Gauleiter

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Die NSDAP teilte Deutschland zum Teil bereits vor 1933 in zunächst 33, später 43 Bezirke, die in Anlehnung an einen Begriff aus der deutschen Frühgeschichte Gaue genannt wurden. Die Gaue entsprachen den damaligen Reichstagswahlkreisen und waren nach 1933 häufig auch Ersatz für die Kreise der Länder. Das partielle Gegenstück zu einem Gau der Partei war im Staatswesen nach 1938 der Reichsgau.

Gauleiter der NSDAP

Inhaltsverzeichnis

Gauleiter

Jedem Gau stand ein Gauleiter zur Verfügung. Nur der Parteirang des Reichsleiters war höher. Gauleiter unterstanden unmittelbar Adolf Hitler bzw. in dessen Auftrag dem Stellvertreter des Führers (→ Stab des Stellvertreters des Führers). Der Gauleiter trug dem Führer gegenüber die Gesamtverantwortung für den ihm anvertrauten Hoheitsbereich. Fast alle Gauleiter waren Mitglied in SA oder SS. Die Gauleiter waren in den meisten Fällen schon vor 1933 in der NSDAP vertreten und Hitler persönlich bekannt und wurden auch deswegen von ihm ernannt. Oft waren sie gleichzeitig Reichsstatthalter oder Oberpräsidenten.

Die Rechte, Pflichten und Zuständigkeiten des Gauleiters ergaben sich vornehmlich aus dem von Adolf Hitler erteilten Auftrag und im übrigen aus den im einzelnen festgelegten Bestimmungen. Dem Gauleiter unterstanden (unter Beibehaltung des Dienstweges) disziplinär sämtliche Politischen Leiter seines Hoheitsbereiches sowie die Parteigenossen als solche, außerdem politisch alle Partei- und Volksgenossen, die in den Gliederungen und angeschlossenen Verbänden der Partei tätig waren.

Dem Gauleiter stand das Recht zu, Politische Leiter seines Hoheitsbereiches mit der Leitung zu beauftragen bzw. zu ernennen, zu beurlauben bzw. abzuberufen. Dies hatte sich im Rahmen der jeweiligen Bestimmungen des Personalamtes der Partei zu vollziehen. Der Gauleiter war für seinen Hoheitsbereich Adolf Hitler gegenüber gesamtverantwortlich für die politische und weltanschauliche Erziehung und Ausrichtung der Politischen Leiter, der Parteigenossen sowie der Bevölkerung.

Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 wurden die Gauleiter zu Reichsverteidigungskommissaren und ab Oktober 1944 auch Verantwortliche für die Aufstellung des Volkssturmes.

Der Stellvertretende Gauleiter

War durch einen unvorhergesehenen Umstand der Gauleiter an der Ausübung seiner Dienstobliegenheit als Gauleiter vollkommen verhindert, so trat der Stellvertretende Gauleiter solange in die gesamten Rechte und Pflichten des Gauleiters ein, bis diesbezüglich die Anordnung Adolf Hitlers oder des Stellvertreters des Führers vorlagen. Das Hauptaufgabengebiet des Stellvertretenden Gauleiters lag in der Entlastung des Gauleiters. Er war die Vertrauensperson des Gauleiters, von dem er seine Aufgaben zugewiesen bekam. Aus diesem Vertrauensverhältnis heraus erwuchsen seine Pflichten und Rechte.

Erledigung und Regelung des laufenden Dienstverkehrs mit den Kreisleitern und Amtsleitern, wie Anfragen, Raterteilung, Anordnung nicht grundsätzlicher Art, Eventuellbegleitung des Gauleiters bei seinen Besuchen und Inspektionsfahrten durch den Gau, eigene, möglichst häufige Fahrten, insbesondere zur Kontrolle der Kreisleitungen und Ämter, Besuch von Ortsgruppenleiter- und Mitgliedsversammlungen usw. oblagen dem Stellvertreter im Auftrag seines Gauleiters. Er sollte über alle Dinge innerhalb des Gaues informiert, über Anordnungen, Entscheidungen und Besprechungen aller Art unterrichtet sein, damit er jederzeit in der Lage war, gegebenenfalls Verhandlung zu führen bzw. ihre Durchführung und Ausführung zu überwachen. Der Stellvertretende Gauleiter war nach dem Gauleiter der erster Hoheitsträger im Gau. Er war demnach im Auftrag des Gauleiters Vorgesetzter der Hoheitsträger, Gauinspekteure, Amtsleiter und aller sonstigen politischen Leiter des Gaues.

