Stauffenberg, Werner von

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Werner Schenk Freiherr von Stauffenberg (Lebensrune.png 17. Februar 1878 in München; Todesrune.png 18. Dezember 1904 in Owinaua-Naua) war ein deutscher Offizier der Bayerischen Armee, zuletzt Leutnant und Südwester Reiter. Er starb an Typhus in Deutsch-Südwestafrika.

Leben

Lebensdaten[1]

Namibiana Buchdepot

Werner Freiherr Schenk von Stauffenberg wurde am 17.2.1878 in München geboren und katholisch getauft. Er war das erste Kind seine Eltern Karl Maria Freiherr Schenk von Stauffenberg und Marie Freiin Schrenck von Notzing. Weitere Geschwister waren Wilhelm Freiherr Schenk von Stauffenberg und Hedwig Leopoldine Marie Freifrau Schenk von Stauffenberg. Der Vater entstammte einem Geschlecht des schwäbischen Uradels, die Mutter einer der ältesten Patrizierfamilien Münchens. Nach dem frühen Tod seines Vaters im Jahr 1887, wurde Werner Freiherr Schenk von Stauffenberg Page am bayrischen Königshof. 1896 trat er in das 1. Schwere Reiterregiment Prinz Carl von Bayern ein und wurde im Herbst 1898 [Anm.: 5. Oktober] zum Leutnant befördert. 1900 meldete er sich freiwillig zum Ostasiatischen Reiterregiment, das, im Rahmen des Expeditionscorps zur Niederschlagung des Boxeraufstandes in China aufgestellt worden war. Die militärischen Ereignisse waren schon fast abgeschlossen, als seine Einheit China erreichte und nur noch an der Einnahme der Peitang-Forts beteiligt war. In einem dortigen Lazarett lernte er den Mediziner Dr. Morgenroth kennen, den er in Deutsch-Südwestafrika als dessen Typhuspatient wiedersehen sollte. Auch mit dem evangelischen Pfarrer Max Schmidt, der später ebenfalls nach Südwestafrika versetzt wurde, machte er Bekanntschaft. Bis zum Ende des Aufstands tat Werner Freiherr Schenk von Stauffenberg Dienst als berittener Befehlsüberbringer und war an mehreren kleineren Gefechten mit versprengten Aufständischen beteiligt. Als im Sommer 1901 das Expeditionscorps in die Heimat verschifft wurde, erhielt er den dienstlichen Auftrag, an einer Expedition durch die Mongolei teilzunehmen, die in 48 Tagen über 2.150 km führte. Anfang 1902 meldete sich Werner Freiherr Schenk von Stauffenberg in seinem alten Regiment (1. Schwere Reiterregiment Prinz Carl von Bayern) zurück. Im selben Jahr nahm er an einer weiteren Expedition nach Ostrussland und die Mongolei teil, ein drittes, für das Jahr 1903 geplantes Unternehmen kam nicht zustande. Als im Januar 1904 mit der Ermordung von 128 Zivilisten die Herero den Aufstand gegen die Deutschen in Südwestafrika begannen, meldete er sich zur Kaiserlichen Schutztruppe, reiste am 23.07.1904 von Hamburger Hafen ab und erreichte Swakopmund am 17.08.1904. Die sogenannte Schlacht am Waterberg hatte sechs Tage zuvor stattgefunden. Er wurde der Kolonne Ludwig von Estorffs in Ombujo-Ratanga zugeteilt zu der er am 30.08.1904 nach mehrtägigem Marsch stieß. Am 09.09.1904 nahm er am Gefecht von Owinaua-Naua teil und, ab dem 25.09.1904, an den erfolglosen Versuchen der stark geschwächten Schutztruppe, die Herero entlang des Eiseb ins Sandveld zu verfolgen. Die Briefe, die Werner Freiherr Schenk von Stauffenberg in diesen Monaten an seine Familie schrieb, zeugen vom Verfall und der Verelendung der deutschen Schutztruppe unter Hunger, Durst und Seuchen als Folge der mangelnden Ausstattung, Versorgung und Information. Ende Oktober 1904 kehrte seine Einheit in ihr Standquartier nach Owinaua-Naua zurück, wo Werner Freiherr Schenk von Stauffenberg an Typhus erkrankte, am 18.12.1904 verstarb und bestattet wurde. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde seine Gebeine nach Okahandja überführt und auf dem Friedhof der alten Kirche der Rheinischen Mission beigesetzt. In der Pfarr- und Schloßkirche von Rißtissen bei Ulm, einem späteren Wohnort seiner Familie, befindet sich eine Gedenktafel für Werner Freiherr Schenk von Stauffenberg, dessen Biographie Gertrud Marchand-Volz 1994 veröffentlichte.[2]

Auszeichnungen (Auszug)

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Fritz Emunds: Lebensdaten der auf dem Ehrenfelde Deutsch-Südwestafrikas gebliebenen Offiziere 1904-1907. Zum Gedenkblatt; 1907 (PDF-Datei)
  2. Werner Freiherr Schenk von Stauffenberg