Hayek, Friedrich August von

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Prof. Dr. Dr. Dr. h. c. mult. Friedrich August von Hayek

Friedrich August von Hayek (Lebensrune.png 8. Mai 1899 in Wien; Todesrune.png 23. März 1992 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Offizier, Rechtswissenschaftler und Ökonom der Österreichischen Schule der Nationalökonomie.

Leben

k. u. k.-Leutnant a. D. von Hayek im Alter von 21 Jahren
Friedrich von Hayeks Grab
Wien, Friedhof Neustift am Walde

Von Hayek wurde als Sohn eines Arztes und Professors für Botanik an der Universität Wien geboren. Hayek hatte zwei jüngere Gebrüder, einer wurde Chemiker, der andere Botaniker.

Im Kriege diente er 1917 als Artillerieoffizier und 1918 als Artillerieaufklärer bei den Feldfliegern der kaiserlich-königlichen Armee. Er hatte in einem Doppeldeckerflugzeug feindliche Artilleriestellungen auszukundschaften. Als Offizier an der italienischen Front wurde er im Krieg verwundet, litt unter Hörverlust im linken Ohr und wurde für Tapferkeit ausgezeichnet.

Von Hayek besuchte des öfteren Eugen von Böhm-Bawerk, einen Freund seiner Eltern. In Wien studierte Friedrich von Hayek von 1918 bis 1921 Rechtswissenschaften an der Universität Wien, nachdem er im November 1918 wegen einer Malaria-Erkrankung nach Wien zurückreiste und das Gymnasium im Schnellverfahren abschloß. 1921 promovierte er zum Dr. jur. an der Universität Wien. Im selben Jahr entschloß sich, Staatswissenschaften zu studieren. Bis zu diesem Zeitpunkt war er Sozialist, nach Lektüre des Werkes Die Gemeinwirtschaft von Ludwig von Mises wandte er sich jedoch von staatswirtschaftlichen Konzepten ab und suchte die Nähe zu Carl Menger und Friedrich von Wieser.

Hayek arbeitete 1921–1926 beim Österreichischen Abrechnungsamt für Kriegsschulden. Dessen jüdischer Direktor, Ludwig von Mises, erwirkte für Hayek, mittels Empfehlung der Rockefeller-Stiftung, ein Stipendium. 1923 promovierte von Hayek in Staatswissenschaften zum Dr. rer. pol. mit der Arbeit „Zur Problemstellung der Zurechnungstheorie“, sein Doktorvater war Friedrich von Wieser.

Friedrich von Hayek überzeugte Ludwig von Mises, als Pendant zum National Bureau of Economic Research das Österreichische Institut für Konjunkturforschung zu gründen. Von 1927 bis 1931 waren beide im Direktorenamt des Instituts tätig.

1929 beendete Friedrich August von Hayek seine Habilitation erfolgreich und wurde Privatdozent an der Universität Wien. Ab dem Jahre 1931 kam er einer Berufung (auf Vermittlung von durch Lionel Robbins) an der London School of Economics and Political Science nach. Er war dort Leiter der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung. Der liberale Diskussionstisch Mont Pèlerin Society wurde von ihm, Mises, Karl Raimund Popper, Milton Friedman, Frank Hyneman Knight und anderen Wissenschaftlern im Hotel du Parc innerhalb der Hügelkette Mont Pèlerin gegründet, welche nahe der Schweizer Stadt Vevey und dem Genfer See liegt.

Ab 1950 lehrte er an der University of Chicago auf dem Lehrstuhl Social and Moral Sciences. Hayek hatte sich mit seiner Gattin zerstritten und wollte sich scheiden lassen, seine Frau akzeptierte dies nicht und unter seinen Kollegen traf dieses Scheidungsbegehren auf explizite gesellschaftliche Mißbilligung. Die erklärten Liberalen lebten durchweg konservativ.[1] In Chikago fand Friedrich August von Hayek andere liberale Mitdenker, dazu gehörten Milton Friedman, Frank Knight, Aaron Director und George Joseph Stigler.

1962 begann Hayek, an der Universität Freiburg im Breisgau zu unterrichten. 1967 wurde er emeritiert, lehrte aber noch bis 1969. Hayek wurde 1974 der nachträglich geschaffene (nicht von Alfred Nobel selbst initiierte) Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaft zugesprochen; von Hayek war der Auffassung, daß die Wahrung der Freiheitsrechte des Individuum unabdingbare Devise der Politik zu haben sei, in der Wirtschaft führe Wettbewerb zu Wohlstand, nicht Dirigismus. Demokratie ist nach Hayek ein Konstrukt, das Diskriminierung erzeuge, Politiker beugten sich stets zum Schaden der Allgemeinheit diversen Interessengruppen.

Familie

Abstammung

In vielen Quellen wird Hayek fälschlicherweise als jüdisch angegeben, was darauf zurückzuführen ist, daß Ludwig Wittgenstein sein Vetter ist, jedoch besteht diese Vetternschaft über den einzigen nichtjüdischen Großelternteil von Wittgenstein.[2]

Ehen

1926 heiratete von Hayek seine Verlobte Berta Maria „Hella“ von Fritsch; aus der Ehe sind zwei Kinder entsprossen: Christine (Lebensrune.png 1929; Biologin) und Laurence (1934-2004; Bakteriologe). 1950 ließen die beiden sich scheiden, im selben Jahr heiratete er Helene Bitterlich (vorm. Warhanek; 1900–1996).

Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft

Hayek ist Namensgeber der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft e.V., einer Vereinigung zur Förderung von Ideen im Sinne von Hayeks. Sie wurde im Mai 1998 in Lahr (bei Freiburg/Baden) von deutschsprachigen Wissenschaftlern, Unternehmern und Publizisten gegründet. Nach Mitteilung der libertären Autorin Susanne Kablitz in ihrem Austrittsschreiben vom 1. Dezember 2016, besteht der Vorstand der Vereinigung fast vollständig aus Mitgliedern der BRD-Blockpartei FDP.

Zitate

  • „Die Geschichte staatlichen Umgangs mit Geld ist, mit Ausnahme einiger kurzer glücklicher Perioden, eine Geschichte von unablässigem Lug und Trug.“
  • „Die wirklichen Bannerträger des [...] Sozialismus sind jedoch nicht [...] Wissenschaftler. Es sind eher die sogenannten ›Intellektuellen‹: [...] Lehrer, Journalisten und ›Medienleute‹, die in den Korridoren der Wissenschaft Gerüchte aufgeschnappt haben und sich daraufhin für die Repräsentanten modernen Denkens halten.”

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Schriften

  • The Road to Serfdom – 1944
  • The Constitution of Liberty – 1960
  • Law, Legislation and Liberty – Trilogie: 1973, 1976, 1979

Literatur

  • Olaf Baale: Die Verwaltungsarmee. Wie Beamte den Staat ruinieren; dtv, München 2004, ISBN 3-423-24412-7

Verweise

Fußnoten

  1. Wie im frühen 20. Jahrhundert ja auch die härtesten marxistischen Akteure, etwa Rosa Luxemburg, einen betont bürgerlichen Habitus pflegten, in der Nachkriegszeit ein Vertreter der marxistischen Frankfurter Schule, wie Theodor W. Adorno, bürgerliche Musikkultur wertschätzte und sie eingehend besprach, Jazz hingegen tief verachtete.
  2. Jinfo: Jewish Nobel prize winners in economics