Im übrigen beauftragte ihn der Gauleiter von Fall zu Fall mit seiner Vertretung bei besonderen Angelegenheiten. Wie weit der stellvertretende Gauleiter sich rednerisch zu betätigen hatte, bestimmte nach den besonderen Umständen der Gauleiter. Der Stellvertretende Gauleiter sollte voll amtlich ausschließlich im Parteidienst tätig sein. Zu stellvertretenden Gauleitern durften nur solche Parteigenossen zur Ernennung durch Adolf Hitler vorgeschlagen werden, die vorher das Amt eines Ortsgruppen- oder Kreisleiters bzw. eines Zellenleiters bzw. eines Ortsgruppen- oder Kreisamtsleiters und möglichst auch das Amt eines speziell politisch tätigen Gauamtsleiters bekleidet hatten. Speziell politisch tätige Gauamtsleiter im vorstehenden Sinne waren:

  • Gaugeschäftsführer
  • Gaupropagandaleiter
  • Gauschulungsleiter
  • Gauorganisationsleiter
  • Gaupersonalamtsleiter
  • Gauinspekteure

Die dem stellvertretenden Gauleiter erteilten Vollmachten konnten auf Gauamtsleiter nicht weiter übertragen werden. Trat bei einer Gauamtsleitung ein Wechsel in der Person des Gauamtsleiters ein, so konnte der Gauleiter bis zur endgültigen Neubesetzung dieses Amt kurz befristet der unmittelbaren Zuständigkeit des stellvertretenden Gauleiters unterstellen.

Gaue

Kragenspiegel der Reichs- und Gauleiter der NSDAP, jeweils links vor 1939, jeweils rechts nach 1939
Dienststellungszeichen an Kraftfahrzeugen (ab 1938) für Gauleiter
Dienststellungszeichen an Kraftfahrzeugen (ab 1938) für Stellvertreter
Dienststellungszeichen an Kraftfahrzeugen (ab 1938) für Hauptamtsleitung
Die Gaue des Großdeutschen Reiches 1943
Der staatspolitische wichtige Abschnitt der Wiedervereinigung der Ostmark mit dem Reich fand verwaltungsmäßig in der Ernennung von Reichsstatthaltern für die einzelnen Ostmarkgaue seine Krönung. Die zu Reichsstatthaltern der Ostmark ernannten Gauleiter wurden von Adolf Hitler empfangen und leisteten in Gegenwart des Reichministers und Chefs der Reichskanzlei Dr. Lammers den Treueid. Von links: Die Reichsstatthalter und Gauleiter Bürckel (Wien), Eigruber (Oberdonau), Hofer (Tirol), Dr. Rainer (Salzburg) in Uniform der Wehrmacht; Dr. Uiberreither (Steiermark) stand als Soldat im Feld

Baden-Elsaß

Umbenennung von Gau Baden; (sollte Reichsgau werden)

Verwaltungssitz: Karlsruhe, nach 1940 Straßburg
Fläche (km²) Einwohner (1941)
23.350 2.502.023

Gauleiter

Bayreuth

Umbenennung von Gau Bayerische Ostmark genannt durch Zusammenschluß von Gau Oberfranken und Gau Niederbayern-Oberpfalz; letztgenannter erstmal aufgespalten in Gau Niederbayern und Gau Oberpfalz; Zusammenschluß zu Gau Niederbayern-Oberpfalz erfolgte später wieder

Verwaltungssitz: Bayreuth
Fläche (km²) Einwohner (1941)
29.600 2.370.658

Gauleiter

Groß-Berlin

Ursprünglich Gau Berlin-Brandenburg; Gau Brandenburg wurde abgetrennt und Gau Berlin in Gau Groß-Berlin umbenannt

Verwaltungssitz: Berlin
Fläche (km²) Einwohner (1941)
884 4.338.756

Gauleiter

Danzig-Westpreußen

Ehemals Gau Danzig; (Reichsgau)

Verwaltungssitz: Danzig
Fläche (km²) Einwohner (1941)
26.057 2.287.394

Gauleiter

Düsseldorf

Der Gau entstanden 1930, vielleicht aus Teilen vom Gau Ruhr

Verwaltungssitz: Düsseldorf
Fläche (km²) Einwohner (1941)
2.672 2.261.909

Gauleiter

Essen

Verwaltungssitz: Essen
Fläche (km²) Einwohner (1941)
2.825 1.921.326

Gauleiter und Oberpräsident

Franken

Der Gau war ein Zusammenschluß von Gau Nürnberg-Fürth-Erlangen und Gau Mittelfranken

Verwaltungssitz: Nürnberg
Fläche (km²) Einwohner (1941)
2.672 2.261.909

Gauleiter

Halle-Merseburg

Verwaltungssitz: Halle an der Saale
Fläche (km²) Einwohner (1941)
10.202 1.578.292

Gauleiter

Hamburg

Verwaltungssitz: Hamburg
Fläche (km²) Einwohner (1941)
747 1.711.877

Gauleiter

Hessen-Nassau

Der Gau entstanden aus dem Gau Hessen-Nassau-Süd und Gau Hessen-Darmstadt

Verwaltungssitz: Frankfurt am Main
Fläche (km²) Einwohner (1941)
15.030 3.117.266

Gauleiter und Oberpräsident

Kärnten

War ein Reichsgau.

