Klinke, Carl

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Carl Klinke (geb. 15. Juni 1840 bei Bohsdorf/Niederlausitz; gest. 18. April 1864 bei Düppel) war ein deutscher Soldat bei den preußischen Pionieren.

Klinke wurde im Deutschen Kaiserreich zur Legende, da er im Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 während der Schlacht um die Düppeler Schanzen eine Bresche in die Palisade der Schanze II sprengte und dabei ausgerufen haben soll: „Ick bin Klinke. Ick öffne dit Tor“. Klinke fiel bei diesem Unternehmen aufgrund der schweren Verletzungen, die er durch die Explosion erlitten hatte. Er wurde auf dem Kirchhofsfriedhof in Broacker (Dänemark) mit weiteren sieben gefallenen Brandenburgern bestattet. Ihm zu Ehren wurden später 7 Gedenktafeln bzw. Denkmäler errichtet sowie 11 Gedichte und Lieder gewidmet, darunter eines von Theodor Fontane. In der BRD wurde in der Nachkriegszeit das größte dieser Denkmäler im Lübecker Ortsteil Vorwerk seiner Insignien beraubt. Der große Betonsockel mit Muschelkalkverblendung wurde dann in den 1970er Jahren abgerissen.

Der seinerzeit als Kriegsberichterstatter eingesetzte Fontane berichtete über die Tat Klinkes:

Unter dem Schutze dieses Feuers (auf Schanze II) stieg der Ingenieurlieutenant Diener mit einigen Pionieren in den Graben, ließ einen Pulversack an der Palisadenwand legen, welche das Vordringen hinderte, und eine Öffnung in dieselbe sprengen. Den Pionier Klinke, welcher den Pulversack anlegte, verbrannte die Explosion in solcher Weise, daß er einige Zeit nach der Tat, bei der gesprengten Lücke liegend, seinen Geist aufgab. Diese Tat entschied über das Schicksal der Schanze.[1]

Verweise

Fußnoten

  1. In: Der Schleswig-Holsteinsche Krieg im Jahre 1864. S. 201. Berlin 1866