Schmidtke, Sebastian

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Sebastian Schmidtke

Sebastian Schmidtke (Lebensrune.png 7. März 1985 in Strausberg) ist ein deutscher Politiker der Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD). Er tritt als Anmelder und Redner bei nationalen Demonstrationen auf und ist Organistator nationalistischer Musikveranstaltungen. Seit dem 2. November 2014 ist Schmidtke Beisitzer im Parteivorstand der NPD und dort Bundesorganisationsleiter. Seit dem 11. November 2017 ist er stellvertretender Landesvorsitzender des NPD-Landesverbandes Berlin.

Werdegang

Sebastian Schmidtke vor Gericht (2018)

Der am 7. März 1985 in Strausberg geborene Sebastian Schmidtke besuchte eine Schule in Eggersdorf bei Strausberg. Er beendete die Realschule mit Fachoberschulreife und begann anschließend eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, die er nach dem Besuch von Mitarbeitern des Staatsschutzes in seinem Ausbildungsbetrieb nicht beenden konnte. Nach ein paar Jahren Tätigkeit im Baugewerbe begann er eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, welche er erfolgreich abschloß. Anschließend absolvierte er ein Fachabitur im Bereich Wirtschaft.

Ab Anfang Juli 2011 betrieb er einen Einzelhandelsbetrieb für Sicherheitsdienstbedarf, Textildruck und Militaria-Artikel mit dem Namen „Hexogen“ in Berlin-Schöneweide. 2012 folgten noch ein kleines Bauunternehmen und ein Weltnetzversand für nationale Musik und Bekleidung.[1] 2014 gab er das Ladengeschäft auf und vertreibt seine Ware nur noch über das Weltnetz. Ab etwa 2017 bietet Schmidtke Überlebenskurse an und beginnt sich einen Namen im Geschäft mit nationalistischen Musikveranstaltung zu machen.

Politischer Werdegang

Schmidtkes politischer Werdegang begann beim Kampfbund Deutscher Sozialisten (KDS) und führte ihn über den Märkischen Heimatschutz (MHS) zur NPD.

Nach seinem Umzug nach Berlin wohnte er mit seiner damaligen Freundin in Prenzlauer Berg, die Wohnung wurde am Vorabend einer „Jugend-braucht-Perspektiven“-Demonstration überfallen.

Sebastian Schmidtke ist seit Februar 2010 Mitglied des Landesvorstandes der NPD Berlin.[2] Vom 4. Februar 2012 bis zum 8. Oktober 2016 war er Landesvorsitzender der NPD Berlin.[3]Schmidtke kandidierte für die NPD sowohl zum Berliner Abgeordnetenhaus, als auch für die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Treptow-Köpenick 2011.[4]

Am 7. Juli 2012 demonstrierten rund 150 Linksextremisten gegen das von Schmidtke angemietete Ladengeschäft und den Ausschank „Zum Henker“, eine Kneipe, die nur wenige Meter vom Hexogen Berlin entfernt liegt. Die Demonstration verlief nach Angaben eines Polizeisprechers friedlich, dennoch gab es Festnahmen wegen „Verstoßes gegen das Vermummungsverbot“ und Beleidigung.[5]

Im Juli 2014 folgte Schmidtke für den ins EU-Parlament gehenden Udo Voigt auf den nun frei gewordenen Platz in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Treptow-Köpenick nach. Diese Position hatte er bis zum 18. September 2016 inne.

Seit dem 2. November 2014 ist Schmidtke Beisitzer im Parteivorstand der NPD und dort Bundesorganisationsleiter. Seit 2017 ist er in das NPD-Parteipräsidium aufgestiegen und agiert als linke Hand des Parteivorsitzenden Frank Franz.

Ab dem 8. Oktober 2016 war er Beisitzer der NPD-Landesverband Berlin und ist dort seit dem 11. November 2017 stellvertretender Landesvorsitzender.

Systemnähe

Schmidtke ist seit 2014 NPD-Berufspolitiker und hängt somit teilweise von der BRD-Parteienfinanzierung ab. Als Bundesorganisationsleiter gibt er den Aktivisten in den Kreis- und Landesverbänden der NPD vor, Demonstrationsanmeldungen bei der Polizei ihm noch mal ein zweites mal zur Genehmigung vorzulegen. Entsprechen die Aktivisten dieser Vorgabe nicht wird Schmidtke selbst bei der Polizei vorstellig und meldet die entsprechende Demonstration dort ab.[6] Schmidtke trat in Sachen Abmeldungen bei der Polizei bereits in Erscheinung.

