Mussolini, Benito

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Benito Amilcare Andrea Mussolini (Lebensrune.png 29. Juli 1883 in Dovia di Predappio bei Forlì in der Region Emilia-Romagna; Todesrune.png 28. April 1945 in Giulino di Mezzegra am Chumer See) war von 1922 bis 1943 faschistischer Regierungschef Italiens.

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Inhaltsverzeichnis

Leben

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Erster Weltkrieg

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Benito Mussolini wurde im Jahre 1917 an der Front verwundet und mußte im Mai 1917 aus dem Heer ausscheiden. Kurz danach wurde er als Agent für den britischen Geheimdienst MI5 angeheuert und fürstlich bezahlt, wie ein britischer Historiker mit bisher unbekannten Dokumenten belegen konnte.[1]

Weg in die Politik

Mussolini und Hitler in Berlin am 25. Oktober 1936
Nach dem Husarenstück: Otto-Harald Mors (mit geballter Faust), Otto Skorzeny (als Fliegerhauptmann getarnt), Mussolini und Schwerdt (v. l. n. r.) glücklich über die Befreiung beim Unternehmen „Eiche“ am 12. September 1943; sogar die italienischen Bewacher scheinen entspannt, erleichtert und teilweise glücklich zu sein. Rechts neben Mussolini: sein Leibwächter Otto Schwerdt, rechts außen mit Helm: Karl Radl

Bündnispartner Österreich

Eine unrühmliche Rolle in der Bestärkung des austrofaschistischen Irrweges spielte Benito Mussolini, der nichts unversucht ließ, sich dem jeweiligen Diktator Dollfuß oder Schuschnigg anzubiedern, um einen blutigen Keil zwischen das nationalsozialistisch regierte freie Deutsche Reich und das vom Reiche abgetrennte und diktatorisch regierte Österreich zu treiben. Ihm war daran gelegen, seine eigene Vorherrschaft in Südeuropa zu festigen. Ein starkes und geeintes Deutschland stand ihm dabei nur im Wege. Das separatistische Bestreben des österreichischen Rumpfstaates wurde demzufolge durch Mussolini mit allen erdenklichen Mitteln gefördert. Später änderte sich Mussolinis Kurs aus pragmatischen Erwägungen, um deutsche Soldaten in seinen eigenen Kriegsabenteuern verheizen zu können.

Zweiter Weltkrieg

Der Duce

Schon die Unfähigkeit des italienisches Heeres auf dem Balkan (militärhistorisch bekannt als „griechisches Abenteuer Mussolinis“) bedeutete den Einsatz deutscher Bündnistruppen und resultierte schließlich im Balkanfeldzug 1941, dies sollte sich in Afrika wiederholen. Die aufgezwungene Einbindung des deutschen Heeres in die italienischen Siegesträume sollte sich beim somit verzögerten Rußlandfeldzug als katastrophal für das Deutsche Reich herausstellen.

1943 wurde Mussolini aufgrund der Kriegslage, aber vor allem der Verluste beim Afrikafeldzug, durch einen Putsch von Pietro Badoglio von König Victor Emanuel III. abgesetzt und an wechselnden Orten festgesetzt. Gleichzeitig bemühten sich die Putschisten um einen Waffenstillstand mit den Alliierten, um gleichzeitig Verrat am Waffenbruder Deutschland zu verüben. Die deutsche Führung war jedoch darauf vorbereitet und löste den Fall Achse aus. Nachdem Mussolinis Aufenthaltsort von Otto Skorzeny ausfindig gemacht und dieser im Zuge des Unternehmen „Eiche“ befreit worden war, übte er das Amt des Präsidenten der neugeschaffenen Salòer Republik aus. Mussolini war während der gesamten Zeit Ministerpräsident und Capo del Governo, außerdem zeitweise unter anderem auch Außen- und Innenminister. Als Führer der faschistischen Bewegung bzw. der faschistischen Regierung führte er den Titel Duce del Fascismo (deutsch: Führer des Faschismus, Kurzform auch Il Duce = Der Führer).[2]

Tod

Zu Kriegsende wurde Mussolini von „Partisanen“ zusammen mit seiner Geliebten Clara Petacci ermordet. Unmittelbar darauf brachte man die Leichen zusammen mit anderen, am gleichen Tag ermordeten Faschistenführern nach Mailand, wo sie nach erfolgter Schändung durch einen aufgestachtelten, völlig enthemmten Pöbel an einer Tankstelle an den Beinen aufgehängt und zur Schau gestellt wurden.

Familie und Nachkommen

Mussolini hatte zusammen mit Rachele, geb. Guidi (geb. 11. April 1890), fünf Kinder. Die Tochter Edda wurde nicht ehelich geboren, ihre Mutter war noch minderjährig, so daß nach damaligem Recht im Personenstandsregister nur der Vater namentlich eingetragen wurde, die Mutter galt als unbekannt. Das Paar ließ sich am 17. Dezember 1915 standesamtlich trauen, am 28. Dezember 1925 erfolgte die kirchliche Eheschließung nach katholischem Ritus.

Zitate

Von Mussolini

  • „Die faschistische Staatsidee baut auf menschliche Qualität, deswegen mißbilligt sie das Mehrheitsprinzip der Demokratie, das die Quantität über die Qualität stellt. Demokratie ist im heutigen Sinn sowieso nur eine Lüge, weil das Volk nicht dadurch herrscht, daß man seiner Meinung alle vier Jahre einmal Aufmerksamkeit schenkt.“
  • „Nur das Blut ist, was das rauschende Rad der Geschichte in Bewegung setzt!“
  • „Man sagt, daß ich Macht habe, aber es sind meine Parteihierarchen, die sie haben. Ich kann nur sagen, ob mein Pferd links oder rechts geht.“[4]

Über Mussolini

Auszeichnungen (Auszug)

Siehe auch

Werke (Auswahl)

Sonstiges

1.000 mal pro Tag heruntergeladen: Die Reden des früheren Duce Benito Mussolini als iPhone-Programm stehen an der Spitze der Verkaufscharts im italienischen „App Store“.[6]

Siehe auch

Literatur

  • Willi Koerbel-Habsmeier: Erlebter Faschismus. Aufstieg und Sturz Benito Mussolinis. Ein Zeitzeuge berichtet. (Klappentext)
  • David Kertzer: Der erste Stellvertreter. Papst Pius XI. und der geheime Pakt mit dem Faschismus. Aus dem Englischen übersetzt von Martin Richter, Theiss Verlag, Darmstadt 2016, 607 S., ISBN 978-3-8062-3382-7

Verweise

Weltnetz

Spekulationen um englische Agententätigkeit

Reden

Fußnoten

  1. Mussolini 007, Der Spiegel, 14. Oktober 2009
  2. Vgl. auch: Doge
  3. Familienfoto auf dem Einband der Biographie von Romano Mussolini
  4. Berlusconi patzt, Euronews, 28. Mai 2010
  5. In: Jahre der Entscheidung, 45.–60. Tsd., C.H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München, Seite 134 unten
  6. Mussolini erobert den italienischen App Store, Focus, 28. Januar 2009
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