Ballmer, Steve

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Steve Ballmer

Steven (Steve) Anthony Ballmer (Lebensrune.png 28. März 1956 in Detroit, Michigan, VSA) ist ein jüdischer Manager in den Vereinigten Staaten von Amerika. Er war von 2000 bis 2014 Vorstandsvorsitzender (CEO – Chief Executive Officer) des Informationstechnik-Unternehmens Microsoft.[1]

Werdegang

Herkunft

Steven Anthony („Steve“) Ballmer wurde am 28. März 1956 in Detroit, Michigan, geboren. Sein Vater, Fritz Hans Ballmer, ein Einwanderer aus der Schweiz, arbeitete sich beim Automobil-Konzern Ford vom Arbeiter in die mittlere Leitungsebene hoch. Ballmers Mutter ist eine in den VSA lebende Jüdin.[2]

Ausbildung

Ab 1974 studierte Steve Ballmer an der Harvard-Universität (Cambridge/Mass.) angewandte Mathematik sowie Ökonomie und erwarb 1977 den Bachelor-Grad (magna cum laude). In Harvard lernte er Bill Gates kennen, der das Studium abbrach und 1975 mit Paul Allen die Firma Microsoft zur Entwicklung von Anwendungen für Kleinrechner gründete. Ballmer engagierte sich an Schule und Universität als Manager des „Football-Teams“ und im Anzeigenvertrieb für „Campus“-Zeitungen.[3]

Wirken

Steve Ballmer ist seit 2000 Geschäftsführer bei Microsoft.

Konzern-Erfahrung sammelte Ballmer 1978-1980 als Assistant Product Manager bei „Procter & Gamble“ (Konsumgüter). Einen „Master“-Studiengang an der „Stanford Business School“ brach er ab, da ihn Bill Gates noch 1980 davon überzeugte, als erster Nichttechniker bei Microsoft einzusteigen (mit einer Beteiligung von 4,9 %). Sitz der Firma war seit 1979 der Staat Washington, zuerst in Bellevue und seit 1986 im nahen Redmond bei Seattle.

Steve Ballmer stieg bald zum starken Mann hinter Gates auf, da Paul Allen gesundheitsbedingt ausstieg. Der hemdsärmelige Ballmer stellte die ideale Ergänzung zum visionär-introvertierten Gates dar. Ab 1980 baute Ballmer als „Vice President for Marketing“ eine der schlagkräftigsten Vertriebsmannschaften dieses Geschäftsfeldes auf.

Dank Ballmers organisatorischer Stärke verarbeitete Microsoft anders als viele IT-Gründungen das rasante Wachstum stets gut. Noch 1980 bekam Microsoft die Möglichkeit, für den führenden Rechner- und Informationstechnik-Konzern International Business Machines (IBM) - auf Basis des Mikroprozessors der Intel Corp. - das Betriebssystem (Operating System) für den IBM-Personalcomputer (PC) zu entwickeln. Betriebssysteme waren als Systemprogramme entstanden, die das Zusammenspiel der Komponenten eines Computers regeln und die Anwendungen steuern. Als Grundlage für das eigene Produkt erwarb Microsoft für 50.000 US-Dollar die Rechte an dem rudimentären Betriebssystem DOS und entwickelte daraus MS DOS. Darauf baute der weitere Erfolg auf. Hatte Microsoft 1975 noch 16.000 US-Dollar umgesetzt, waren es 1981 dank MS DOS bereits 16 Millionen US-Dollar. Microsoft hatte sich die Vermarktungsrechte an MS DOS gesichert und nutzte diesen Freiraum konsequent.[3]

