Große Freiheit Nr. 7

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Große Freiheit Nr. 7
Große Freiheit Nr. 7.jpg
Filmdaten
Deutscher Titel: Große Freiheit Nr. 7
Produktionsland: Deutsches Reich
Erscheinungsjahr: 1944
Stab
Regie: Helmut Käutner
Drehbuch: Helmut Käutner, Richard Nicolas
Produktion: Terra-Filmkunst
Musik: Werner Eisbrenner
Kamera: Werner Krien
Schnitt: Anneliese Schönnenbeck
Besetzung
Darsteller Rollen
Hans Albers Hannes
Ilse Werner Gisa
Hans Söhnker Willem
Gustav Knuth Fiete
Günther Lüders Jens
Hilde Hildebrand Anita
Ethel Reschke Margot
Ethel Reschke Margot
Kurt Wieschala Jan
Helmut Käutner Karl
Richard Nicolas "Admiral"
Anna-Maria Besendahl Frau Börgel
Erna Sellmer Frau Kaasbohm
Thea Thiele Konsulin
Justus Ott Herr Wellenkamp
Gottlieb Reeck Herr Puhlmann
Gottlieb Reeck Herr Puhlmann
Ilse Fürstenberg Gisas Mutter
Alfred Braun Rundfunkreporter
Rudolf Koch-Riehl Zeremonienmeister
Karl-Heinz Peters Postbote
Erwin Loraino Matrose
Evi Gotthardt
Hans Kornowicz
Aruth Wartan
Kurt Felden
Friedrich Petermann
Alfred Maack
Carl Vogt

Große Freiheit Nr. 7 wurde 1943 im Deutschen Reich und dem damaligen Protektorat Böhmen und Mähren während des Zweiten Weltkrieges von Helmut Käutner gedreht. Es ist der erste Agfa-Farbfilm der Terra Film. Die Dreharbeiten fanden zwischen den 5. Mai bis November 1943 in Hamburg und Umgebung, Prag und Umgebung; Filmstudio Babelsberg und Barrandow-Atelier Prag statt.
Die Uraufführung fand am 15. Dezember 1944 in Prag statt und die TV-Erstsendung war 18.September 1967 auf den Fernsehsender ZDF.

Weitere Titel

  • Auf der Großen Freiheit (Arbeitstitel)
  • Große Freiheit (Arbeitstitel)
  • La Paloma (Verleihtitel)

Handlung

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Im Hamburger Segelschiffshafen liegt die Viermastbark „Padua“. Der Vollmatrose Jens, der Schiffskoch Fiete und der Leichtmatrose Karl gehen an Land, auf die Große Freiheit und zu ihrem ungekrönten König, dem Hannes. Früher einmal war der Hannes einer von ihnen, ein Seemann, und zuletzt war er auf der „Padua- gefahren. Doch das war schon eine Weile her. Eines Tages hatte er es satt, Immer „vor dem Mast.' zu fahren, er wollte auf die Steuermannsschule gehen, und er hätte es wohl auch geschafft, wäre da nicht die dumme Sache mit Jan gewesen. Der Jan, sein „kleinerer" Bruder, hatte ihm das ganze ersparte Geld aus der Tasche geholt und es trotzdem zu nichts gebracht. Dann waren dem Hannes die Frauen über den Weg gelaufen, mehr als gut war, und so ist es gekommen, daß er als Stimmungssänger im „Hippodrom" angestellt ist, und die Anita ist seine Chefin und nebenher auch noch etwas anderes. Trotz aller Geschichten ist der Hannes noch groß in Form, er füllt das Haus, und es gibt kein Seemannslied, das er nicht In Stimmung umsetzt Die von der „Padua" und Hannes hatten gerade Wiedersehen gefeiert, als Hannes abgerufen wurde. Sein Bruder Jan lag im Krankenhaus im Sterben, und nun stand Hannes vor seinem Bett und übernahm, ehe er es recht begriff, die Sorge um ein Mädel, das der Jan sitzen gelassen hatte. Er reiste also in die süddeutsche Kleinstadt, und die Sache endete damit, daß Gisa mit Hannes nach Hamburg fuhr. Sie wohnte in seiner Behausung am Pinnasberg, natürlich nicht mit in seinem Schlafzimmer, denn Hannes sah in ihr noch immer die Geliebte des verstorbenen Bruders, und schließlich braucht ja jedes Ding seine Zeit. Es wäre vielleicht besser gewesen, wenn er gleich zugegriffen hätte. So aber lernte die Gisa einen jungen Werftarbeiter kennen, den Willem, und zwischen den beiden so etwas wie eine Liebe auf den ersten Blick. Gisa kam in der Nacht, in der sich Hannes mit ihr verloben wollte, nicht heim. Sie hatte sich für immer mit Willem zusammengetan und war selig dabei. Jens und Fiete, die ihren Hannes gern wieder auf der „Padua" gehabt hätten, halfen jetzt ein wenig nach, und so kam Hannes sozusagen im Handumdrehen dazu, wieder ein Seemann zu werden. Er nahm Abschied und gab ein Erlebnis im Herzen, das ihm viel zu schaffen gemacht hatte -- seinem Leben wieder einen anderen Kurs.


