Klofac, Vaclav

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Vaclaw Klofatsch.jpg

Vaclav Klofac, auch Klofatsch oder Klofáč (Lebensrune.png 21. September 1868 in Deutschbrod; Todesrune.png 10. Juli 1942 in Dobschikau bei Hohenmauth) war ein deutschfeindlicher Tscheche, Freimaurer und Journalist. Er war Mitglied im österreichischen Reichsrat.

Wirken

1897 gründete er in Prag die „Národní sociálni strana“ (National-Soziale Partei) deren Vorsitzender er auch war. Im Februar 1915 gründeten Kramarsch, Rasin, Scheiner, Soukup und Klofac den Geheimausschuß „Tajny vybor“. Zum Vorsitzenden wurde Premisl Samal berufen. Alle waren Anhänger der tschechischen National-Sozialen Partei und wurden nach Bekanntwerden im Oktober vor Gericht gestellt und nach dem herrschenden Kriegsrecht zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde nicht vollstreckt. Kaiser Karl I. begnadigte alle Verurteilten im Jahre 1917.

„Wozu der jungtschechische Abgeordnete Karel Baxa seine Landsleute 1897 aufforderte, nämlich zur Säuberung vom Deutschtum im privaten wie im öffentlichen Leben, ist seitdem vielfach wiederholt worden, so 1908 von dem Reichsratsabgeordneten Vaclav Klofac oder von Antonin Basta kurz vor dem Ersten Weltkrieg 1911. Um eine möglichst weitgehende tschechische Eigenstaatlichkeit zu erreichen, schlug der führende jungtschechische Politiker Julius Gregr für den Fall, dass die Idee des historischen Staatsrechts sich nicht durchsetzen ließe, die Abtretung von deutsch besiedelten Gebieten vor, die jenseits der Kammlinie des sudetischen Gebirgssystems lagen. Ziel dieses Plans, der noch 1918 in den Überlegungen von T. G. Masaryk auftaucht, war weniger das Bekenntnis zur nationalen Selbstbestimmung aller Nationen, sondern das Bestreben, durch eine Gebietsabtretung die Zahl der Deutschen in Böhmen zu verringern [...]“[1]

Klofatsch war verantwortlich für Hanus Kuffners Europakarte, der nach dem Sieg der Alliierten dem deutschen Volk alles in allem nur eine Reservation im Dreieck HamburgThüringenEmden zubilligte.[2] Darüber hinaus gehörte er zu den Drahtziehern des Attentates von Sarajewo.

„Im Mai 1914 wurde der Freimaurer Klofatsch mit einer von dem aus der Tschechei [gemeint ist Böhmen, eine ‚Tschechei‘ gab es damals nicht] stammenden österreichischen Offizier Bruder Hanusch Kuffner angefertigten Kriegszielkarte bei diplomatischen Vertretungen vorstellig. Er händigte das Dokument dem russischen Gesandten in Wien aus, eine Kopie ließ er dem russischen Konsul in Prag zukommen, der es sofort dem Außenminister Sasanow nach Petersburg sandte. Bedeutsam ist diese Karte nicht zuletzt deswegen, weil sie Serbien sehr genau in den Grenzen des späteren Jugoslawien zeigt. Dies ist ein Indiz, daß mit Belgrad bereits zu diesem Zeitpunkt über das geplante Attentat verhandelt worden war. Dieselbe Karte wurde im Juni 1917 während des großen Freimaurerkongresses, der auch die Statuten des zu gründenden Völkerbundes beriet, den kriegführenden Hochgradbrüdern und Bruder Wilson übermittelt.“[3]

Erst im Jahre 1923 wurde bekannt, daß der Führer der tschechischen National-Sozialen Partei Vaclav Klofac Autor des Pamphlets war, wie die Zeitung „Cesko slovo“ berichtete.[4]


Klofac war neben Kramarsch Vizepräsident des Tschechoslowakischen Nationalausschusses und erster Verteidigungsminister des Kunststaates Tschecho-Slowakei.


Fußnoten

  1. Horst Kuss: Odsun – Der Weg zur Vertreibung der Sudetendeutschen
  2. vgl.: Karl Vietz: Verrat an Europa – Ein Rotbuch über die Bolschewisierung der Tschecho-Slowakei (1938) (PDF-Datei)
  3. Wolfgang Eggert: Israels Geheimvatikan, S. 292, Fußnote 653 (Band 1 als Netzbuch)
  4. vgl.: Ringelberg 12, zur Geschichte unserer Heimat