Verwaltungssitz: Klagenfurt
Fläche (km²) Einwohner (1941)
11.554 449.713

Gauleiter

Köln-Aachen

Der Gau wurde vorher zusammen mit Gau Koblenz-Trier (später Beitritt zu Gau Moselland) firmierend als Gau Rheinland-Süd

Verwaltungssitz: Köln
Fläche (km²) Einwohner (1941)
8.162 2.432.095

Gauleiter

Kurhessen

Beitritt von Gau Hessen-Nassau-Nord

Verwaltungssitz: Kassel
Fläche (km²) Einwohner (1941)
9.200 971.887

Gauleiter

Magdeburg-Anhalt

Bildung aus Gau Anhalt und Gau Elbe-Havel

Verwaltungssitz: Dessau
Fläche (km²) Einwohner (1941)
13.910 1.820.416

Gauleiter

Mainfranken

Umbenanntes Gau Unterfranken

Verwaltungssitz: Würzburg
Fläche (km²) Einwohner (1941)
8.432 840.663

Gauleiter

Mark Brandenburg

Vereinigung von Gau Ostmark und Gau Brandenburg zu Gau Kurmark. Umbenennung später in Gau Mark Brandenburg

Verwaltungssitz: Berlin
Fläche (km²) Einwohner (1941)
38.278 3.007.933

Gauleiter

Mecklenburg

Verwaltungssitz: Schwerin
Fläche (km²) Einwohner (1941)
15.722 900.427

Gauleiter

Moselland

Eintritt von Gau Koblenz-Trier 1942

Verwaltungssitz: Koblenz
Fläche (km²) Einwohner (1941)
11.876 1.367.354

Gauleiter

München-Oberbayern

Zusammenschluß von Gau Oberbayern und Gau Groß-München (sogenannter Traditionsgau“)

Verwaltungssitz: München
Fläche (km²) Einwohner (1941)
16.411 1.938.447

Gauleiter

Niederdonau

Vorherige Bezeichnung war Gau Niederösterreich; (Reichsgau)

Verwaltungssitz: Wien

Gauhauptstadt: Krems an der Donau

Fläche (km²) Einwohner (1941)
23.502 1.697.676

Gauleiter

Oberdonau

Vorher Gau Oberösterreich; (Reichsgau)

Verwaltungssitz: Linz
Fläche (km²) Einwohner (1941)
14.216 1.034.871

Gauleiter


Ost-Hannover

(auch: Hannover-Ost), vorheriger Name Gau Lüneburg-Stade

Verwaltungssitz: Buchholz in der Nordheide, ab 1. April 1937 Lüneburg, zuvor Harburg
Fläche (km²) Einwohner (1941)
18.006 1.060.509

Gauleiter

Ostpreußen

Verwaltungssitz: Königsberg (Preußen)
Fläche (km²) Einwohner (1941)
52.731 3.336.777

Gauleiter

Pommern

Verwaltungssitz: Stettin
Fläche (km²) Einwohner (1941)
38.409 2.393.844

Gauleiter

Sachsen

Verwaltungssitz: Dresden
Fläche (km²) Einwohner (1941)
14.995 5.231.739

Gauleiter

Salzburg

Reichsgau Verwaltungssitz: Salzburg

Fläche (km²) Einwohner (1941)
7.153 257.226

Gauleiter

Schlesien

Aufgeteilt 1940 in Gau Oberschlesien und Gau Niederschlesien

Verwaltungssitz:
Fläche (km²) Einwohner (1941)

Gauleiter


Oberschlesien

Abgespalten von Gau Schlesien, genauso wie Gau Niederschlesien

Verwaltungssitz: Kattowitz
Fläche (km²) Einwohner (1941)
20.636 4.341.084

Gauleiter


Niederschlesien

Der Gau wurde abgespalten von Gau Schlesien, genauso wie Gau Oberschlesien

Verwaltungssitz: Breslau
Fläche (km²) Einwohner (1941)
26.985 3.286.539

Gauleiter

Schleswig-Holstein

Verwaltungssitz: Kiel
Fläche (km²) Einwohner (1941)
15.687 1.589.267

Gauleiter

Schwaben

Verwaltungssitz: Augsburg
Fläche (km²) Einwohner (1941)
10.231 946.212

Gauleiter

Steiermark

Reichsgau

Verwaltungssitz: Graz
Fläche (km²) Einwohner (1941)
17.384 1.116.407

Gauleiter

Sudetenland

Bis 1939 Gau Sudetengau; (Reichsgau)

