Verbrechen der Wehrmacht

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„Wahre das Ansehen der Deutschen Wehrmacht!“

Verbrechen durch einzelne Wehrmachtssoldaten, wie Vergewaltigungen, Plünderungen und Zerstörungen von Wohnhäusern, zivilen Gebäuden und Kirchen, waren nach Wehrmachtsstrafrecht strafbar und wurden entsprechend verfolgt. Kriegsverbrechen waren die Ausnahme, so erklärte Bundeskanzler Konrad Adenauer am 5. April 1951 im BRD-Bundestag[1]: „Der Prozentsatz derjenigen, die wirklich schuldig sind, ist so außerordentlich gering und so außerordentlich klein, daß damit der Ehre der früheren deutschen Wehrmacht kein Abbruch geschieht.“ Auf der anderen Seite gab es, insbesondere nach Kriegsende Verbrechen an der Wehrmacht, die im Sinne der gegenwärtigen politischen Korrektheit verschwiegen werden.

Vorschriften

Die Wehrmacht drängte auf Einhaltung der Vorschrift. So heißt es z. B. in der Tornisterschrift des Oberkommandos der Wehrmacht von 1940/41 / Heft 16 „Deutsche Haltung vor Fremden“, die an die Soldaten ausgegeben wurde:

„Wohl sollst du an dich selbst in der Fremde den gleichen Maßstab ansetzen, mit dem du daheim gemessen werden willst, du sollst dir in der Fremde nichts herausnehmen, was du dir daheim unter den prüfenden Blicken deiner Volksgenossen, von deren Achtung du abhängst, versagen müßtest. Denn die Fremde ist nicht der Ort, wo du dich, weil man dich dort nicht kennt, gehen lassen kannt, im Gegenteil, nirgends mußt du dich so zusammennehmen wie in einem fremden Land. (S. 1)
In der Fremde sollst du nicht das Eigene suchen, du sollst dir dort ein gerechtes Bild von dem andern Volk, von dem andern Land machen. (S. 3)
Man zeugt aber nicht für ein Land, indem man überlaut ist und Krach schlägt, indem man beweisen will, wie gut gelaunt man ist oder indem man sich überheblich, ja herausfordernd benimmt, sondern indem man so auftritt, wie dies dem Angehörigen eines großen Volkes angemessen ist. (S. 6)
Wenn du dich als Soldat in einem fremden Lande schlecht benimmst, so wird die Schande nicht nur auf dein Volk, sondern auch auf dessen Wehrmacht fallen. Glaube nun ja nicht, daß du so klein und die Wehrmacht so groß ist, daß es nicht gerade auf dein Benehmen allein ankommt. Glaube ja nicht, daß das schlechte Verhalten eines Einzelnen innerhalb eines so großen Rahmens keine Rolle spielen kann. (S. 7)
Und welches Recht zur unvermeidlichen Härte willst du in Anspruch nehmen, wenn du dich selbst gehen läßt? Wie willst du dir ein klares Urteil, wie willst du dir das richtige Auftreten bewahren, wenn du beim Trunke die Herrschaft über dich verlierst? Vielen von euch ist in diesem Kriege Gelegenheit gegeben, mehr Verantwortung zu übernehmen, als ihnen sonst in einem friedlichen Leben jemals zugefallen wäre. Ihr werdet euch dieser Verantwortung würdig zu erweisen haben. Daß ihr tapfer im Kampfe seid, das wissen wir. Daß ihr es nun auch noch alle erlernen möget, tapfer, diszipliniert und mäßig zu sein, wenn ihr nicht in Reih und Glied steht, das hoffen wir um der Zukunft unseres Volkes willen.“ (S. 28)

Galerie

Zitate

  • „Ob wir in Afrika, in Italien oder in Frankreich auf die deutsche Wehrmacht stießen, immer fanden wir in ihr einen anständigen Gegner. Der deutsche Soldat hat unter Verhältnissen von unvorstellbarer Grausamkeit seiner Gegner ein großes Maß an Zurückhaltung und Disziplin an den Tag gelegt. Was mich betrifft, so bin ich froh darüber. Wenn Europa überhaupt zu verteidigen sein soll, so müssen diese anständigen Soldaten unsere Kameraden werden.“ – Reginald T. Paget, britischer Journalist
  • „Inzwischen habe ich eingesehen, daß meine damalige Beurteilung der Haltung des deutschen Offizierskorps und der Wehrmacht nicht den Tatsachen entspricht, und ich stehe daher nicht an, mich wegen meiner damaligen Auffassung zu entschuldigen. Der deutsche Soldat hat für seine Heimat tapfer und anständig gekämpft. Ich für meinen Teil glaube nicht, daß der deutsche Soldat als solcher seine Ehre verloren hat. Die Tatsache, daß gewisse Individuen im Kriege unehrenhafte und verächtliche Handlungen begangen haben, fällt auf die betreffenden Individuen selbst zurück und nicht auf die große Mehrheit der deutschen Soldaten und Offiziere.“Dwight D. Eisenhower, ehemaliger Präsident der VSA

Sonstiges

Die Trägerschaft der BRD-Ausstellung „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“ wurde ab 1. August 1999 von einem Verein übernommen. Die prominenten Kuratoriumsmitglieder waren Ignatz Bubis, Burkhard Hirsch, Hans Koschnick, Margarete Mitscherlich-Nielsen, Hans-Jochen Vogel und Franz Vranitzky. Mit Hilfe eines Beirates von 22 Historikern sollte die Ausstellung ständig dem sog. Forschungsstand angepaßt werden.

Siehe auch

Literatur

  • Bruno Brehm: Deutsche Haltung vor Fremden - Ein Kameradenwort an unsere Soldaten (1941) (Mit zip gepackte PDF-Datei)
  • Birgit Beck: Wehrmacht und sexuelle Gewalt. Sexualverbrechen vor deutschen Militärgerichten 1939-1945. Ferdinand Schöningh, Paderborn u. a.
  • Franz W. Seidler: Verbrechen an der Wehrmacht:
    • Bd.1, Kriegsgreuel der Roten Armee 1941/42, Verlag: Pour le Merite, ISBN 978-3932381034 (HTML-Version)
    • Bd.2, Die Rote Armee mordet weiter, Verlag: Pour le Merite, ISBN 978-3932381058
  • Franz W. Seidler: Die Wehrmacht im Partisanenkrieg, Militärische und völkerrechtliche Darlegungen zur Kriegführung im Osten (Klappentext)
  • Franz W. Seidler (Hg.): Verbrechen an der Wehrmacht, Kriegsgreuel der Roten Armee 1941/42 (Klappentext)
  • Erich Schwinge: Verfälschung und Wahrheit, Das Bild der Wehrmachtsgerichtsbarkeit (Klappentext)

Verweise

Geiselerschießungen

Fußnoten

  1. 5. April 1951: Rede des Bundeskanzlers in der 130. Sitzung des Deutschen Bundestages zur Stellung der früheren Berufssoldatenkonrad-adenauer.de, 5. April 1951:

    „Aber der Prozentsatz derjenigen, die wirklich schuldig sind, ist so außerordentlich gering und so außerordentlich klein,...“

  2. 2,0 2,1 historisches-tonarchiv.de: "Stalingrad - Bilder einer erbitterten Schlacht"