Eulenberg, Herbert

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Herbert Eulenberg
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Herbert Eulenberg (Lebensrune.png 25. Januar 1876 in Mülheim am Rhein; Todesrune.png 4. September 1949 in Düsseldorf-Kaiserswerth) war ein deutscher Schriftsteller. Er war ein Unterzeichner des Aufrufs an die Kulturwelt am Beginn des Ersten Weltkrieges gegen Deutschland.

Leben

Nach dem juristischen Studium wurde er Bühnendichter. Vor allem das 1912 mit dem Schillerpreis ausgezeichnete Schauspiel „Belinde“ gehört zu seinen literar- und zeitgeschichtlich bedeutendsten Werken. Mit seinem Buch „Die Hohenzollern“ (1927), das eine Vielzahl von Lügen und Diffamierungen beinhaltete, rief er starken Unwillen hervor. In einem Prozeß, den der Reichstagsabgeordnete Elard von Oldenburg-Januschau gegen ihn angestrengt hatte, wurde Eulenberg rechtskräftig verurteilt, blieb aber infolge einer Amnestie straflos. Im Laufe seines Schaffens entpuppte er sich mehr und mehr als Gesinnungsjude, so daß seine Werke während der Zeit des Nationalsozialismus untragbar wurden. Dennoch war es ihm natürlich gestattet, auch weiterhin zu publizieren. So erschienen z.B. die Werke „Deutsche Geister und Meister“ 1934, „Selbstbildnis zu meinem 60. Geburtstag“ 1936, „Gio Gino“ 1941, „Glaube, Liebe, Hoffnung“ 1942 und „Nachsommer“ 1942.

Mit dem Völkerringen während des Zweiten Weltkrieges gegen Deutschland konnte er nichts anfangen. Er lebte in einer Traumwelt, in der ihm alle Menschen gut erschienenen und nur diejenigen böse, die dieses, sein Weltbild, in Frage zu stellen wagten. Für sein Werk erntete er bis 1945 freundliche Anerkennung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland war er dann auch seiner Gesinnung gemäß ständiger Mitarbeiter der kommunistischen Zeitschriften „Aufbau“ und „Die Weltbühne“. 1948 erhielt er für seine Biographie über den jüdischen Dichter Heinrich Heine den „Heinrich-Heine-Preis“ der Hamburger „Heinrich-Heine-Gesellschaft“. 1949 erhielt er noch kurz vor seinem Tod den „Nationalpreis der DDR“.

Schriften (Auswahl)

  • Belinde. Ein Liebesstück in fünf Aufzügen (PDF-Datei)
  • Alles um Geld. Ein Stück (PDF-Datei)
  • Dogenglück. Eine Tragödie in fünf Aufzügen (PDF-Datei)
  • Zeitwende. Ein Schauspiel in fünf Akten (PDF-Datei)
  • Ernste Schwänke; vier Einakter (PDF-Datei)
  • Die Nachtseite; drei Aufzüge (PDF-Datei)
  • Der Morgen nach Kunersdorf: Ein vaterländisches Stückchen (PDF-Datei)
  • Ikarus und Daedalus; ein Oratorium (PDF-Datei)
  • Neue Bilder (PDF-Datei)
  • Schattenbilder. Eine Fibel für Kulturbedürftige in Deutschland (PDF-Datei)
  • Der Guckkasten: Deutsche Schauspielbilder (PDF-Datei)

Literatur