Luftschutz

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Luftschutz im Zweiten Weltkrieg.jpg

Luftschutz ist ein Sammelbegriff für Maßnahmen zum Schutz gegen Luftangriffe, insbesondere gegen Bombenangriffe.

Maßnahmen

Gasschutz für deutsche Kinder, 1939

Aktiver Luftschutz

Luftschutz tut not
  • Luftraumüberwachung durch Beobachter, Schallortung, Radar, um frühzeitig Warnungen ausgeben zu können
  • Abschirmung des Luftraumes durch Abfangjäger
  • Bekämpfung von Angriffsflugzeugen durch Flugabwehrkanonen (Flak) und Flugabwehrraketen (1945 in der Erprobung)
  • unbemannte Prallluftschiffe an langen Seilen zum Schutz vor Tieffliegern (z. B. bei alliierten Streitkräften während der Landung in der Normandie) und Sperrballone

Passiver Luftschutz, technische Maßnahmen

  • Systeme zur Warnung der Bevölkerung (Sirenen, Radiodurchsagen – im Zweiten Weltkrieg im späteren Kriegsverlauf zunehmend abhörsicher über Drahtfunk)
  • Staatliche Verpflichtung beim Neubau von Wohngebäuden zum Einbau „bombenfester“ Kellerdecken
  • Zurverfügungstellung von Luftschutzbunkern
  • Bauliche Maßnahmen in Wohn- und Geschäftshäusern
    • Dunkle Tarnanstriche
    • Einrichtung von Luftschutzkellern mit feuerfesten Stahltüren
    • Fluchttunnel zwischen den Luftschutzkellern benachbarter Häuser
    • Zusätzliche Abstützungen der Kellerdecken
    • Abdeckung von Lichtschächten zu den Kellern mit Stahlplatten (noch heute sind diese z. B. in der Bonner Altstadt zu sehen)
    • Zusätzliche Treppenzugänge zu den Kellern
    • Es wurde mit Prototypen für „bombensichere“ Wohnhäuser experimentiert. Deren Dach und Außenwände bestanden aus ca. 1 m dickem Stahlbeton. Diese wurden nie gebaut, da das Kriegsende vor der Fertigstellung der Serienmodelle kam.
  • Brandschutzvorsorge durch Anstriche und Bereitstellen von Löschmitteln (Eimer, Feuerspritze, Löschpatsche, Löschsand)
  • Ausgabe von einfachen Volksgasmasken in verschiedenen Größen
  • Vernebelungsanlagen
  • Bau von Geisterstädten
  • Bau von Scheinanlagen, z. B. Scheinflughäfen

Passiver Luftschutz, organisatorische Maßnahmen

  • 1933 Gründung des Reichsluftschutzbundes, zur Ausbildung der Wohnbevölkerung in Luftschutzmaßnahmen und zur psychologischen Führung, Bestellung von Luftschutzwarten zur Führung der Wohnbevölkerung bei Luftangriffen.
  • 1936 Eingliederung der Berufsfeuerwehren in die Polizei als technische Hilfspolizei, Ausbildung von Polizeioffizieren zu Luftschutzoffizieren
  • weitere Maßnahmen bis 1939
weitere gesetzliche Maßnahmen, z. B. Luftschutzverordnungen, Einstufung von Gemeinden nach ihrer Luftgefährdung.
Aufbau und Ausbau von Einsatzeinheiten: Verpflichtung von Betrieben zum Aufbau eines Werkluftschutzes, Aufbau eines Besonderen Luftschutzes der Verwaltungen (Post, Bahn, Wasserstraßenverwaltung, Wehrmacht, SS), Verstärkung der Technischen Nothilfe. Aufbau von motorisierten, verbandsmäßig einzusetzenden Luftschutzeinheiten der Luftwaffe in Konkurrenz zu den Feuerwehren.
Verwendung spezieller Luftschutzlampen

Bildergalerie (Plakate)

Filmbeiträge

Luftschutzübung

Siehe auch

Literatur

  • Albert Benary: Luftschutz: die Gefahren aus der Luft und ihre Abwehr, Reclam Verlag, 1933
  • Werner Burkhardt / Kurt Knipfer: Luftschutz in Bildern, Berlin 1935
  • Werner Peres (Luftschutz-Gruppenführer): Selbstschutz der Bevölkerung im Luftschutz – Jedes Haus eine Festung, M. Hörhold-Verlag, Leipzig 1939