Verwaltungssitz: Reichenberg
Fläche (km²) Einwohner (1941)
17.384 1.116.407

Gauleiter

Süd-Hannover-Braunschweig

Zusammenschluß von Gau Hannover-Süd und Gau Braunschweig

Verwaltungssitz: Hannover
Fläche (km²) Einwohner (1941)
14.553 2.136.961

Gauleiter

Thüringen

Verwaltungssitz: Weimar
Fläche (km²) Einwohner (1941)
15.763 2.446.182

Gauleiter

Tirol-Vorarlberg

Reichsgau

Verwaltungssitz: Innsbruck
Fläche (km²) Einwohner (1941)
13.126 486.400

Gauleiter

Wartheland

Bis 29. Januar 1940 war es Gau Warthegau; (Reichsgau)

Verwaltungssitz: Posen
Fläche (km²) Einwohner (1941)
43.905 4.693.722

Gauleiter

Weser-Ems

Verwaltungssitz: Oldenburg in Oldenburg
Fläche (km²) Einwohner (1941)
15.044 1.839.302

Gauleiter

Westfalen-Nord

Entstanden ist dieser Gau aus Gau Ruhr, welches durch einen Zusammenschluß von Gau Westfalen und Gau Rheinland-Nord entstand; genauso wie Gau Westfalen-Süd

Verwaltungssitz: Münster in Westfalen
Fläche (km²) Einwohner (1941)
14.559 1. 2.822.603

Gauleiter

Westfalen-Süd

Entstanden aus Gau Ruhr, welches durch einen Zusammenschluß von Gau Westfalen und Gau Rheinland-Nord entstand; genauso wie Gau Westfalen-Nord

Verwaltungssitz: Bochum
Fläche (km²) Einwohner (1941)
7.656 2.678.026

Gauleiter

Westmark

Umbenannt aus Gau Saar-Pfalz (auch: Saarpfalz), welcher entstand aus dem Zusammenschluß von Gau Rheinland und Gau Saar(land); (sollte Reichsgau werden)

Verwaltungssitz: Neustadt an der Weinstraße, ab 1940 Saarbrücken
Fläche (km²) Einwohner (1941)
14.713 1.892.240

Gauleiter

Wien

Reichsgau

Verwaltungssitz: Wien
Fläche (km²) Einwohner (1941)
1.216 1.929.976

Gauleiter

Württemberg-Hohenzollern

Verwaltungssitz: Stuttgart
Fläche (km²) Einwohner (1941)
20.657 2.974.373

Gauleiter

Auslandsorganisation NSDAP/AO

Verwaltungssitz: Berlin
Fläche (km²) Einwohner (1941)
20.657 2.974.373

Gauleiter

Flandern

Reichsgau, bestand ab 15. Dezember 1944

Gauleiter

Wallonien

Reichsgau, bestand ab 8. Dezember 1944

Gauleiter

Rangabzeichen der Gauleitung

  • Gauleiter: Hochrote Spiegel mit zweiblättrigem, goldgesticktem Eichenlaub, rote Paspel an Spiegel, Schütze und Kragen, Mützenkordel, Knöpfe und Zweidornschnalle in Gold, Band aus rostbraunem Samt.
  • Stellvertretender Gauleiter: Hochrote Spiegel mit einem Rollläden Eichenblatt, sonst wie zuvor.
  • Hauptamtsleiter: Hochrote Spiegel mit zwei silbernen Gardelitzen, in der Mitte ein silberner Stern mit eingetretenen Hoheitszeichen. Mützenkordel, Knöpfe und Zweidornschmale in Silber. Sonst wie zuvor.
  • Amtsleiter: Hochrote Spiegel mit zwei silbernen Gardelitzen ohne Stern, sonst wie zuvor.
  • Hauptstellensleiter: Hochrote Spiegel mit zwei silbernen Tressenwinkeln, sonst wie zuvor.
  • Stellensleiter: Hochrote Spiegel mit einem silbernen Tressenwinkel, sonst wie zuvor.
  • Mitarbeiter: Hochrote Spiegel mit einem senkrechten silbernen Tressestreifen am inneren Spiegelrand, sonst wie zuvor.

Siehe auch

Verweise

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