Tannenbergbund

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Tannenbergbund

Tannenbergbund.jpg
Bestehen: 7. September 1925
bis Juni 1933
Führer: Schirmherr:
Erich Ludendorff
Vorsitzender:
Friedrich Bronsart von Schellendorf
Politischer Berater:
Konstantin Hierl
(1925-1927)

Der Tannenberg-Bund (Arbeitsgemeinschaft völkischer Frontkrieger- und Jugendverbände) war ein Dachverband völkischer Jugendorganisationen und Wehrverbände. Als Schutzverband für die Mitglieder zur Erlangung von Gleichberechtigung mit den religiös-weltanschaulichen Rechten der Kirchenmitglieder wurde 1930 die Weltanschauungsgemeinschaft „Deutschvolk e. V.“ mit Sitz in München gegründet.[1]

Geschichte

Tagungsabzeichen

Die Anfänge

Nachdem die SA und NSDAP Anfang 1925 wieder zugelassen wurden, zerfiel die völkische Auffangorganisation der Verbotszeit für die SA, der Frontbann, recht schnell. Der größte Teil des Frontbanns ging zurück in die SA, den Rest nahm Ludendorff, der inzwischen gegen Hitler arbeitete, in den Tannenbergbund (TB).

Programmatik

Verbindende Elemente des Dachverbandes waren die Feindschaft gegen den Sieger von 1914-18, Frankreich, und die Hochfinanz des internationalen Leihkapitals, der Einheitsstaat als Machtstaat im Gegensatz zum Bundesstaat oder die Militarisierung (Wehrhaftmachung durch Arbeitsdienstpflicht und Wiedereinführung der Wehrpflicht) der Gesellschaft für einen totalen Krieg im Sinne des Hindenburg-Programmes mit einer Kriegsdienstpflicht.

Das politische Bekenntnis des TB mit 33 Programmpunkten betonte den Staat als Diener des Volkes, das Volk als eine Einheit in Rasse und Weltanschauung, den Zusammenschluß der Grenzlanddeutschen in einem Großdeutschland, die Bekämpfung des Judentums und Marxismus, die Gefährlichkeit des Parlamentarismus oder eine Bedarfswirtschaft statt der Gewinnsucht.[2].

Satzungsänderung

Mit der Satzungsänderung vom August 1927 wurden die angeschlossenen Verbände enger an den TB gebunden. Ludendorff konnte jetzt Bundes- und Landesführer einsetzen. Erich und Mathilde Ludendorff sollten die uneingeschränkten Führer des TB werden.

Einfluß der NSDAP

Im November 1927 trat Konstantin Hierl zur NSDAP über. 1930 trat der Führer des Frontkriegerbundes, Hugo Alletter, aus und rief gegen den Willen Ludendorffs September 1930 zur Wahl Hitlers auf. Nach Ausfällen Ludendorffs gegen Hitler wurde der TB Juni 1933 verboten.

„Der gewaltsame Umsturz wird kommen, wie 1918, nur kommen dann keine Volksbeauftragten, denen es schließlich noch gelang, das Blutbad auszuschließen, sondern es kommt der ‚Volksbeauftragte‘ Herr Hitler, der sich natürlich ebenso wie jene Volksbeauftragten von 1918 auf den Willen des Volkes berufen, aber nicht imstande sein wird, die von ihm und dem Chef seines Stabes in die SA und SS gelegte Blutrünstigkeit zu bannen. Nach zehn bis zwölf Jahren wird das Deutsche Volk erkennen, daß die Revolution von 1932/33 ein Volksbetrug war, wie die Revolution von 1918/19, nur noch ein viel größerer.“ — Erich Ludendorff am 3. Juli 1932, in: „Ludendorffs-Volkswarte“, Folge 26, 4. Jahrgang

Publikationen

Presseorgane waren die Deutsche Wochenschau 1925-1929, Ludendorff’s Volkswarte 1929-1933, die Monatsschrift Der Frontkrieger 1931-1936 und regionale Veröffentlichungen. Angeschlossene Verbände waren u. a. der Deutschvölkische Offiziersbund, Jugendbund Albert Leo Schlageter, Verband Hindenburg, Altreichsflagge, Bund Frankenland, Schilljugend oder der Deutschvölkische Beamtenbund Berlin.

Ludendorffs Volkswarte

Ludendorff’s Volkswarte ist eine im Jahre 1929 in München gegründete Wochenzeitschrift. Sie trug den Untertitel „Sieg der Wahrheit: der Lüge Vernichtung“. Die Auflage betrug beim Verbot im Jahre 1933 bis zu 130.000 Exemplare.

Bildergalerie

Siehe auch

Literatur

  • Dieter Fricke (Hg.): Lexikon zur Parteiengeschichte, Band 4, Leipzig 1984
  • Unsere Stellung zum Staate, 1926; auch als Auszug in: „Ausgewählte Schriften und Reden“ von Konstantin Hierl, Band I, 1941, S. 221-228

Fußnoten

  1. Geschichte des Bundes für Gotterkenntnis (Ludendorff) e. V.
  2. Unser politisches Bekenntnis. Hierl, Konstantin: „Ausgewählte Schriften und Reden“. Band 1. 1941. S. 229-239.