Musäus, Johann Karl August

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Johann Karl August Musäus.jpg

Johann Karl August Musäus (* 29. März 1735 in Jena; † 28. Oktober 1787 in Weimar) war ein deutscher Schriftsteller und Märchensammler der deutschen Romantik.

Leben

Der Sohn eines Landrichters studierte von 1754 bis 1758 in Jena Theologie, anschließend klassische Philologie. 1763 wurde er Pagenhofmeister in Weimar und 1769 ernannte ihn die Regentin Amalia zum Professor am Weimarer Gymnasium. Ab 1766 war er literaturkritischer Mitarbeiter der »Allgemeinen deutschen Bibliothek« und rezensierte dort etwa 350 zeitgenössische Romane nach den Maßstäben einer an der antiken Rhetorik orientierten aufklärerischen Kunsttheorie.


Zu seinem Wirken heißt es:[1]

Beliebter humoristischer Schriftsteller; Theolog und designirter Pastor von Franroda bei Eisenach, aber, weil er einmal getanzt, von der Gemeinde, zu der er als Seelsorger berufen war, mit Erfolg verworfen; wurde Pagenhofmeister, später Professor am Gymnasium zu Weimar und schrieb mehrere theils gemüthlich-humoristische, theils komisch-satirische Erzählungen und Romane, die zu ihrer Zeit vortreffliche Wirkung thaten und mit außerordentlichem Beifall aufgenommen wurden. Zu letzteren gehören der den englischen Grandison parodirende „Grandison der Zweite“ und die gegen die übertriebenen Richtungen auf dem Gebiete der Physiognomik mit Laune ankämpfenden „Physiognomischen Reisen“; zu ersteren die noch immer geschätzten novellistischen „Volksmärchen der Deutschen“.


Kurze Einführung in Leben und Schaffen aus dem Buch
„Deutsche National-Litteratur, Band 57 – Alxinger, Musäus, Müller von Itzehoe“:[2]

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Werke (Auswahl)

  • „Physiognomische Reisen. Voran ein physiognomisch Tagebuch“ (PDF-Datei)
  • „Grandison der Zweite oder Geschichte des Herrn von N.“, Briefroman (HTML-Version)
  • „Volksmärchen der Deutschen“:
  • „Legenden vom Rübezahl“ Netzbuch)
  • „Moralische Kinderklapper für Kinder und Nichtkinder“ PDF-Datei)
  • „Straußfedern - Ein Bändchen kleiner Erzählungen“ (Mannheim 1803) (PDF-Datei)

Verweise

Literatur

  • Moritz Müller: „Johann Karl August Musäus - Ein Lebens- und Schriftstellercharakter-Bild“, Jena 1867 (PDF-Datei)
  • Joseph Kürschner (Hrsg.): „Deutsche National-Litteratur“, 57. Band, Heinrich Pröhle: „Alxinger, Musäus, Müller von Itzehoe in einer Auswahl aus ihren Werken“ (1890) (PDF-Datei)

Fußnoten

  1. Dreihundert Bildnisse und Lebensabrisse berühmter deutscher Männer“ von Ludwig Bechstein, Karl Theodor Gaedertz, Hugo Bürkner, Leipzig am Sedantage 1890, 5. Auflage (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  2. Heinrich Pröhle: „Deutsche National-Litteratur, Band 57 (PDF-Datei)