Kunst

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Kunst in Vollendung: Das Logo der Metapedia zeigt einen Ausschnitt der Skulptur Jünglingsgestalt von Arno Breker[1]

Als Kunst (aus mhd., ahd.: ursprünglich als substantiviertes Verb zu können[2]; bezeichnete zudem, wie kunnen, zuerst ein Wissen[3]) werden im ganz allgemein gehaltenen Sinne zunächst alle durch die Reflexion, vom Menschen (Künstler) geschaffenen Werke bezeichnet, welche somit im Gegensatz zu den „natürlichen Werken“, d. h. zu den nicht durch den Menschen beeinflußten Erzeugnissen der unbewußten Natur, stehen. Hierbei ist jedoch keine eindeutige Grenzlinie vorhanden.

Im engeren Sinn ist Kunst jedes erzeugte Werk, welches den (dafür empfänglichen) Rezipienten auf eigentümliche Weise erhebt, dadurch, daß dieser durch jenes die dargestellte Sache objektiv, und somit mehr ihrem inneren Wesen nach, erkennen bzw. betrachten kann; was ihn von dem gewöhnlichen Alltagstreiben und -denken (wenigstens für einen Moment) erhebt. Die Kunst setzt daher jedesmal eine spezifische Veranlagung (Talent, Genie) und deren durch Übung zur vollen Beherrschung des Gehalts gelangte Entwicklung voraus; die Veranlagung bedingt hierbei zunächst die intuitive, dann auch (durch Reflexion) die theoretische, die Übung die technische Kenntnis, und die Ausübung selbst die Technik der Kunst aus.

Begriff und Entwicklung

Im höheren Sinne steht der Begriff Kunst oder die schönen Künste für die Architektur, Bildhauerei, Malerei (Bildende Künste), die Darstellenden Künste Theater, Tanz und Film sowie für die Musik.

Entwickelt hat sich die Kunst aus dem kindlichen Nachahmungs- und Spieltrieb, indem sie Ernst in das Spiel bringt. Sie kann nur da entstehen, wo nach Befriedigung der elementaren Lebensbedürfnisse noch genügend geistige und physische Kraft zu ihrer Ausübung übrig bleibt. Eine große Rolle spielt in der eigentlichen Kunst die Technik, da zwischen künstlerischer Anschauung und künstlerischem Gestalten zunächst noch eine weite Kluft existiert.

Zitate

Dr. Goebbels über die Kunst
  • „Der aristokratische Charakter aller Kunst, den man von jeher erkannt hat, ist also tief begründet und er läßt sich noch von verschiedenen anderen Seiten rechtfertigen. Schon weil die Kunst höheren Interessen der Menschheit dient und diese stets nur einer Minderheit der Menschen ernstlich am Herzen liegen, ist sie aristokratisch.“Julius Langbehn: „Rembrandt als Erzieher“
  • „Kunst ist die Spiegelung der Natur in einer Menschenseele.“Fritz Mackensen
  • Allerdings ist in der Kunst und Poesie die Persönlichkeit alles; allein doch hat es unter den Kritikern und Kunstrichtern der neuesten Zeit schwache Personnagen gegeben, die dieses nicht zugestehen und die eine große Persönlichkeit, bei einem Werke der Poesie oder Kunst, nur als eine Art von geringer Zugabe wollten betrachtet wissen.“ — Goethe[5]
  • Ist Kunst nicht überwiegend ein Produkt, das von Menschen gemacht ist, die über ein beschädigtes, völlig übersteigertes Ego, eine beschädigte Psyche, ein fast schon groteskes Selbstbild verfügen? Ja, muss man nicht sogar mächtig einen an der Mütze haben, um so drauf zu sein, Wildfremden sein Zeug zuzumuten? Und ist dieser ungesund starke Drang nach Zuspruch, Beantwortung, Bestätigung, der als kreative Triebfeder dient, im Privatleben so zu zähmen, dass er den moralischen Ansprüchen von uns Normalbürgern genügt? Kann ich das Aufbrausende in der Kunst lieben, obwohl ich es im Privatleben meines Helden verabscheue? [...] Wollen wir nur Kunst von moralisch einwandfreien, ja, ›guten‹ Menschen konsumieren, werden wir vermutlich für lange Zeit DJ Bobo und Rolf Zuckowski hören müssen. Und Walt Disney-Filme sind auch gestrichen. So viel Konsequenz muss sein. Kunst hat keinerlei Verpflichtung. Kunst verlangt vom Schaffenden weder Führungszeugnis noch Wesenstest. Sie lebt von der Perspektive, der Interpretation des Publikums. Und das ist gut so. Ob ich mich als Betrachter aber noch auf das Werk einlassen kann, das kann kein Gericht der Welt entscheiden.“ — Micky Beisenherz (zur Prozeßlawine 2017/18 gegen Schauspieler, Filmregisseure u. a. wegen Sittlichkeitsdelikten)[6]

Siehe auch

Literatur

  • Hermann Knackfuss: Deutsche Kunstgeschichte (1888) (PDF-Dateien: Band 1, Band 2)
  • Ludwig von Sybel: Weltgeschichte der Kunst bis zur Erbauung der Sophienkirche (1888) (PDF-Datei)
  • Arthur Schopenhauer: Über das innere Wesen der Kunst. In: Die Welt als Wille und Vorstellung II, Zweiter Teilband, Kapitel 34 (S. 479 in der Ausgabe Diogenes 1977 ISBN 3 257 20424 8)
  • Ottmar Rutz: Menschheitstypen und Kunst. Diederichs, Jena 1921 [136 S., mit Bildtafeln]
  • Die heldische Kunst – Kapitel in Hans F. K. Günther: 96-book.png PDF PDF Ritter, Tod und Teufel – der heldische Gedanke, 1935 [213 S.]
  • Richard W. Eichler: Viel Gunst für schlechte Kunst, 1968
  • Wolfgang Bethge: Kunst und Unkunst. Eine Kampfschrift. Hohenrain-Verlag, 2015, ISBN 978-3-89180-150-5
  • Alexander von Senger (1880–1968): Mord an Apollo. Kultur-Verlag, Viöl 1994 (Nachdruck der 1964 im Thomas-Verlag erschienenen Ausgabe, ISBN 3927933058 [222 S.]

Verweise

Fußnoten

  1. Arno Breker – Jünglingsgestalt
  2. In diesem Sinn sagt man auch heute noch: „das ist keine Kunst“.
  3. Vgl.: Jacob Grimm und Wilhelm Grimm: Kunst, in Deutsches Wörterbuch, Bd. 11, Sp. 2666 bis 2684
  4. A. Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung , Zweiter Teilband, Kapitel 34, S. 479 (Ausgabe Diogenes 1977)
  5. Johann Peter Eckermann: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens, Kapitel 170
  6. Micky Beisenherz: Harvey, Kevin und Louis – Braucht Kunst ein Führungszeugnis?, stern, 10. November 2017