Ulm

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ulm

Wappen von Ulm
Staat: Deutsches Reich
Gau: Württemberg-Hohenzollern
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Provinz: Württemberg
Einwohner (2016): 123.953
Bevölkerungsdichte: 1.041 Ew. p. km²
Fläche: 119 km²
Höhe: 478 m ü. NN
Postleitzahl: 89073–89081
Telefon-Vorwahl: 0731, 07304, 07305, 07346
Kfz-Kennzeichen: UL
Koordinaten: 48° 24′ N, 9° 59′ O
Ulm befindet sich seit 1945 entweder unter Fremdherrschaft oder wird durch die BRD oder BRÖ staatsähnlich verwaltet.
Bundesland: Baden-Württemberg
Bürgermeister: Ivo Gönner (SPD)
Die Donau in Ulm

Ulm ist eine deutsche Universitätsstadt in Baden-Württemberg und liegt an der Donau, am südöstlichen Rand der Schwäbischen Alb. Die Stadt hat über 120.000 Einwohner, bildet einen eigenen Stadtkreis und ist darüber hinaus Sitz des Landratsamtes des Alb-Donau-Kreises.

Die Stadt ist bekannt für ihr gotisches Münster, dessen Kirchturm mit 161,53 Metern der höchste der Welt ist. Weiterhin bemerkenswert ist die lange bürgerliche Tradition Ulms mit der ältesten Verfassung einer deutschen Stadt und einem Stadttheater, dessen Anfänge bis ins Jahr 1641 zurückreichen. In der Vergangenheit war Ulm Ausgangspunkt der Auswanderung der Donauschwaben, die donauabwärts mit sogenannten Ulmer Schachteln in ihre neuen Siedlungsgebiete im Südosten Europas fuhren.

Ulm, erstmals urkundlich genannt am 22. Juli 854, war Königspfalz und Freie Reichsstadt, ab 1802 bayerisch, ist seit 1810 württembergisch und seitdem getrennt von seinem Gebiet rechts der Donau, das bei Bayern blieb und auf dem sich die Stadt Neu-Ulm entwickelte.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1890 36.000
1939 75.000
1945 20.000
1980 100.000
2011 123.672
2016 123.953

Chronik des Bombenkriegs: 17. Dezember 1944 – Die R.A.F. zerbombt Ulm und Neu-Ulm

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Ulm zählte 1939 circa 65.000 Einwohner, die bayerische Schwesterstadt Neu-Ulm 13.200. Die mittelalterliche Kunst- und moderne Industriestadt Ulm wurde am 17. Dezember 1944, einem dritten Advent, von über 300 Bombern mit Spreng- und Brandbomben, darunter solche mit Langzeitzünder, angegriffen. 606 Menschen starben, bis zu 50.000 wurden obdachlos.

Von den 11.115 in Ulm vorhandenen Gebäuden blieben, nach den Angaben Jörg Friedrichs, nur 1.763 unbeschädigt. Dabei handelte es sich größtenteils um Häuser und Anlagen in den Randgebieten der Stadt, obwohl hier eines der eigentlichen Primärziele, die Deutz-Werke, lagen. Der Kern der Stadt wurde von den Bomber-Strategen ins Visier genommen, da die altertümliche Bauweise mit viel verarbeitetem Holz dem geplanten Feuersturm entgegen kam. Dieser entwickelte sich auch wie geplant – doch der berühmte Ulmer Münster überstand ihn auf wunderliche Weise.

Ulm 17. Dezember 1944 129x200 Chronik des Bombenkriegs: 17. Dezember 1944 – Die R.A.F. zerbombt Ulm und Neu Ulm

Das benachbarte Neu-Ulm war im Laufe des Zweiten Weltkriegs derweilen 22 Mal Ziel alliierter Bombardements. Insgesamt geht man von 300.000 über der beschaulichen Kleinstadt abgeworfenen Bomben aus. Der schwerste Angriff ereignete sich ebenfalls am 17. Dezember 1944. 80 Prozent der Stadt wurden zerstört, desgleichen alle Brücken über die Donau.

