Reichsparteitag

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Reichsparteitag 1934; Adolf Hitler grüßt mit Blick auf Jakob Grimminger und die Blutfahne das Gefallenendenkmal in der Luitpoldarena. Im Hintergrund die Ehrentribüne und die Rednerkanzel (nicht zu verwechseln mit der Kanzel des Führers vor der Ehrentribüne des Zeppelinfeldes).

Der Begriff Reichsparteitage wird heute allgemein auf die Reichsparteitage der NSDAP bezogen, die von 1923 bis 1938 in Deutschland stattfanden. Allerdings hielt u. a. auch die Kommunistische Partei Deutschlands ab 1929 Reichsparteitage ab.

Inhaltsverzeichnis

Reichsparteitage

Reichsparteitag 1936

Nach der Nationalen Erhebung 1933 fanden die Reichsparteitage in der Tradition der Reichstage des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation jährlich in Nürnberg statt.

Der Reichsparteitag war ein politischer Appell des deutschen Volkes, ein wahrer „Reichstag“ bzw. eine Volksvertretung im Dritten Reich. Hier legte der Reichskanzler Adolf Hitler Rechenschaft ab über die Arbeit des vergangenen Jahres mit Verkündung der neuen Grundsätze im kommenden Jahr.

Von stärkstem Eindruck sind die gewaltigen Aufmärsche und brillanten Masseninszenierungen des Arbeitsdienstes, der Hitler-Jugend, der Politischen Leiter, der SA, der SS und des NSKK sowie der Tag der Wehrmacht. 1937 und 1938 fanden zudem die NS-Kampfspiele statt.

Veranstaltungsort und -zeitraum

Jeder Parteitag stand unter einem großen Leitgedanken bzw. Leitwort, das Hitler selbst prägte.

Reichsparteitage der NSDAP
Name Ort Datum Leitgedanke Filmtitel
1. Reichsparteitag München 27.–29. Januar 1923
2. Reichsparteitag Weimar 3./4. Januar 1926
3. Reichsparteitag Nürnberg 19.–21. August 1927
4. Reichsparteitag Nürnberg 1.–4. August 1929
5. Reichsparteitag Nürnberg 31. August – 3. September 1933 Parteitag des Sieges Sieg des Glaubens
6. Reichsparteitag Nürnberg 4.–10. September 1934 Parteitag der Einheit und Stärke Triumph des Willens
7. Reichsparteitag Nürnberg 10.–16. September 1935 Parteitag der Freiheit Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht
8. Reichsparteitag Nürnberg 8.–14. September 1936 Parteitag der Ehre
9. Reichsparteitag Nürnberg 6.–13. September 1937 „Parteitag der Arbeit“
10. Reichsparteitag Nürnberg 5.–12. September 1938 „Reichsparteitag Großdeutschland“
11. Reichsparteitag (abgesagt) Nürnberg abgesagt „Reichsparteitag des Friedens“

Reichsparteitagsgelände

Hauptartikel: Reichsparteitagsfeld

Mit dem Ausbau des Parteitagsgeländes 1935 erhielt Nürnberg den Beinamen Stadt der Reichsparteitage. Das Gesamtkonzept für das 11 km große Reichsparteitagsgelände entwickelte Albert Speer von 1934 bis 1936 und ab 1935 wurde unter großem Zeitdruck begonnen, die Pläne zu verwirklichen, aber das Gelände wurde niemals ganz fertiggestellt. Mit der Luitpoldarena entstand der damals größte Aufmarschplatz der Welt für die SA und SS für 150.000 Teilnehmer, die Kongreßhalle für 50.000 Besucher (nicht ganz vollendet), die seit 2001 ein Dokumentationszentrum der Stadt Nürnberg beherbergt.

Das Zeppelinfeld – für 250.000 Teilnehmer und 70.000 Zuschauer gedacht – sowie eine große Fläche als Teilnehmerlager wurden fertiggestellt. Die Arbeiten am Märzfeld mit Tribünen für 50.000 Zuschauer wurden nur zur Hälfte abgeschlossen. Das Deutsche Stadion für 400.000 Zuschauer, geplant als größtes Sportstadion der Welt, verblieb im Planungsstadium, lediglich der Aushub wurde fertiggestellt. Der heutige Silbersee und Silberbuck liegen auf dem Gelände. Die Luitpoldarena wurde nach dem Krieg wieder abgerissen, die restlichen Flächen dienen auch heute noch für Veranstaltungen.

Wirkung

Die Bauten gaben den Besuchern das Gefühl, als Volk an etwas sehr Großem teilzuhaben, aber als Einzelner klein und unbedeutend zu sein. Sie unterstützten das Gemeinschaftsgefühl der Volksgemeinschaft. Mit dem nächtlichen Einsatz von Flakscheinwerfern als Lichtdom sollte die sakrale, weihevolle Atmosphäre der Veranstaltungen unterstrichen werden. Albert Speer zeichnete auch größtenteils für die Choreographie und den Lichtdom verantwortlich. Das Reichsparteitagsgelände stellt die zu Stein gewordene Weltanschauung des Nationalsozialismus dar:

Du bist nichts, dein Volk ist alles!

Bildergalerie

Propaganda

Filme

Ansichtskarte

Über die Reichsparteitage von 1933 und 1934 drehte Leni Riefenstahl jeweils einen Dokumentarfilm (Reichsparteitagsfilme). In Anlehnung an das Motto des Parteitages nannte sie den ersten Film „Sieg des Glaubens“. Dieser wurde jedoch nach dem Röhm-Putsch nicht veröffentlicht.

Die Propagandaveranstaltung von 1934 wurde von ihr mit 16 Kamerateams und über 100 Mitarbeitern zum Film „Triumph des Willens“ verarbeitet. Für die wirkungs- und kraftvollen Bilder erhielt sie den Deutschen Filmpreis und die Goldmedaille in Venedig. Nach dem Krieg wurde die Aufführung des Films wegen „Verherrlichung des Nationalsozialismus“ in der BRD und in Österreich verboten.

Plakatgalerie

Zitat

  • „Die Reichsparteitage der NSDAP sollen denen, die daran teilnehmen, darüber hinaus aber auch dem gesamten in Nürnberg nicht unmittelbar beteiligten Deutschland seelische Kräfte vermitteln. Hunderttausende bestätigen, daß zum Beispiel allein schon die Eindrücke des Fahneneinmarsches beim Kongreß eine Kundgebung darstellt, die im deutschen Menschen unvergeßlich nachklingt und Schwingungen erzeugt, denen sich alle Herzen und Seelen öffnen.“Robert Ley (1937)

Siehe auch

Literatur

Verweis

Achtung 2.png Bitte beachten Sie zu den aufgeführten Verweisen auch diesen Warnhinweis!


  • Bilder-Bericht vom Parteitag der Arbeit in Nürnberg, „Die grüne Post“ 38/1937 – 19. September 1937

Filmbeiträge

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