich musikalisch vor allem in einer deutlichen Hinwendung zur Volksklassik ausdrücke“; „zu hoffen sei auf die Vermählung einer idealen Politik mit einer realen Kunst“. 1942 wurde seine ursprünglich als Rundfunkwerk geschriebene Oper „Columbus“ in Frankfurt am Main uraufgeführt. 1944 vollendete der Meister die Oper „Circe“. Auch nach Kriegsende zählte Egk zu den weltweit meistbeachteten und geehrten deutschen Komponisten. Er wirkte als Präsident des Deutschen Komponisten-Verbandes und des Deutschen Musikrates. Er war auch Präsident der CISAG, der Weltorganisation der Urheberschutzgesellschaften und war im Aufsichtsrat der GEMA[2].

Sonstiges

Seinen Namen änderte Mayer 1923 zu seiner Hochzheit mit der Geigerin Elisabeth Karl, indem er die Anfangsbuchstaben zu seinem Pseudonym machte.

Werke (Auswahl)

Oper

Ballett

  • Joan von Zarissa für Sprecher, gemischten Chor, Sopran, Bariton und Orchester (1940)
  • Abraxas. Faust-Ballett nach Heinrich Heine (1948)
  • Die chinesische Nachtigall nach Hans Christian Andersen (1953)
  • Casanova in London (1969)

Orchester

  • Kleine Symphonie (1926)
  • Olympische Festmusik (1936; mit Text von Carl Diem)
  • Orchester-Sonate (1947/48)
  • Französische Suite nach Jean-Philippe Rameau (1949; als Ballett 1952)
  • Allegria (1952; als Ballett 1953)
  • Variationen über ein karibisches Thema (1959)
  • Spiegelzeit (1979)
  • Musik für eine verschollene Romanze. Ouvertüre (1980)
  • Der Revisor. Konzertsuite für Trompete und Kammerorchester (1981)
  • Die Zaubergeige. Ouvertüre in einer Fassung für Bläser (1981)
  • Canzona für Violoncello und Orchester (1982)
  • Nachtanz (Opus postumus, Uraufführung 1985)

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. Julius Kapp (Hg.): Staatsoper Berlin, Max Beck Verlag, Leipzig 1939
  2. Prominente ohne Maske - Drittes Reich, FZ-Verlag 1998, ISBN 3924309396