Die Stadt lag, wie Günter Zemella angibt, unter 2,1 Millionen Kubikmeter Schutt. Dies sorgte dafür, daß zahlreiche der 1.200 Leichen erst nach mehreren Tagen aus den Trümmern geborgen werden konnten. Erschwerend kam hinzu, daß weitere Angriffe auf die Stadt folgten.


Personen

Bekannte, in Ulm geborene Personen

Werbung von 1941
  • Heinz Angelmaier (1918–2014), Hauptmann der Reserve und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges
  • Thomas Abbt (1738–1766), Schriftsteller
  • Clemens Betzel (1895–1945), Generalleutnant und Eichenlaubträger des Zweiten Weltkrieges
  • Ernst Biehler (1903–1997), Generalmajor und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges
  • Walter Drexler (1916–1945), SS-Sturmbannführer und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges
  • Nikolaus Federmann (1506–1542), Entdecker
  • Jakob Fick (1912–2004), SS-Obersturmbannführer und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges
  • Ludwig von Golther (1823–1876), Jurist und Kultusminister im Königreich Württemberg
  • Jakob Griesinger (1407–1491), Glasmaler, Dominikanerbruder und Landsknecht
  • Karl Hieber (1909–1943), Major und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges
  • Ulrich Hoeneß (geb. 1952), Fußballfunktionär
  • Max W. Kimmich (1893–1980), Filmregisseur und Drehbuchautor
  • Paula Pfluger (1909–1990), Schauspielerin
  • Rudolf Rahn (1900–1975), Diplomat
  • Johann Elias Ridinger (1695–1767), Tiermaler und Kupferstecher
  • Claudia Roth (geb. 1955), BRD-Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), MdB und MdEP, ehemalige Bundesvorsitzende der Grünen
  • Anton Schlecker (geb. 1944), Unternehmer und Gründer der Schlecker-Drogeriemärkte
  • Wolfgang Schuster (geb. 1949), Jurist, Kommunalpolitiker (CDU) und Oberbürgermeister von Stuttgart
  • Franz Schwaiger (1918–1944), Leutnant und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges
  • Walter Sigel (1906–1944), Luftwaffenoffizier, Stuka-Kommandant und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges
  • Luitpold Steidle (1898–1984), Oberst und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges

In Ulm geborene Nichtdeutsche

  • Albert Einstein (1879–1955), jüdischer Physiker und Nobelpreisträger
  • Amelie Fried (geb. 1958), jüdische Fernsehmoderatorin, Journalistin und Schriftstellerin

Die Ehrenbürger der Stadt Ulm

  • Fürst Otto von Bismarck (1815–1898), Reichskanzler; (1895)
  • Graf Ferdinand von Zeppelin (1838–1917), Pionier des Luftschiffbaus; (1912)
  • Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg (1847–1934), (späterer) Reichspräsident; (1915)
  • Adolf Hitler (1889–1945), Reichskanzler; (1933)
  • Wilhelm Murr (1888–1945), Reichsstatthalter der NSDAP für Württemberg; (1933)
  • Wilhelm Dreher (1892–1969), Staatskommissar der NSDAP für Ulm und Oberschwaben und Polizeidirektor in Ulm; (1933)
Anmerkung: Die letzten drei Ehrungen wurden nach dem Krieg durch das BRD-System für „ungültig“ erklärt (Ulmer Amtsblatt, 23. Juni 1945)

In der BRD verliehene Ehrenbürgerschaften

Bildergalerie

Fußnoten

  1. Der Schulungsbrief, Juli 1936
  2. Tore/Türme und Brunnen. Aus vier Jahrhunderten deutscher Vergangenheit, Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus & Leipzig 1924, S. 22 (Die Blauen Bücher)
  3. Große Bürgerbauten. Aus vier Jahrhunderten deutscher Vergangenheit, Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus & Leipzig 1925 (Die Blauen Bücher)