Am 28. August 2018, gegen 11:30 Uhr veröffentlichte Sebastian Schmidtke auf seiner Facebookseite den Kommentar „Naja, ich bin ja auch nicht sehr BRD-konform.“ einen Kommentar zu einem aktuellen Artikel. Damit gab er zu erkennen, daß er sich weder als Bekämpfer des BRD-Systems und schon gar nicht als Dissident sieht. Der betreffende Artikel wurde von Schmidtke bereits gelöscht.

Linksextremistischer Terror 29. Mai 2019

In der Bundeshauptstadt drangen bislang unbekannte Täter, mutmaßlich Linksextremisten, in die Wohnung des früheren Landesparteichefs Sebastian S. ein und hinterließen eine Spur der Verwüstung. Der Einbruch im Ortsteil Johannisthal im Stadtbezirk Treptow‐Köpenik ereignete sich der Berliner Morgenpost zufolge bereits am vergangenen Mittwoch. Zwischendurch tauchte auf der einschlägigen Plattform Indymedia ein Bekennerschreiben auf, der Staatsschutz ermittelt. Der Betroffene war zwischen 2012 und 2016 der Vorsitzende des Berliner NPD‐Landesverbandes. Am frühen Mittwochnachmittag verständigt ein Zeuge die Exekutive, weil er die Tür des auf der Arbeit befindlichen ex‐Politikers sperrangelweit offen vorfand. Als sie am Tatort eintreffen, bietet sich den Beamten ein Bild der Zerstörung: das Ausmaß der Beschädigungen ist enorm. Zugang zur Wohnung verschafften sich die unbekannten Täter offenbar, indem sie diese mithilfe von Feuerlöschern einschlugen. In der Wohnung selbst zerschlugen sie Toilette und Waschbecken und beschmierten die Wände mit braunem Bitumen. Sie entwendeten mehrere technische Geräte. Außerdem zerstörten sie einige Äxte und eine Armbrust – S. zufolge Survival‐Artikel, welche er über einen Online‐Versand feilbietet. Den Zustand seiner Wohnung nach dem Angriff beschreibt er als unbewohnbar: „Richtig leben kann ich hier nicht mehr.“ Im mittlerweile gelöschten, angeblichen Bekennerschreiben auf Indymedia machten die mutmaßlichen Linksextremisten auch auf ihre Motive aufmerksam. Den Angriff auf sein Domizil preisen sie laut Morgenpost darin als „antifaschistischen Besuch”. Man habe sich entschlossen, dessen „Schutzraum” zu zerstören, zuvor auch mit einer „Abreibung” kokettiert. Allerdings richtet sich der Angriff demnach nicht ausschließlich gegen den ex‐NPD‐Spitzenpolitiker, der sich auch als Organisator von Demonstrationen und Zusammensteller eines rechtsradikalen Musiksamplers einen Namen machte. Im Zusammenhang mit letzterem Unterfangen kam es dabei übrigens zu einer Bewährungsstrafe wegen Volksverhetzung. Denn auch generell möchte man das patriotisch‐rechte Spektrum einschüchtern: „An die AfD, an die sogenannten Wutbürgis und das ganze nationalistische Pack, es kann jeden und jede von euch treffen,“ so das Bekennerschreiben weiter. Auch Akteure, Einrichtungen und Veranstaltungen der derzeit größten Oppositionspartei im Bundestag waren in den vergangenen Monaten vermehrt Ziel linksextremer Angriffe.[7]

Verweise

Fußnoten

  1. Wir zeigen Gesicht! Die NPD im Profil (6): Sebastian Schmidtke, Berliner NPD-Landesvositzender, Deutsche Stimme, Oktober 2012
  2. 33-cabinet.png Abgerufen am 10. Februar 2010. Archiviert bei WebCite®.Neuer Landesvorstand für BerlinNPD Pankow, 10. Februar 2010
  3. 33-cabinet.png Abgerufen am 7. Februar 2012. Archiviert bei WebCite®.NPD in Berlin wählt neuen VorstandNPD Berlin, 7. Februar 2012
  4. 33-cabinet.png Abgerufen am 14. März 2011. Archiviert bei WebCite®.Listenaufstellung auch in Treptow-Köpenick abgeschlossenNPD Berlin, 14. März 2011
  5. 33-cabinet.png Abgerufen am 7. Juli 2012. Archiviert bei WebCite®.Friedliche Demonstration gegen NeonazisBerliner Morgenpost, 7. Juli 2012
  6. Nachrichten aus der Parteizentrale, Beiblatt zur Deutschen Stimme, 2018
  7. Berlin: Linksextremisten verwüsten Wohnung von Ex‐NPD‐Politiker, Die tagesstimme, 3. Juni 2019