Trakl, Georg

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Georg Trakl

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Geboren 3. Februar 1887
in Salzburg
Verstorben 3. November 1914
in Krakau, Galizien, Österreich-Ungarn
Staatsangehörigkeit Österreich-Ungarn
Volkszugehörigkeit Deutscher
Beruf Apotheker

Georg Trakl (geb. 3. Februar 1887 in Salzburg, gest. 3. November 1914 in Krakau, Galizien, Österreich-Ungarn) war ein deutscher Lyriker aus Österreich.

Leben

Georg Trakl wurde in Salzburg geboren. Ab 1902 soll er erste Drogenerfahrungen gemacht haben. Seinen Lehrern fiel er als menschenscheuer Schüler auf. 1905 wurde er nicht versetzt und verließ daraufhin die Schule mit der Mittleren Reife. Während seines Pharmaziestudiums in Wien begann er, Gedichte zu publizieren und schloß 1910 die akademische Ausbildung ab. Anschließend lebte er in Innsbruck. Im Jahre 1912 heiratete seine von ihm sehr geliebte Schwester „Grethe“ einen Buchhändler in Berlin. Für Trakl war das eine schmerzliche Erfahrung, die er auch lyrisch umsetzte.

Trakl meldete sich nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Freiwilliger zur Armee und diente als Sanitätsfähnrich. Nach der Schlacht bei Grodek war er alleine für neunzig Schwerverwundete in einer Scheune zuständig. Dabei erlitt er einen Nervenzusammenbruch und wurde von seinen Kameraden daran gehindert, sich selbst zu erschießen. Im September 1914 wurde er daraufhin zur Beobachtung in das Garnisonsspital nach Krakau gebracht. Im November 1914 starb er dort im Alter von 27 Jahren durch eine Kokainvergiftung. Es ist nicht sicher, ob es sich dabei um Suizid oder einen Unglücksfall handelte.

Seine Schwester brach daraufhin eine Schwangerschaft ab und erschoß sich drei Jahre nach dem Tod des Bruders.

Trakls Werk ist geprägt von Schwermut, Trauer und der Suche nach Gott. Tod, Verfall und der Untergang des Abendlandes sind zentrale Aussagen seiner Lyrik voller Symbole und Metaphern. Herbst und Nacht bilden dabei die Leitmotive seiner Dichtung.

Zu Lebzeiten konnte Trakl nur den Band „Gedichte“ herausgeben, der 1913 erschien. Zu den posthum herausgegebenen Werken gehören „Sebastian im Traum“ (1915), „Gesang des Abgeschiedenen“ (1933) und die Sammlung von Prosagedichten „Offenbarung und Untergang“ (1947). Er gilt heute als eine große Gestalt des Expressionismus.

Gedichte (Auswahl)

Gesang einer gefangenen Amsel
Dunkler Odem im grünen Gezweig.
Blaue Blümchen umschweben das Antlitz
Des Einsamen, den goldnen Schritt
Ersterbend unter dem Ölbaum.
Aufflattert mit trunkenem Flügel die Nacht.
So leise blutet Demut,
Tau, der langsam tropft vom blühenden Dorn.
Strahlender Arme Erbarmen
Umfängt ein brechendes Herz.
Verklärter Herbst
Gewaltig endet so das Jahr
Mit goldnem Wein und Frucht der Gärten.
Rund schweigen Wälder wunderbar
Und sind des Einsamen Gefährten.
Da sagt der Landmann:
Es ist gut. Ihr Abendglocken lang und leise
Gebt noch zum Ende frohen Mut.
Ein Vogelzug grüßt auf der Reise.
Es ist der Liebe milde Zeit.
Im Kahn den blauen Fluß hinunter
Wie schön sich Bild an Bildchen reiht
Das geht in Ruh und Schweigen unter.

Werke

Verweise