Serrano, Rosita

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Rosita Serrano, die junge Künstlerin in dem Ostermayr-Film der Ufa „Die kluge Schwiegermutter
Rosita Serrano (Aufnahme von 1939)

Rosita Serrano, eigentlich María Martha Esther Aldunate del Campo (geb. 10. Juni 1914 in Viña del Mar; gest. 6. April 1997 in Santiago de Chile) war eine chilenische Sängerin und Schauspielerin.

Leben

Ihre Mutter war Opernsängerin an der Philadelphia-Oper. Ihre sechs Schwestern und Bruder waren wie Rosita ebenfalls auf dem Gebiete der Musik tätig. Rosita begann mit fünf Jahren schon an zu singen und zu tanzen. Schon als Kind wirkte sie bei Wohlfahrtsveranstaltungen mit. Sie reiste mit ihrer Mutter durch alle südamerikanischen Staaten, dabei erlernte sie über 400 Liedern aller Nationen.

Zur Fortsetzung ihrer Studien ging sie zu einer bekannten Gesangslehrerin nach Neuyork. Von Neuyork ging sie dann nach Paris, wo sie am Sender „Poste Parisien“ erstmalig unter dem Namen La Chilenita auftrat. Ihre nächste Station war der Nationalsender in Lissabon, an dem ihr einen solch gewaltigen Erfolg zu verzeichnen war, daß man sie für Konzerte und Revuen verpflichtete. In Portugal spielte sie dann 1936 auch ihre erste Filmrolle in „Revolution im Mai“, den in Deutschland durch Schallplatten bekannten Schlager dieses Films „Ein fröhlicher Sonntag“ hatte sie selbst komponiert.[1]

Ein Jahr später war sie im Rundfunk in Paris zu hören. Im Herbst 1937 war Rosita Serrano im Kurzwellensender in Berlin zu hören und hatte eine Anstellung im Berliner Wintergarten.

1938 wirkte sie in ihren ersten deutschen Film „Es leuchten die Sterne“ mit. Sie veröffentlichte viele Schallplatten, die viel im Rundfunk gespielt wurden. Verschiedene Engagements an deutschen Sendern hatte sie inne. Im Herbst 1938 führte Serrano eine Deutschlandtournee mit Peter Kreuder durch.

Januar 1939 trat sie in St. Moritz im Palace-Hotel auf und Februar 1939 war sie im Film „Die kluge Schwiegermutter“, in dem sie eine Hauptrolle neben Ida Wüst, Ernst Waldow, Erich Fiedler, Christian Gollong u.a.m. spielte, zu sehen.

Schon im März 1939 machte sie eine Deutschland- und Europatournee mit Peter Kreuder und im Juni 1939 war sie wieder Wintergarten in Berlin zu sehen und im Herbst 1939 war sie im Nacional Scala-Kopenhagen aufgetreten.[2]

Nach dem Zweiten Weltkrieg unternahm Rosita Serrano noch zahlreiche Gastspielreisen in die ganzen Welt, ihre Erfolge in Deutschland vergaß sie nie. 1947 und 1948 sang sie im Ausland – unter starken Anfeindungen – deutsche Lieder und stellte den Ertrag dieser Konzerte für notleidende deutsche Kinder zur Verfügung.

In den 1950er Jahren wurde es stiller um die Künstlerin und ein Wiederauftritt scheiterte. 1951 kam sie nach Deutschland zurück, hatte aber nur noch mäßigen Erfolg. Sie wirkte in den deutschen Kinofilmen „Schwarze Augen“ und „Saison in Salzburg“ mit und nachdem sie 1953 im Berliner Sportpalast ausgepfiffen wurde, kündigte die „Telefunken“ ihren Plattenvertrag. In der Folgezeit hatte sie nur noch wenige Auftritte in deutschen Unterhaltungssendungen. Ein Wiederauftritt 1957 auf einer Tournee mit einer neu zusammengestellten Band unter ihrem alten musikalischen Begleiter Kurt Hohenberger hatte nur mäßigen Erfolg.

Rosita Serrano starb am 6. April 1997 – von den Medien unbeachtet und verarmt – in Santiago de Chile; nach Angaben ihrer ehemaligen deutschen Sekretärin wurde die Künstlerin 85 Jahre alt, Nachschlagewerken zufolge starb sie im Alter von 82 Jahren.

Filmographie

Fußnoten

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