Hahn, Harry

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Harry Hahn (1906–1932)

Harry Hahn (Lebensrune.png 25. Mai 1906 in Görlitz; Todesrune.png 10. April 1932 in Hamburg) war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen die Weimarer Republik und ein Blutzeuge der nationalsozialistischen Bewegung.

Leben

Am 10. April 1932 war in Hamburg Wahltag. Die SA-Männer vom Lehrsturm des Sturmbannes III der 76. SA-Standarte, Harry Hahn und Heinz Brands, hatten Befehl, sich im Sturmlokal „Klaß“ einzufinden. Gemeinsam mit weiteren Kameraden gingen sie gegen 17 Uhr im Hamburger Stadtteil Borgfelde den Ausschläger Weg entlang. Da tauchte aus der Eiffestraße ein etwa vierzig Mann starker Trupp politischer Gegner auf und verstellte den Nationalsozialisten den Weg. Der Zug auf Fahrrädern und zu Fuß setzte sich aus Kommunisten und Angehörigen des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold zusammen. Augenblicke später stürzten sich die ersten Kommunisten mit Fäusten, Knüppeln und Messern auf die einzelnen Männer. Schüsse peitschten durch das Kampfgetümmel. Die Kameraden hetzten aus dem NS-Verkehrslokal an der Ecke Wendenstraße und Ausschläger Weg, um ihren blutenden Kameraden Hilfe zu leisten. Der 25jährige Harry Hahn brach getroffen zusammen und war sofort tot. Heinz Brands erlag einige Stunden später im Krankenhaus einer Schußwunde. Wenig später stellte die Polizei weitere Waffen, Munition und Unterlagen des verbotenen Rotfrontkämpferbundes sicher. Eine Bewaffnung der Nationalsozialisten wurde hingegen – auch auf direktes Befragen des Richters hin – weder von unbeteiligten Zeugen, noch von den im Prozeß angeklagten Kommunisten behauptet.

Über die Leichenöffnung im Hamburger Hafenkrankenhaus berichteten während des sogenannten „Feddersen-Prozesses“ im Oktober 1932 die „Hamburger Nachrichten“:

„Beide sind durch Bruststeckschüsse, Hahn von hinten und Brandt [Brands] von vorne, durch Herz- bzw. Lungenschüsse getötet worden. Bei dem ersteren ist anzunehmen, daß er sich auf der Flucht befand, als ihn die Kugel durchbohrte. Beide Kugeln haben den Körper durchschlagen und hatten das gleiche Kaliber 6,35.“

Angeblich beobachteten mehrere Polizeibeamte die Geschehnisse und entfernten sich ohne einzugreifen. Drei Tage später verhaftete die Polizei sechs Kommunisten. Das hinderte die linksgerichtete „Hamburger Volkszeitung“ jedoch nicht daran, erneut die häufig bemühte Behauptung aufzustellen, die Männer seien von den eigenen Kameraden erschossen worden. Die Gerichtsverhandlung gegen zwölf Angeklagte fand im Oktober 1932 statt.

Harry Hahn starb sechsundzwanzigjährig. Kurz vor seinem Tod wurde seine kleine Tochter geboren. Seine Frau nahm sich wenige Monate später vor Verzweiflung das Leben. Das Kind kam ins Waisenhaus.

In Hamburg-Horn wurde am 6. März 1934 eine Straße nach ihm benannt. Auch der SA-Sturm 24/76 trug den Ehrennamen „Harry Hahn“. Das vormalige Hamburger Alsterschiff „Wischbek“ trug seinen Namen, das 1943 im Harburger Hafen durch Bombentreffer zerstört wurde.

Literatur

Verweise