Hintergrund

Die Aktenkundige belegte Geschichte des Films beginnt am 18. März 1943 mit der Genehmigung des Drehbuchs „Die große Freiheit“. Die erste detaillierte Produktionsplanung enthält bereits die komplette künstlerische und technische Besetzung und ist in den sonstigen Angaben so exakt, daß sie in dieser Zeit fast ein Politikum darstellt. Ihre Existenz wurde jedoch durch die Dauer des Krieges immer stärker von den Ressorts bedroht, die ebenfalls die kriegswichtigen Rohstoffe benötigen, die zur Herstellung des Materials Verwendung fanden. Tatkräftige Unterstützung durch Goebbels erhielt das Projekt „Große Freiheit“ auch, als es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem Reichsbeauftragten für die deutsche Filmwirtschaft, Dr. Max Winkler und Hans Albers um dessen astronomische Gage von 406000 RM kam. Die Dreharbeiten begannen am 5. Mai 1943 im UFA-Stadt Babelsberg und wurden ab Mitte Juli in den Ateliers der UFA im Tempelhof fortgesetzt. Noch bevor die in Aufnahmen abgedreht werden konnten zerstörten Bomben das Filmstudio. Bauten mussten in Prag noch einmal errichtet werden. Der bisherige Titel „Die große Freiheit“ wurde ab Juli 1943 abgeändert in „Auf der großen Freiheit“. Aber auch dieser Titel blieb nicht lange. Nach kurzer Zeit erschien in der Fachpresse die Meldung, daß der Film nunmehr „Große Freiheit Nr. 7“ heiße. Unterdessen werden die Aufnahmen in der Umgebung von Prag fortgesetzt. Schließlich ab Mitte Oktober zog man nach Hamburg, um die Hafenstraßen aufzunehmen. Die Herstellung des Films hatte bereits unter kriegsbedingten Schwierigkeiten gelitten. Jetzt aber, im stark zerbombten Hamburg, mussten Regie und Kamera ein besonderes Geschick entwickeln, um den Zuschauer eine unterstellte Hafenstadt vorzuführen. Die letzte Klappe fiel Anfang November 1943. Die Fertigherstellung verzögerte sich, und damit wurde der Termin der Ablieferung in etwa 14-tägigen Rhythmus vom ursprünglich geplanten 1. November 1943 bis zum 1. August 1944 verschoben. Am 15. August schließlich wird der Film als „abgeliefert“ gemeldet. Noch vor der Freigabe entbrannte Anfang September ein heftiger Streit um den Ort der Uraufführung. Hans Albers hatte die Premiere für Königsberg versprochen. Gleichzeitig forderte der Gauleiter Albert Forster, daß der Film in Danzig uraufgeführt werden soll. Die Reichsfilmintendant hatte andere Pläne.

„Nach unserer Auffassung muss er aber in Hamburg uraufgeführt werden! Wenn als Folge der Terrorangriffe kein luxusriöser Filmpalast mehr vorhanden ist. Wird er in 5 oder 10 Nottheatern anlaufen, um gerade der vom Terror so hart betroffenen Hamburger Bevölkerung ihren Film zuerst zu zeigen“.

Sie setzte sich durch und versuchte den Gauleiter zu beschwichtigen.

„Der Film wird im übrigen unmittelbar nach dem Anlaufen gleich in einer großen Kopienzahl eingesetzt, so daß auch Danzig diesem Film sehr schnell erhalten wird.“

Die deutsche Erstaufführung des Films fand am 9. September 1945 in einer gekürzten Fassung in den Berliner Westsektoren statt.

Der Film

Filmplakat