1985 hatten Microsoft und IBM gemeinsam die Entwicklung von OS/2 begonnen, eines „Multitasking“-Betriebssystems (mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeitbar), das die Möglichkeiten der neuen Generation von IBM-Mikrocomputern, "Personal System (PS/2)", ausnutzen sollte. Doch MS-DOS hatte, allen Unzulänglichkeiten des Systems zum Trotz, eine derart beherrschende Stellung erreicht, daß das "Operating System/2" nur äußerst mühsam seinen Markt fand. Microsoft konzentrierte sich deshalb auf die Weiterentwicklung seiner bereits 1985 vorgestellten grafischen Benutzeroberfläche WINDOWS. Der Betriebssystemzusatz zu DOS, der den PC dem Konkurrenten Apple Macintosh ähnlicher machte, präsentierte dem Benutzer Programme und Dateien in Fenstern und Bildsymbolen und erlaubte eine intuitive Bedienerführung mit der Maus statt eines befehlsorientierten Kommandomodus. Richtig auf die Beine kam Windows erst 1990 in der Version 3.0, die auch das gleichzeitige Abarbeiten von mehreren Windows- bzw. DOS-Programmen erlaubte und damit die Fähigkeiten von OS/2 ins Visier nahm. Microsoft und IBM beendeten daraufhin ihre Zusammenarbeit bei der Entwicklung von OS/2, die von IBM alleine fortgeführt und schließlich eingestellt wurde.

In der Folge profitierte Microsoft vom Aufstieg des bedienerfreundlichen PC zum Massenprodukt. Mit dazu bei trugen auch Anwendungsprogramme wie "Word" (Textverarbeitung) und "Excel" (Tabellen-Kalkulation). In der Folge diversifizierte Microsoft und stellte weitere Software vor, darunter Betriebssysteme für Netzwerkrechner (Server). Während Windows bei PCs aber einen Marktanteil von fast 90 % behauptete, blieb der Anteil als Marktführer bei Servern unter 40 %.

1992 rückte Steve Ballmer in das Exekutivkomitee auf. Mit Gates trieb er die Diversifikation voran, zumal der klassische PC-Markt Sättigungstendenzen zeigte. Zudem vollzog sich ein sprunghaftes Wachstum beim Weltnetz als neue Grundbedingung der IT-Märkte, worin Microsoft zunächst keine treibende Kraft war. Ballmer setzte die Neuorientierung dann aber massiv um. 1995 stellte Microsoft das Betriebssystem "Windows 95" vor, das über den integrierten und damit lizenzfreien Browser (Zugangssoftware) "Internet Explorer" den individuellen Eintritt ins Netz eröffnete. Damit sprengte Microsoft die bisherige Dominanz des Wettbewerbers Netscape.

Ab 1998 leitete Ballmer als President das operative Geschäft. Anfang 2000 vertraute Gates, Ballmer dann als „Chief Executive Officer“ (CEO) die Konzernführung an. Gates blieb „Chairman“ des Verwaltungsrates und wurde „Chief Software Architect“ - seine eigentliche Berufung. Bemerkenswert, daß sich die Doppelspitze in der Folge bewährte - eine Ausnahme bei Weltkonzernen. Legendären Status erreichte Ballmer in der Belegschaft mit emotionalen und etwas theatralisch wirkenden Auftritten. Entsprechend martialisch erwies sich aber auch seine Rhetorik gegenüber Wettbewerbern.

Als Konzernchef sah sich Ballmer mehreren Herausforderungen gegenüber. So diversifizierten die Rechner-Anwendungen dank des Weltnetz immer mehr, was aber die Integration der Programme über ein Betriebssystem weiter verkomplizierte. Zudem wuchs die Bedeutung der lizenzfreien (über das Weltnetz zugänglichen) „Open Source-Software“, die anspruchsvollen Nutzern die Möglichkeit zu individuellen Anpassungen bot. Überdies stieg der Anteil des Werbemarktes im Weltnetz auf Kosten der lizenzierten Software. Microsoft reagierte auf diese Änderungen als mittlerweile immer komplexerer Konzern zunehmend bürokratisch und inflexibel. Hinzu kamen Klagen und Prozesse, in denen Wettbewerbshüter, Konkurrenten und Verbraucher die Marktmacht von Microsoft hinterfragten.

