Heubl, Franz

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Franz Heubl (Lebensrune.png 19. März 1924 in München; Todesrune.png 21. Dezember 2001 ebenda) war ein deutscher Jurist und Politiker. Er war Mitbegründer der BRD-Blockpartei CSU.

Leben und Wirken

Nach dem Abitur nahm Heubl ab 1943 als Pionier der Gebirgsjäger am Zweiten Weltkrieg teil. 1945 gehörte er zu den Mitgründern der CSU und war von 1947 bis 1952 Mitglied im Landesvorstand der Jungen Union. Von 1946 bis 1950 studierte Heubl Rechts- und Staatswissenschaften in München, wo er auch promovierte.

Er war Mitglied im Parteivorstand und 1948 Sekretär des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee, der Vorbereitungen für das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland erarbeitete. 1949 war er Sekretär beim Parlamentarischen Rat in Bonn und war Vorsitzender des CSU-Bezirksverbandes München.

Von 1950 bis 1960 war Heubl Beamter im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, zuletzt als Regierungsdirektor. Er agierte drei Jahre als Stadtrat, um anschließend von 1953 bis 1990 dem bayerischen Landtag anzugehören. Von 1958 bis 1962 führte er die CSU-Landtagsfraktion an und war von 1962 bis 1978 Bayerischer Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigter des Freistaates Bayern beim Bund. Von 1978 bis 1990 war er Präsident des Bayerischen Landtags. Trotz einer starken Antipathie von Franz Josef Strauß ihm gegenüber[1][2] konnte Heubl seine Politkarriere innerhalb der CSU stets fortsetzen und verstarb 2001 in seiner Heimatstadt.[3][4]

Ehrungen und Auszeichnungen

  • Bayerischer Verdienstorden
  • Großes Goldenes Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich
  • Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • Mitglied der Ehrenlegion
  • Silvesterorden
  • Verdienstorden der Italienischen Republik

Verweise

Fußnoten

  1. Bodenlos faul und zu allem fähig, Der Spiegel, 5. Juli 1976
  2. Wir kennen ihn ja, Der Spiegel, 5. Juli 1976
  3. Die CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bayerischen Landtag, Hanns-Seidel-Stiftung
  4. Verstorben: Franz Heubl, Der Spiegel, 29. Dezember 2001