Eichstätt

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Eichstätt

Wappen von Eichstätt
Staat: Deutsches Reich
Landkreis: Eichstätt
Provinz: Oberbayern
Einwohner (31. Dez. 2010): 13.788
Bevölkerungsdichte: 288 Ew. p. km²
Fläche: 47,84 km²
Höhe: 393 m ü. NN
Postleitzahl: 85072, 85067
Telefon-Vorwahl: 08421
Kfz-Kennzeichen: EI
Koordinaten: 48° 54′ N, 11° 11′ O
Eichstätt befindet sich entweder unter Fremdherrschaft oder wird durch die BRD oder BRÖ staatsähnlich verwaltet.
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Bürgermeister: Arnulf Neumeyer (SPD)

Eichstätt (früher auch Aichstädt) ist eine deutsche Kreisstadt im Kreis Eichstätt im Bezirk Oberbayern (Bayern). Die Stadt gehörte früher zu Mittelfranken.

Geschichte

Eichstätt, in älteren Zeiten auch Eystätt (lat. Aureatum bzw. Rubilocus), verdankt seinen Ursprung einer römischen Station, entwickelte sich aber erst nach der Begründung des Bistums zu einem ansehnlichen Ort.

871 wurden die Gebeine der heiligen Walpurgis hierhergebracht, und diese sowie das Wunderöl (Walpurgenöl), das aus dem Stein, der die heiligen Brustgebeine einschließt, träufelte, lockten bald viel Gläubige an.

908 wurde Eichstätt mit Mauern umgeben, 1022-42 das verfallene Walpurgiskloster wiederhergestellt und in der Mitte des 14. Jahrhunderts vom Bischof Berthold das Schloß Wilibaldsburg auf dem nahen Berg erbaut. Dieses war bis 1725 die Residenz der Bischöfe und verfiel seitdem.

1805 kam Eichstätt an Bayern, und in den Jahren 1803-1807 wurden die Klöster sowie die 1216 dort gegründete Deutsch-Ordenskommende aufgehoben. Von 1808 bis 1810 war Eichstätt Hauptstadt des Altmühl-, bis 1814 des Oberdonaukreises, 1817-33 Residenz des Herzogs von Leuchtenberg.

1980 wurde die erste vorrangig privat finanzierte Universität hier gegründet. 2001 wurde sie umbenannt in Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1880 7.489
1939 8.150
1987 11.978

Bekannte, in Eichstätt geborene Personen

  • Marquard Adolf Barth (1809–1885), Jurist und Abgeordneter der Deutschen Nationalversammlung
  • Lothar Debes (1890–1960), Offizier, zuletzt im Rang eines Generalleutnants der Waffen-SS und SS-Gruppenführers
  • Erich Emminger (1880–1951), Jurist und Politiker (Zentrumspartei, BVP)
  • Konrad Kyeser (1366–1405), Kriegstechniker und damit der erste deutsche Kriegsingeneur, Fachschriftsteller des spätmittelalterlichen Europas
  • Michael Paulwitz (geb. 1965), Journalist
  • Thomas Paulwitz (geb. 1973), Historiker, Journalist, Sprachkritiker, Sprachpfleger und Publizist
  • Willibald Pirckheimer (1470–1530), Humanist und Berater Kaiser Maximilians I.
  • Josef Remold (1902–1985), Polizist und Offizier
  • Rudolf Wirth (1899–?), Leutnant, Verwaltungsinspektor und Leiter der Rekursamtes der NS-Kriegsopferversorgung

Siehe auch