Bill Gates und Steve Ballmer

Intern stellte Ballmer 2002 eine neue Konzernstruktur mit sieben Sparten vor, welche deutlich machen sollte, daß Microsoft nicht mehr allein Spezialist für Betriebssysteme und „Office-Software“ war. Dennoch blieben diese klassischen Microsoft-Produkte auch seither die Gewinngaranten. 2005 gruppierte Ballmer den Konzern erneut um und ordnete die sieben Sparten in drei Arbeitsbereiche ein. Damit sollten diese drei eine gewisse Eigenständigkeit und Selbstverantwortlichkeit erhalten. Dominierendes Arbeitsgebiet wurde die Einheit „Platform Products & Services Business“ mit den Sparten „Windows Client“ (Betriebssysteme für PC / Notebook), „Server & Tools“ (Betriebssystem für Zentralrechner, Profianwendungen) und „MSN“ (Weltnetzangebote mit Zugang, Portal, E-Mail). Zum Arbeitsbereich „Business“ kamen die beiden Sparten Information „Worker Business“ (Anwendersoftware) und „Business Solutions“ (Software und Werkzeuge für Geschäftskunden). Kleinster Bereich wurde „Entertainment & Devices“ mit „Mobile & Embedded Devices“ (Software für mobile Geräte) sowie „Home & Entertainment“ (PC-Spiele, Musik, interaktives Fernsehen). 2006 verfeinerte Ballmer die Konzernstruktur erneut in einigen Details. Charakteristisch für Ballmers Strategie war auch, daß Microsoft bis 2004 Liquiditätsreserven von 56,4 Milliarden US-Dollar ansammelte - teils als Rücklagen für eventuelle Kartellstrafen. 2004 entschied Microsoft, über diese Summe und kommende Gewinne bis 2008 in Form von Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen an die 75 Milliarden US-Dollar auszuschütten. Hauptnutznießer wurde dabei die „Bill & Melinda Gates Foundation“.

Wachstumsschwerpunkte setzte Ballmer in der „Software“ für Weltnetz-Anwendungen und entsprechender mobiler Kommunikation sowie mit Firmenkunden-Programmen. In diesen Feldern vollzog Ballmer die Offensiven freilich weniger über Eigenentwicklungen wie beim klassischen Microsoft-Gebiet Betriebssysteme, sondern über Firmenkäufe und Beteiligungen. Allerdings veränderten sich die Märkte über das Weltnetz rapide, und dabei bestimmte Microsoft nicht mehr das Tempo.

In der Sparte Unternehmens-Software wickelte Ballmer 2002 für 1,3 Milliarden US-Dollar den Kauf der dänischen „Navison“ (Spezialist für kleine Firmenkunden) sowie den der US-Firma „Great Plains“ ab. Zu den Allianzen zählte eine mit Pfizer und Hewlett Packard im Gebiet von Programmen für Kliniken und Arztpraxen. 2004 scheiterte Ballmers Versuch, den Marktführer, die SAP AG, zu übernehmen. Gleichwohl setzte Microsoft die Kooperation bei weltnetzfähigen „Office“-Produkten fort, während SAP im Mittelstandsgeschäft Wettbewerber blieb. Immerhin etablierte sich Microsoft als viertgrößter Anbieter von Unternehmens-Software.

Im Sektor Weltnetz-Anwendungen lancierte Steve Ballmer im Jahr 2000 Investitionen von 2 Milliarden US-Dollar. Aber anders als Wettbewerber lehnten Ballmer und Gates es ab, daß Kunden Software wie bei Wettbewerbern vornehmlich aus dem Weltnetz beziehen, und setzten weiter auf gut ausgestattete Computer als Träger der wesentlichen Programme. Längere Zeit sah Ballmer das Zugangsportal "MSN" vom Wettbewerb mit AOL Time Warner bedroht, weshalb Ballmer ab 1999 das Kabelgeschäft von AT&T mit über 5 Milliarden US-Dollar unterstützte, um dort befürchteten Demarchen von AOL entgegenzuwirken. 2001 führten Kooperationsgespräche mit AOL zu keinem Ergebnis. Ballmer ergänzte das eigene Angebot durch den Zukauf spezieller Anbieter. So kaufte Microsoft Anti-Viren-Anbieter und im Mai 2007 im Zuge der bis dahin größten eigenen Akquisition für 6 Milliarden US-Dollar den Weltnetz-Werbe-Spezialisten „Aquantive“ in Seattle. Zudem sah Ballmer über Weltnetz-Angebote die Möglichkeit, im Markt für mobile Anwendungen besser Fuß zu fassen. Zu dem Zweck gründete er Bündnisse mit Telekommunikationsfirmen, darunter der Deutschen Telekom und 2005 mit MCI.[3]

Eine Nischen-Aktivität blieb "Home & Entertainment". Steve Ballmer lancierte in diesem Bereich die freilich dann enttäuschende Spielekonsole "x-box" und investierte rund 1 Milliarden US-Dollar ins Satelliten-Fernsehen „Sky Global“ der „News Corporation“. 2004 begann Microsoft mit dem Vertrieb von Musiktiteln im Weltnetz über das Programm "Zunes" und reagierte damit auf den Erfolg des Wettbewerbers Apple.

