Neoliberalismus

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Der Neoliberalismus (aus altgr. νέος neos „neu“, und lat. liberalis „großzügig“, „die Freiheit betreffend“) ist eine seit etwa dem Ende der 1970er Jahre sich rasch verbreitende plutokratisch-wirtschaftspolitische Ideologie, die die totale Vorherrschaft des Handels, namentlich auch eines von der Realwirtschaft weitgehend abgekoppelten Finanzmarktes („freier Handel“), und einer nur noch auf diesen ausgerichteten rein materialistisch motivierten Politik zugunsten globalisierter Großkonzerne (→ Globalismus) propagiert. Zu deren Durchsetzung soll jedwede nationalstaatliche Kontrolle und volkliche Ordnung unterminiert, ausgehebelt und letztlich zerstört werden. Gesellschaftspolitisch-ideologisch wegbereitend hierfür war und ist der Liberalismus sowie – im ganz allgemeinen – egalitär ausgerichtete Strömungen aller Couleur.

Entwicklung

Der deutsche Wirtschafts- und Gesellschaftstheoretiker Friedrich August von Hayek (1899–1992) wird z. T. als wichtiger Vordenker des Neoliberalismus betrachtet, er selbst sah sich allerdings nicht als solcher. Von Hayek nahm jedoch noch an, daß freie Völker auch ihre Freiheitsrechte in einem selbstbestimmten staatlichen Rahmen verwirklichen. Die Aushöhlung jeglicher Staatlichkeit im Sinne einer Neuen Weltordnung (→ NWO, also einer totalitären Weltregierung) hat Hayek weder propagiert, noch hat er sie selbst erwartet. Neoliberalismus unter anglo-amerikanischer Vorherrschaft ist die dominierende wirtschaftliche Ideologie der Staaten der sogenannten „Westlichen Wertegemeinschaft“ mit ihrem Zentrum, den Vereinigten Staaten von Amerika, der Wall Street, dem Pentagon und einer geheimdienstlich organisierten Schattenregierung (→ Totalüberwachung, Palantir Technologies). Zu den Instrumenten einer Verwirklichung des völlig freien Fließens von Menschen, Waren und Dienstleistungen wird u. a. das Transatlantische Freihandelsabkommen gerechnet.

Politisches Anwenden wirtschaftlicher Ideologien

Eine der öffentlich bekanntesten politischen Exekutoren des Neoliberalismus war in den 1980er Jahren die britische Premierministerin Margaret Thatcher. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts galt der Neoliberalismus als Hauswirtschaftsmodell der Staaten der Westlichen Wertegemeinschaft. Er wird auch „Konzernsozialismus“ genannt und hat unzählige Befürworter von ganz links über konservativ bis zu monopolkapitalistisch. Einhergehende Mietpreisanstiege gipfelten in der dann bundesdeutschen Hauptstadt Berlin, dort gab es innerhalb von fünf Jahren Steigerungen bis zu 51 Prozent.[1] Als verantwortlich galten von den Vereinigten Staaten aus gelenkte Großkonzerne, welche Mietwohnungen massenhaft aufkauften, und gleichzeitig Mietbremsen über politisch-einflußreiche Akteure vorbeugten und Wohnungsknappheit (also das Gegenteil einer Angebotspolitik) herbeiführten.

Zitat

  • „[...] diese Entwicklung gehört zu den fatalen Nebeneffekten des Mauerfalls. Denn damit wurde die revolutionäre Gefahr kommunistischen Alternative beseitigt, die seit 1945 die internationalen Betriebe und die sozialwirtschaftliche Oberschicht gezwungen hatte, sich (aus Selbsterhaltung) anständig zu verhalten. Das ermöglichte der Aufbau des Versorgungsstaats. Seit im Jahre 1989 der Drohung dieser Alternative ein Ende gesetzt wurde, macht man in diesen Kreisen einfach, was man will.“Thomas von der Dunk, niederländischer Kulturhistoriker[2]

Siehe auch

Literatur

  • Werner Rügemer: Die Kapitalisten des 21ten Jahrhunderts. Gemeinverständliche Notizen zum Aufstieg der neuen Finanzakteure., Papyrossa Verlag, Köln 2018

Verweise

Fußnoten