Populismus

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Populismus (von lat.: populus = „das Volk“) ist ein politischer Begriff, der in verschiedenem Zusammenhang unterschiedlich verstanden wird. Einerseits kann damit im positiven Sinne eine um Volksnähe bemühte Politik – die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte aufgreift sowie mögliche Lösungen aufzeigt – gemeint sein.

Erläuterung

Das katholische Kirchenoberhaupt Franz, der täglich die Zivilinvasion fördert, bringt einen Nazi-Vergleich, um Populismus herabzusetzen (FAZ-Text vom 22.1.2017)

Eine weitere Bedeutung bezeichnet damit den Typus des Karrierepolitikers, der erkennbar eine bestimmte politische Position allein aus dem Grund propagiert, weil sie auf breite Zustimmung trifft (aber keinen inneren oder sachlichen Zusammenhang mit seinen ansonsten vertretenen Positionen aufweist).

Neben authentischer Volksnähe und neben rückgratlosem Karrierismus tritt in neuester Zeit noch eine dritte Bedeutung hinzu, die durchaus geeignet ist, die beiden vorgenannten Bedeutungen nach und nach zu verdrängen: So wird Populismus von politisch korrekter Seite aus jetzt in dem strikt negativen Sinne normativ gebraucht und verstanden, daß Politiker nicht den Stimmungen des Volkes nachgeben, und diesem nicht „nach dem Maul“ reden sollten. Allerdings werden in diesem Zusammenhang mittlerweile zunehmend nur noch „rechte“ (de facto häufig auch bereits schlicht nicht-linke) und nationale politische Bestrebungen gebrandmarkt (→ „Rechtspopulismus“), während die Tatsache des inzwischen allseits und absolut herrschenden Linkspopulismus kaum mehr Erwähnung findet.

Diese Verhältnisse sind so sehr im Fluß, daß auch eine gänzlich unvorhergesehene Wendung eintreten könnte: So, wie beispielsweise das Wort Barock zunächst ein Schimpfwort war (vergleichbar vielen anderen Stil-Bezeichnungen – oder auch dem Wort Nigger, wie afro-amerikanische Musiker es heute affirmativ verwenden –), so könnten auch die Worte „Populist“ und „Populismus“ künftig eine Karriere als stolz gebrauchter Modeausdruck durchlaufen. Daß es überhaupt dazu kommen konnte, daß „dem Volk gemäße“ (also eben populistische) Sichtweisen, Vorlieben und Grundsätze eine öffentliche Ächtung erfahren, spricht aus sich selbst heraus Bände über den geistigen Zustand der bestehenden Parteien-„Demokratie“.

Zitate

  • „Populismus – Schimpfwort parlamentarischer Volkszertreter gegen das Volk, das als Hauptbedrohung wahrgenommen wird.“Reinhold Oberlercher[1]
  • „Als der Vertrag von Maastricht die Währungsunion einleitete, wurden die Warner zu Nationalisten abgestempelt. Eine bürokratische Konterrevolution begann, die nun schleichend die demokratischen Verfassungen sämtlicher Mitgliedstaaten aushöhlt. Die letzten Hemmungen, sich über den Volkswillen hinwegzusetzen, vergingen, als der Euro durchgepeitscht wurde. Wer verlangte, daß dies zum Thema einer öffentlichen Diskussion und zum Gegenstand einer politischen Entscheidung des Souveräns selbst zu machen sei, wurde diffamiert. Eine selbstherrliche Politikerkaste unter Führung der europäischen Regierungschefs hat sich ermächtigt, jedwede Mahnung, daß die Staatsvölker zu befragen seien, wenn es um die politische Zukunft dieser Staatsvölker geht, als ‚Populismus‘ zu verfemen. Wem die Volkssouveränität etwas bedeutet, den sollte die Beschimpfung als ‚Populist‘ mit Stolz erfüllen.“ — Prof. Dr. Egon Flaig[2]
  • „In Deutschland sind Populisten (lat. populus = Volk) Politiker, welche die Interessen der deutschen Bevölkerung vertreten.“ — Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Hans Penn[3]

Siehe auch

Verweise

Literatur

Fußnoten

  1. ABC der politischen, ideologischen und sozialen Begriffe, Kyffhäuser-Faksimile-Verlag, Mengerskirchen, 2. Aufl. 2015, ISBN 9783941348844, S. 36
  2. „Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“ – Überlegungen zum Zustand der europäischen Republik, Deutscher Arbeitgeber Verband e. V. (DAV), Oktober 2917
  3. In einer E-Post an den Deutschherrenklub, 18. November 2017