Im Bereich Betriebssysteme führte Ballmer bereits 2001 "Windows XP" (für "Experience") auf Basis von Windows NT auf dem Markt ein. Damit gab Microsoft MS‒DOS als Basis für Arbeitsplatzrechner auf. Auch mit "XP" behauptete Microsoft bei PCs einen Marktanteil von gut 85 %. Allerdings verkomplizierte sich auch dieser Markt, zumal das Grund-Betriebssystem immer komplexeren Anforderungen gerecht werden musste und viele Anwendungen aus dem Internet mehr und mehr unabhängig vom Betriebssystem abliefen. Das ab Ende 2006 schließlich ausgelieferte neue Betriebssystem "Vista" brachte zunächst eher enttäuschende Absatz-Ergebnisse. Eigenen Angaben zufolge hatten die Investitionen in das überaus komplexe "Vista" über 6 Milliarden US-Dollar betragen.

Insbesondere im Markt mit Großrechnern spürte Ballmer den Wettbewerb mit „Open-Source-Software“ immer nachhaltiger. Da die freie Software den in der Regel kompetenten Server-Nutzern individuelle Anpassungen erlaubte, erwies sich diese als sehr viel flexibler als Microsoft-Produkte. 2006 vereinbarte Ballmer eine Zusammenarbeit mit „Novell“ - einem Pionier bei der Anwendung des „Open Source-Betriebssystems Linux“ - sowie 2007 eine engere Abstimmung mit „Sun“.

Im Oktober 2007 stieg Microsoft mit einer Beteiligung von 1,6 % und 240 Millionen US-Dollar bei der jüdischen Weltnetz-Plattform „Facebook“ ein und setzte sich damit gegen den jüdischen Mitbewerber „Google“ durch. Zu Beginn des Jahres 2008 verstärkte Microsoft seine Aktivitäten im Bereich der Suchmaschinen darüber hinaus erheblich. Darauf wies ein Übernahmeangebot für das Technologieunternehmen „Fast Search & Transfer“ in der Größenordnung von 1,2 Milliarden US-Dollar und für die Suchmaschine „Yahoo“ in einem Umfang von fast 45 Milliarden US-Dollar hin.

Unabhängig von Ballmers Strategien für die Zukunft von Microsoft vollzogen sich mehrere Verfahren seitens der Wettbewerbshüter in den USA und der EU, die Mitbewerber und Kunden angestoßen hatten. Schon bei einer ersten Klage von 1990 war es um die seither gültige Kernfrage gegangen, ob Microsoft die dominierende Stellung bei PC-Betriebssystemen für wettbewerbsschädliches Verhalten missbraucht. 1994 musste Microsoft zugestehen, Hardware-Herstellern mehr Freiraum bei der Vorinstallation von Programmen zu geben. 1998 leitete dann das US-Justizministerium und mehrere Bundesstaaten Klage wegen Missbrauchs der Marktstellung bei Browsern ein. 2000 kam bei einem Vorentscheid die Drohung einer Zerschlagung des Konzerns ins Spiel. Entsprechende Schritte gegen Microsoft blieben aber folgenlos. Denn trotz seines impulsiven Auftretens förderte Ballmer - anstelle des bisherigen Konfrontationskurses - mehrere außergerichtliche Vergleiche, so daß die meisten Wettbewerber ihre Klagen zurückzogen. 2002 und 2004 bestätigte die US-Justiz einen von Ballmer 2001 vereinbarten Vergleich. Gemäß diesem sagte Microsoft zu, Wettbewerbern den Zugang zu "Windows" zu erleichtern und die Transparenz zu verbessern. Damit waren die zentralen Wettbewerbsprobleme im Heimatmarkt vorerst auf freiwilliger Basis geregelt. In diesem Zusammenhang merkten Kommentatoren freilich auch an, daß die Kartellstrafen für Microsoft immer noch preisgünstiger kämen als die sehr viel riskantere Forschung, zumal die Marktfähigkeit neuer Entwicklungen nie garantiert werden könne.[4] Im Zuge der Einigung für die USA musste Microsoft seine Praktiken seither vereinbarungsgemäß regelmäßig überprüfen lassen. So setzte beispielsweise Google 2007 durch, daß Suchmaschinen von Microsoft-Wettbewerbern künftig auf Rechnern vorinstalliert werden. Ballmer hatte zuvor Hoffnungen auf die in "Vista" geschickt integrierte eigene Such-Funktion gesetzt, über welche er die Position im Werbemarkt der Suchmaschinen verbessern wollte.

