Muchow, Reinhold

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Reinhold Muchow (1905–1933)

Reinhold Muchow (Lebensrune.png 21. Dezember 1905 in Berlin; Todesrune.png 12. September 1933 in Bacharach) war ein deutscher Sozialpolitiker zur Zeit des Nationalsozialismus.

Leben

Jugend

Reinhold Muchow stammte aus Berlin-Neukölln, einem der einst roten Arbeiterviertel Berlins, wo er am 21. Dezember 1905 als Sohn eines Schriftsetzers geboren wurde. Er besuchte die Volksschule, eine kaufmännische Fachschule und wollte zunächst – seiner Begabung entsprechend – Konstruktionszeichner werden. Da die Mittel fehlten, wurde er Kaufmannslehrling. Seine Jugend verlief freudlos. Der Vater war im Felde, die Mutter meist krank.

Weimarer Republik

Als Fünfzehnjähriger wurde er 1920 Mitglied der Deutschsozialen Partei Richard Kunzes, ein Jahr später auch des Bundes Oberland und nach dessen Verbot seiner Deckorganisation, des „Deutschen Schützen- und Wanderbundes“. 1925 schloß er sich der Sektion Neuköln des Gaues Groß-Berlin der NSDAP an, wurde Mitglied der Ortsgruppenleitung und nahm an zahlreichen wichtigen Aktionen teil, so an der Saalschlacht in den Pharussälen am Berliner Wedding, die ein Merkstein in der Geschichte der NSDAP in Berlin war, und an den ersten öffentlichen Umzügen in Neuköln, die durch eine Flut von roten Fahnen und Kommunisten gingen und die von der Polizei als „Todesmarsch“ bezeichnet wurde. 1928 berief der Gauleiter Dr. Goebbels Reinhold Muchow, der nach Aufhebung der Berliner Parteiverbots die Ortsgruppe Neuköln zum ersten Mal nach einem neuartigen System – nach Straßenzellen – organisiert hatte, als Organisationsleiter in die Gauleitung.

Reinhold Muchow sollte das Straßenzellensystem im ganzen Gau durchführen. Von Berlin aus machte das Straßenzellensystem dann seinen Weg durch alle Gaue der NSDAP. Nicht zuletzt auf diesem System beruhte die organisatorische Stärke der NSDAP, die durch die Straßenzellen einen genauen Überblick über die Entwicklung der Bewegung in jedem Gebiet Berlins hatte und in der Lage war, die Propagandaarbeit viel intensiver als andere Parteien zu leisten.

Mit Johannes Engel zusammen beteiligte sich Reinhold Muchow daran, den Kampf auch in die Betriebe zu tragen und Betriebszellen zu gründen. Nach erfolgreicher Durchführung dieser Arbeit in Berlin wurde Walter Schuhmann, der in Neuköln der Obergruppenleiter Reinhold Muchows war, Reichsbetriebszellenleiter und Reinhold Muchow sein Stellvertreter. Sie brachten den Mitgliederbestand der NSBO von 6.000 auf eine Million. 1931 gründete er selbst die Betriebszellenzeitschrift „Arbeitertum“, ehe er 1933 zum Organisationsleiter der DAF ernannt wurde.

Drittes Reich

Als Anfang April 1933 die Abhaltung des Tages der Deutschen Arbeit und die anschließende Besetzung der Freien Gewerkschaften beschlossen wurde, arbeitete der Organisator Reinhold Muchow den Plan aus, der es ermöglichte, schlagkräftig und pünktlich auf die gleiche Minute sämtliche Geschäftsstellen der Freien Gewerkschaften in Deutschland zu besetzen und zu übernehmen. Er schuf dann unter Führung von Robert Ley die Deutsche Arbeitsfront, wurde ihr Organisationsleiter und Mitglied des Kleinen Konvents. Er machte aus den zahlreichen Verbänden der einzelnen Gewerkschaften die 14 Grundverbände.

Ihm, dem SA-Mann und Kämpfer, schwebte noch mancher Plan vor. Sein Wirken war noch lange nicht erfüllt, als ein unglücklicher Zufall am 11. September 1933 seinem Leben ein Ende setzte. Nach der Darstellung in der Zeitschrift „Arbeitertum“ wurde Reinhold Muchow vom Revolver eines mit ihm speisenden Freundes zufällig getroffen. Der Schuß soll sich beim Umschnallen der Waffe gelöst haben. Der Freund selbst habe sich daraufhin mit zwei Schüssen in den Kopf getötet.