Sündermann, Ursula

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Ursula Sündermann, verwitwete Sudholt, adoptierte von Druffel, geb. Freiin von und zu Egloffstein

Ursula Barbara Sündermann (Lebensrune.png 25. August 1911 in Weimar; Todesrune.png 1987 in München) war eine deutsche Verlegerin. Sie vereinte in ihrer Person Nord- und Süd-, Ost- und Westdeutsches miteinander. Römische „Virtus“ und preußische Tüchtigkeit zeichneten sie aus.

Leben

Erster Ehemann Karl Sudholt und Tante/Adoptivmutter Sibylle von Druffel auf dem Waldfriedhof in München

Ursula Barbara Freiin von und zu Egloffstein wurde 1911 im thüringischen Weimar als Tochter des Juristen Oberleutnant der Reserve Dr. jur. Gustav August Moritz Julius Klaus Freiherr von und zu Egloffstein (Lebensrune.png 10. Oktober 1869 in Eisenach; Todesrune.png 30. Januar 1914 in Weimar) und dessen am 16. Oktober 1902 geehelichten Frau Johanne Charlotte Gertrud, geb. Vogt (Lebensrune.png 20. Januar 1873 in Weimar; Todesrune.png 29. Januar 1914 ebenda) geboren. Ihre ältere, am 17. Dezember 1908 in Pilsach geborene Schwester war Marie Luise.

Sie wurde bereits 1914 mit zwei Jahren Vollwaise und von ihrer Tante (Schwester des Vaters) Karoline Frieda Adeline Sibylla[1], geb. Freiin von und zu Egloffstein (1872–1966; ∞ 26. November 1908) und ihrem Onkel und späteren Adoptivvater, dem preußischen Oberförster (Forstmeister) Alfred von Druffel, im Sauerland und nach dessen Tod im Münsterland auf der Wasserburg Wellbergen aufgezogen. 1929 erfolgte die Übersiedelung an den Starnberger See. Ihre Tante bzw. Adoptivmutter wurde am 7. September 1932 Kreisfrauenschaftsleiterin der NS-Frauenschaft im Bezirk Starnberg.

Aus der 1934 eingegangenen Ehe mit dem Westfalen und Dr. Karl Sudholt stammen ihre vier Kinder, denen stets ihr ganzer Einsatz galt. Ein Übermaß an Fleiß und Einsatzbereitschaft war hierbei erforderlich, nachdem der Vater die Wirren des deutschen Zusammenbruchs nicht überlebte.

Nachkriegszeit

1950 vermählte sie sich mit dem damaligen stellvertretenden Reichspressechef der Reichsregierung, Helmut Sündermann. 1952 erfolgte die Gründung des Druffel-Verlages, dem sie auch nach dem Tode von Helmut Sündermann bis zuletzt vorstand, und der von ihrem Sohn Dr. Gert Sudholt fortgeführt wurde. Beginnend mit der Veröffentlichung der Heß-Briefe (1952) wurden im Druffel-Verlag 150 Titel mit einer Gesamtauflage von über 1 Million Exemplare veröffentlicht, die künftigen Generationen als Grundlage für eine wahrheitsgetreue Geschichtsschreibung dienen sollten. Hier lag die Großtat der Verlegerin, daß sie gegen viele Widerstände noch im hohen Alter in den von ihre verlegten Büchern mit der Kraft und Macht des Wortes Zeugnis für ihre Generation und damit für das deutsche Volk ablegte, um jenen entgegenzuwirken, die den Deutschen in Acht und Bann halten wollen.

Darüber hinaus lebte Ursula Sündermann, deren ordnende Hand man fühlte, auch wenn sie nach außen nicht in Erscheinung trat, Tugenden vor, die zeitlos gültig bleiben: Selbstkontrolle, Disziplin, Fleiß, Güte und Mütterlichkeit.

Nachruf

Nikolaus von Preradovich hatte in seinem Nachruf die Entschlafene trefflich charakterisiert:

„Das preußische ‚Mehr sein als scheinen‘ prägte sie. Tapfer und treu gegenüber der größeren Aufgabe, hart und diszipliniert gegenüber sich selbst, ging sie unerschrocken ihren Weg. Klein und zart von Gestalt, groß und ungewöhnlich in ihrer Energie, steht diese einzigartige Frau heute noch einmal vor uns. Wenige Minuten, bevor sie den Mund zu bleibender Stille schloß, verabschiedete sie sich mit den Worten ‚Rien ne va plus‘ im sicheren Bewußtsein, ihre Mission erfüllt zu haben.“ [2]

Karl Sudholt

Der Kaufmann Dr. Karl Sudholt (Lebensrune.png Juni 1898; Todesrune.png Mai 1945) war seit 1931 Mitglied der NSDAP (Nr.: 550.088) sowie u. a. Ortsgruppenführer in Leoni (Berg), Stellvertreter des Gauinspektors und Kommunalreferenten der NSDAP im Gau München-Oberbayern Franz Xaver Buchner (1898–1967), SA-Sonderkommissar des Bezirksamtes Starnberg (die von Ernst Röhm seit dem 12. März 1933 eingesetzten SA-Sonderkommissare sollten sowohl die Abgabe illegaler Waffen organisieren als auch die Realisierung der nationalsozialistischen Gesetze überwachen), Gaugeschäftsführer, Gauamtsleiter des Amtes für Kommunalpolitik des Traditionsgaues München-Oberbayern (als solcher u. a. Herausgeber des 1939 erschienen Werkes „Denkmäler der Gemeinschaft – Ein Buch von den Gemeinschaftsarbeiten im Traditionsgau München-Oberbayern“), stellvertretender Kreisleiter und seit 1938 Leiter des Gauamtes für Volkswohlfahrt des Gaues München-Oberbayern, zuletzt mit dem Rang als Oberbereichsleiter. Er ruht auf dem Waldfriedhof München in einer Gemeinschaftsgrab mit der Schwiegermutter Sibylle von Druffel, geb. Freiin von und zu Egloffstein.

Fußnoten

  1. Namen nach dem Gothaischen Genealogischen Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, auf dem Grabstein des Münchener Waldfriedhofs steht jedoch „Sybylle“.
  2. Nation & Europa, 37. Jahrgang, Heft 9, September 1987, Seite 68