Schwieriger gestalteten sich für Ballmer die Kontroversen mit der EU-Kommission. Diese gingen auf Klagen des Wettbewerbers „Sun“ von 1998 zurück. „Sun“ warf Microsoft vor, es anderen Anbietern unmöglich zu machen, auf das Betriebssystem abgestimmte Programme auf den Markt zu bringen, da Microsoft die hierfür notwendigen Schnittstellen-Informationen geheim halte. Hinzu kamen weitere Beschwerden, die beanstandeten, daß Microsoft eigene Produkte wie den „Media Player“ vorinstalliere und sich damit Vorteile gegenüber Wettbewerbern verschaffe. Erneut reagierte Ballmer, indem er mit den meisten Klägern bilaterale Kompromisse schloss. Insgesamt wandte Microsoft allein 2002-2007 über 4 Milliarden Euro für entsprechende freiwillige Kompromisse mit Wettbewerbern auf. Allein „Sun“ erhielt fast 2 Milliarden US-Dollar. Gleichwohl blieb die EU-Kommission bei ihrem Kurs, auch deshalb, weil es sich um ganz grundlegende Fragen handelte. So verwies Microsoft auf das Recht, sein Eigentum zu schützen. Umgekehrt argumentierte die Kommission, daß durch die Eigentumsrechte der Wettbewerb und damit die Eigentumsrechte von anderen Anbietern nicht verletzt werden dürften. Im September 2007 gab der „EuGH“ der Kommission in den wesentlichen Punkten Recht und wies den Einspruch des Konzerns gegen eine schon erlassene Kartellstrafe der EU aus dem Jahr 2004 zurück. Im Oktober verzichtete Microsoft auf Berufung und akzeptierte Strafzahlungen von fast 500 Millionen Euro sowie entsprechende Auflagen. Anfang des Jahres 2008 eröffnete EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes zwei weitere Kartellrechtsverfahren gegen Microsoft.

2002 hatte Microsoft noch 28,4 Milliarden US-Dollar umgesetzt, bei einem Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar. 2006 auf 2007 stieg der Umsatz von 44,3 auf 51,1 Milliarden US-Dollar. Hierzu trugen 2006 die Sparte „Client“ 15,0 Milliarden sowie „Server and Tools“ 11,2, die „Business Division“ 16,4, „Entertainment & Devices“ 6,1 und „Online Services“ 2,5 Milliarden US-Dollar bei. Der Nettogewinn verbesserte sich weiter von 12,6 auf 14,1 Milliarden US-Dollar.

Literatur

F. A. Maxwell: "Bad Boy Ballmer" (2002).

Auszeichnungen

2004: John-Mc-Cloy-Preis

Familie

Steve Ballmer ist seit 1990 mit Connie, geborene Snyder, (zuvor in der Öffentlichkeitsarbeit von Microsoft), verheiratet und hat drei Söhne. 2006 schätzte Forbes Ballmers Vermögen (über den Microsoft-Anteil von 3,8 %) auf 13,6 Milliarden US-Dollar. Er treibt Sport (Korbball, Basketball).

Filmbeitrag

Rhetorik - Der verrückteste Redner den es gibt

Fußnoten

  1. Steve Ballmer verabschiedet sich unter Tränen von Bill Gates
  2. Internationales Biographisches Archiv 09/2008
  3. 3,0 3,1 3,2 Munzinger-Archiv GmbH, 2008
  4. vgl. WELT, 9. Juni 2004