Schütte-Lanz

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Luftschiff Schütte-Lanz
über den masurischen Seen

Der Luftschiffbau Schütte-Lanz fertigte ebenso wie Ferdinand von Zeppelin in Deutschland Starrluftschiffe. Das Gerüst war jedoch aus Holz nach dem Prinzip des Bohlendachs. Verwendet wurde allerdings statt des Vollholzes verleimtes Sperrholz. Die ebenfalls hölzernen Längsträger liefen schraubenförmig um den Rumpf. Das Unternehmen wurde von Johann Schütte und Karl Lanz im Jahre 1909 in Brühl bei Mannheim gegründet und fertigte neben Luftschiffen im Ersten Weltkrieg auch Flugzeuge.

Die erste Fahrt des SL1 mit beiden Motoren, die unter dem Schiffskörper angebracht waren und auf eine Leistung von 480 PS kamen, fand am 17. Oktober 1911 statt. Das Luftschiff fuhr rund 72 Kilometer in der Stunde. Der Nachfolger SL2, gebaut von 1912 bis 1913, wurde als erfolgreicher Prototyp auch im Ausland nachgebaut.


Über den Bau von SL2:[1]

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In Zeesen bei Berlin wurde ein Zweigwerk gegründet, in dem bis zum Ende des Ersten Weltkrieges insgesamt 4.800 Beschäftigte 22 Schütte-Lanz-Luftschiffe und mehr als 1.000 Schütte-Lanz-Flugzeuge bauten.

Nach dem Schanddiktat von Versailles wurden die Luftschiffe von den Siegermächten gestohlen, und das Unternehmen ging in Konkurs. Das Buch von Johann Schütte „Der Luftschiffbau Schütte-Lanz 1909–1925“ wurde 1945 auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt, um das kollektive Gedächtnis des deutschen Volkes zu zerstören.

Literatur

Der Luftschiffbau Schütte-Lanz 1909-1925.jpg
  • Johann Schütte: Der Luftschiffbau Schütte-Lanz 1909-1925, 1926 (Nachdruck im Oldenbourg-Verlag, München 1984)
  • Heinz Nowarra: Deutsche Luftschiffe. Parseval, Schütte-Lanz, Zeppelin, Podzun-Pallas-Verlag, ISBN 3790903329
  • Sonja Steiner-Welz: Schütte-Lanz-Luftfahrzeuge aus Mannheim. Band 1: Die Luftschiffe, 2006 (eingeschränkte Voransicht auf Google-Bücher)

Fußnoten

  1. Jahrbuch der Luftfahrt, Band 2, 1912, S. 19ff. (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!