Tod

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Abbildung der drei Nornen Urd, Verdandi und Skuld mit dem Lebensfaden.

Als Tod wird das Ende eines Lebewesens bezeichnet. Allgemein wird er als der Zusammenbruch der physischen und somit lebenserhaltenden Funktionen eines Gesamtorganismus auf Grund von Alterung, Krankheit oder schwerer Verletzung verstanden. In Religion und Philosophie ist jedoch umstritten, ob die Psyche, also der Geist, unabhängig vom Körper weiterexistiert. Eine klare Definition ist nicht möglich, weshalb der Begriff des Hirntodes etabliert wurde.

Der Tod existiert objektiv für alle lebenden Organismen, subjektiv jedoch lediglich für (geistig-intellektuell normal veranlagte) Menschen ab einem Lebensalter von etwa vier bis fünf Jahren, da nur diese ein entsprechendes Bewußtsein des Todes entwickelt haben.

Biblische Sichtweise

Die Bibel läßt über den Zustand der Toten keine unmißverständliche Sichtweise zu, weshalb sich bei den verschiedenen christlichen Glaubensgruppen ein jeweiliges Dogma herausgebildet hat. Die meisten christlichen Glaubensgemeinschaften gehen davon aus, daß der Mensch über eine vom Körper unabhängige Seele verfügt, die nach dem Tod in den „Himmel“ oder in die „Hölle“ wandert. Einige christliche Sekten meinen unterdessen, daß Tiere und Menschen Seelen sind, also eine Einheit zwischen Körper und Geist besteht. Aus dieser Sichtweise meinen sie eine Befreiung des Menschen vom Hang zur Ahnenverehrung, Geisterbefragung, „Götzendienst“, der Vorstellung der Feuerhölle und von einem rachsüchtigen Gott und dergleichen Thesen mehr zu erreichen.

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Und Jehova Gott bildete den Menschen, Staub von dem Erdboden, und hauchte in seine Nase den Odem des Lebens; und der Mensch wurde eine lebendige Seele.

– Elberfelder (1871) 1Mo 2:7
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denn die Lebendigen wissen, daß sie sterben müssen; aber die Toten wissen gar nichts, und es wird ihnen auch keine Belohnung mehr zuteil; denn man denkt nicht mehr an sie. … Alles, was deine Hand zu tun vorfindet, das tue mit deiner ganzen Kraft; denn im Totenreich, dahin du gehst, ist kein Wirken mehr und kein Planen, keine Wissenschaft und keine Weisheit!

– Schlachter (1951) Pre 9:5, 10
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Denn siehe, alle Seelen sind mein; des Vaters Seele ist sowohl mein als des Sohnes Seele. Welche Seele sündigt, die soll sterben.

– Luther (1912) Hes 18:4


Zitate

  • „Der Tod beendet nicht alles.“Properz, Elegien
  • „Der Freiheit Weg geht durch des Todes Schmerz!“Theodor Körner, in: Andreas Hofer's Tod
  • „Wenn was uns den Tod so schrecklich erscheinen lässt der Gedanke des Nichtseyns wäre; so müßten wir mit gleichem Schauder der Zeit gedenken, da wir noch nicht waren. Denn es ist unumstößlich gewiß, daß das Nichtseyn nach dem Tode nicht verschieden seyn kann von dem vor der Geburt, folglich auch nicht beklagenswerther.“Arthur Schopenhauer[1]

Siehe auch

Literatur

  • Arthur Schopenhauer: Ueber den Tod und sein Verhältniß zur Unzerstörbarkeit unsers Wesens an sich. In: Die Welt als Wille und Vorstellung II, Zweiter Teilband, Kapitel 41, S. 542 (Ausgabe: Diogenes 1977, ISBN 3 257 20424 8)
  • Matthias Thöns: Patient ohne Verfügung: Das Geschäft mit dem Lebensende, Piper, 2016, ISBN 978-3492057769 [320 Seiten]
  • Uwe-Christian Arnold / Michael Schmidt-Salomon: Letzte Hilfe: Ein Plädoyer für das selbstbestimmte Sterben, Rowohlt, 2014, ISBN 978-3498096175
  • Jan Assmann: Der Mensch und sein Tod. Einführende Bemerkungen (Netzbuch)

Verweise

Fußnoten

  1. A. Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung II, Zweiter Teilband, Kapitel 41, S. 546 (Ausgabe: Diogenes 1977, ISBN 3 257 20424 8)