Sündermann, Ursula

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Ursula Sündermann

Ursula Sündermann (Lebensrune.png 1911 in Weimar; Todesrune.png 1987 in München) war eine deutsche Verlegerin.

Wirken

1911 im thüringischen Weimar als Ursula von Egloffstein geboren, wurde sie bereits mit zwei Jahren Vollwaise und von ihrem Onkel, dem späteren Adoptivvater Alfred von Druffel im Sauerland und nach dessen Tod im Münsterland auf der Wasserburg Wellbergen aufgezogen. 1929 erfolgte die Übersiedelung an den Starnberger See. Aus der 1934 eingegangenen Ehe mit dem Westfalen Karl Sudholt stammen ihre vier Kinder, denen stets ihr ganzer Einsatz galt. Ein Übermaß an Fleiß und Einsatzbereitschaft war hierbei erforderlich, nachdem der Vater die Wirren des deutschen Zusammenbruchs nicht überlebte.

1950 vermählte sie sich mit dem damaligen stellvertretenden Reichspressechef der Reichsregierung, Helmut Sündermann.

1952 erfolgte die Gründung des Druffel-Verlages, dem sie auch nach dem Tode von Helmut Sündermann bis zuletzt vorstand, und der von ihrem Sohn Dr. Gert Sudholt fortgeführt wurde.

Beginnend mit der Veröffentlichung der Heß-Briefe (1952) wurden im Druffel-Verlag 150 Titel mit einer Gesamtauflage von über 1 Million Exemplare veröffentlicht, die künftigen Generationen als Grundlage für eine Wahrheitsgetreue Geschichtsschreibung dienen sollten.

Hier lag die Großtat der Verlegerin, daß sie gegen viele Widerstände noch im hohen Alter in den von ihre verlegten Büchern mit der Kraft und Macht des Wortes Zeugnis für ihre Generation und damit für das deutsche Volk ablegte, um jenen entgegenzuwirken, die den Deutschen in Acht und Bann halten wollen. Darüberhinaus lebte Ursula Sündermann, deren ordnende Hand man fühlte, auch wenn sie nach außen nicht in Erscheinung trat, Tugenden vor, die zeitlos gültig bleiben: Selbstkontrolle, Disziplin, Fleiß, Güte und Mütterlichkeit.

Nikolaus von Preradovich hatte in seinem Nachruf die Entschlafene trefflich charakterisiert:

„Das preußische ‚Mehr sein als scheinen‘ prägte sie. Tapfer und treu gegenüber der größeren Aufgabe, hart und diszipliniert gegenüber sich selbst, ging sie unerschrocken ihren Weg. Klein und zart von Gestalt, groß und ungewöhnlich in ihrer Energie, steht diese einzigartige Frau heute noch einmal vor uns. Wenige Minuten, bevor sie den Mund zu bleibender Stille schloß, verabschiedete sie sich mit den Worten ‚Rien ne va plus‘ im sicheren Bewußtsein, ihre Mission erfüllt zu haben.“[1]

Ursula Sündermann vereinte in ihrer Person Nord~ und Süd-, Ost- und Westdeutsches miteinander. Römische ,Virtus‘ und preußische Tüchtigkeit zeichneten sie aus.

Fußnoten

  1. Nation & Europa, 37. Jahrgang, Heft 9, September 1987, Seite 68