Huber, Ernst Rudolf

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Ernst Rudolf Huber (Lebensrune.png 8. Juni 1903 in Idar-Oberstein; Todesrune.png 28. Oktober 1990 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Staatsrechtler und führender Verfassungsrechtler im Dritten Reich.

Leben und Wirken

Rudolf stammte aus einer Kaufmannsfamilie und studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaften. Er promovierte als Schüler von Carl Schmitt an der Universität Bonn zum Dr. jur. . 1933 wurde er Ordinarius in Köln, 1937 in Leipzig. Ab 1941 bis Kriegsende lehrte an der Reichsuniversität Straßburg. Mit mehreren Schriften profilierte sich Huber als führender Verfassungsrechtler und Rechtsgeschichtslehrer, wobei er den Führergrundsatz aus der deutschen Rechtsgeschichte als folgerichtig ableitete. Er war Herausgeber der “Zeitschrift für die gesamten Staatswissenschaften”. Die „Befreier“ setzen seine Schriften auf die Verbotsliste; er erhielt Lehrverbot. In der BRD wirkte er erneut als Professor in Freiburg und Göttingen und brachte in 7 Bänden die “Deutsche Verfassungsgeschichte” heraus[1].

Schriften (Auswahl)

  • Wirtschaftsverwaltungsrecht : Institutionen des öffentlichen Arbeits- u. Unternehmensrechts, Tübingen 1932
  • Die Gestalt des deutschen Sozialismus, Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1934
  • Neue Grundbegriffe des hoheitlichen Rechts. Junker & Dünnhaupt, Berlin 1935
  • Wesen und Inhalt der politischen Verfassung. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1935 Gesamttitel: Der deutsche Staat der Gegenwart, H. 16
  • Verfassung. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1937
  • Staat u. Wirtschaft. Industrieverlag Verlag Spaeth & Linde, Berlin 1938. Gesamttitel: Grundlagen, Aufbau und Wirtschaftsordnung des national-sozialistischen Staates, Beitrag 19
  • Friedrich Christoph Dahlmann und die deutsche Verfassungsbewegung. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1937
  • Heer und Staat in der deutschen Geschichte, Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1938, 2. Auflage 1943
  • Verfassungsrecht des Großdeutschen Reiches, 2. Auflage Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1939 (erweiterte Erstauflage)
  • Der Volksgedanke in der Revolution von 1848. Deutscher Rechtsverlag, Berlin 1940
  • Rechtliche Gestaltung des öffentlichen Amtes und rechtliche Gestaltung des privaten Anstellungsverhältnisses : Relazione presentata al 1. Convegno in Roma, l' 2 giugno 1938 XVII. Hrsg Comitato Giuridico-Italo Germanico, Rom 1939. Aus: Atti Ufficiali del Convegno
  • Der Kampf um die Führung im Weltkrieg. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1941
  • Die verfassungsrechtliche Stellung des Beamtentums. Weicher Verlag, Berlin 1941
  • Aufstieg und Entfaltung des deutschen Volksbewusstseins. Hünenburg-Verlag, Strassburg 1942
  • Bau und Gefüge des Reiches. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1941
  • Idee und Ordnung des Reiches: Teil: 2. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1943
  • Wirtschaftsverwaltungsrecht, Tübingen, 2 Bände
  • Zur Problematik des Kulturstaats. Tübingen 1958 Gesamttitel: Recht und Staat in Geschichte und Gegenwart, H. 212
  • Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789, 8 Bände, Stuttgart 1957–1991
    • Band I: Reform und Restauration 1789 bis 1830, 2. Aufl., Stuttgart 1990, ISBN 3170025015
    • Band II: Der Kampf um Einheit und Freiheit 1830 bis 1850, 3. Aufl., Stuttgart 1988, ISBN 3170097415
    • Band III: Bismarck und das Reich, 3. Aufl., Stuttgart 1988, ISBN 3170100998
    • Band IV: Struktur und Krisen des Kaiserreichs, 2. Aufl., Stuttgart 1982, ISBN 3170074717
    • Band V: Weltkrieg, Revolution und Reichserneuerung: 1914–1919, Stuttgart 1978, ISBN 3170010557
    • Band VI: Die Weimarer Reichsverfassung, Stuttgart 1981, ISBN 3170010565
    • Band VII: Ausbau, Schutz und Untergang der Weimarer Republik, Stuttgart 1984, ISBN 3170083783
    • Band VIII: Registerband, Stuttgart 1990, ISBN 3170108352

Fußnoten