Fremde Heere

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Die Abteilung „Fremde Heere“ war eine im Oberkommando des Heeres (OKH) gegründete Dienststelle zur Bewertung der Feindlage. Sie war schon eine im Generalstab des Deutschen Heeres bereits im Ersten Weltkrieg bestehende Dienststelle zur Bewertung der Feindlage.

Zuständigkeiten

Die Abteilung „Fremde Heere West“ (FHW) befaßte sich mit Auskundschaftung und Spionageabwehr in oder nach den westlichen Ländern. Die Leitung hatte anfangs der Chef der Abwehr, Admiral Wilhelm Canaris, inne. Die Abteilung wurde später dem Reichssicherheitshauptamt unterstellt.

Die Abteilung „Fremde Heere Ost“ (FHO), zuständig für den osteuropäischen Raum, befand sich unter der Führung von General Reinhard Gehlen.

Am 27. Mai 1940 stellte die Abteilung „Fremde Heere Ost“ den Aufmarsch von 700.000 Rotarmisten in der Ukraine fest, was der sowjetische Außenminister Molotow wahrheitswidrig leugnete. Dieser aggressive Akt war Voraussetzung und Auslöser des deutschen Präventivschlages, bekannt als Unternehmen „Barbarossa“.

Leiter der Abteilung T 3/Fremde Heere

Leiter der FHO

Leiter der FHW

Siehe auch

Literatur

  • David Thomas: Foreign Armies East and German Military Intelligence in Russia 1941–45, in: Journal of Contemporary History, Vol. 22, Nr. 2, 1987, S. 261–301
  • Reinhard Gehlen: Der Dienst – Erinnerungen 1942–1971, von Hase & Köhler, Mainz u. a. 1971, ISBN 3-920324-01-3
  • Magnus Pahl: Fremde Heere Ost – Hitlers militärische Feindaufklärung, Ch. Links Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-86153-694-9