Auch Du warst dabei

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Buch

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Titel: Auch Du warst dabei
Autor: Peter Kleist
Verleger: Vowinckel-Verlag
Erscheinungsjahr: 1952

Auch Du warst dabei ist ein Buch von Dr. Peter Kleist, erschienen im Jahre 1952 im Vowinckel-Verlag Heidelberg. Das Buch beschreibt die Katastrophe des Krieges, der Deutschland angetan wurde, aus der unmittelbaren Nachkriegssicht. Es beinhaltet eine Reihe von Abbildungen, die derzeit im Sinne der Umerziehung dem Auge des BRD-Bürgers bewußt vorenthalten werden. So zum Beispiel Besuche europäischer Persönlichkeiten beim Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, Angehörige von französischen Einheiten der Waffen-SS, russische Wlassow-Armee-Kämpfer, die auf deutscher Seite gegen den Bolschewismus kämpften usw. Darüber hinaus betrachtet der Autor eingehend die Ursachen, die zu dieser Katastrophe geführt haben und bezweifelt im Resümee, daß sich die Welt mit dem Krieg gegen Deutschland einen Gefallen getan hat. Das Buch wird nicht mehr neu verlegt und ist nur noch antiquarisch erhältlich. Im Jahre 1973 erschien vom selben Autor das Buch: „Wer ist Willy Brandt?”.

In der Einführung des Buches „Auch Du warst dabei” heißt es:

Dieses Buch wird mir wenig Freunde machen. Es wird ein Ärgernis sein für die 90 Prozent der Deutschen, die schon immer dagegen waren, und es wird ein Ärgernis sein für die 90 Prozent der Deutschen, die einmal Ja gesagt haben. Es wird ein Ärgernis sein für die 90 Prozent der Menschen jenseits der Grenzen, die den Tag von München mit überschäumendem Jubel begrüßten, und es wird ein Ärgernis sein für die 90 Prozent der Menschen draußen, die immer schon den Kreuzzug gegen Nazi-Deutschland predigten. Aber ich glaube, daß ein Ärgernis zur rechten Zeit besser ist als eine Katastrophe zu unrechter Zeit. Darum habe ich dieses Buch geschrieben, obgleich man mir abriet, Dinge zu sagen, die zwar richtig, aber unzeitgemäß seien.
Unzeitgemäß ist es, nach den Ursachen zu forschen, weil es so viel leichter ist, Schuldige zu bestrafen. Unzeitgemäß ist es, nach Erklärungen zu suchen, weil es so viel befriedigender wirkt, dem Haß freien Lauf zu lassen. Haß aber gebiert Haß. Wie die Verletzung Deutschlands durch den Schuldspruch von Versailles den Wundbrand der Gegenwehr verursachte, so kann mit der Unerbittlichkeit eines Naturgesetzes vorausgesagt werden, daß die wilde Ehe von Ost und West in Nürnberg ein Ungetüm von Ressentiment und Haß gebären wird. Mit der Zwangsläufigkeit eines Naturgesetzes wird sich dieses Ereignis vollziehen, wenn nicht die Völker der Welt in einer schroffen Abkehr von ihrem bisherigen Wege zu den alten Gesetzen staatsmännischer Klugheit zurückkehren, die verlangen, daß man einen Gegner entweder vernichtet oder versöhnt. Die Vernichtung Deutschlands ist mißlungen, ist mißlungen zum Heil der freien Welt, die heute nicht mehr frei wäre, wenn ihr Vorhaben im Morgenthauplan seine Vollendung gefunden hätte. Doch auch die Versöhnung hat bisher nur Gesten und Worte, aber wenig Taten gebracht.
Heute sind sieben Jahre nach der Einstellung der Feindseligkeiten vergangen, sieben Jahre sind vergangen, seit Massenschändung und Massenmord durch ganz Deutschland — nicht nur im Osten — rasten. Aber noch heute ist es jedem Politiker, jedem Journalisten in der ganzen Welt erlaubt, das deutsche Volk als eine Horde kriegslüsterner Barbaren zu beschimpfen. Noch heute sitzen Tausende einfacher Soldaten und hoher Generale überall in der Welt, diesseits und jenseits des Eisernen Vorhanges, hinter Zuchthausmauern, weil sie die Methoden anwandten, denen England seine Größe verdankt, und mit denen der Bürgerkrieg in den Vereinigten Staaten geführt wurde, weil sie gezwungen wurden, Krieg mit Mitteln zu führen, die heute in Korea und Indochina das Feld beherrschen. Sie sitzen ebenso hinter Gittern, weil sie Befehle ausführten, wie jene englischen und holländischen Kolonialsoldaten hinter Gittern sitzen, weil sie sich weigerten, solche Befehle auszuführen. 105.000 Menschen wurden in Frankreich unter Beifall der Bevölkerung z.T. auf offener Straße erschlagen, weil sie mit der Besatzungsmacht zusammenarbeiteten, während zugleich in Deutschland die Zusammenarbeit mit der Besatzungsmacht als staatsbürgerliche Pflicht erklärt wird. Der gleiche deutsche Soldat, der bestraft und verachtet wurde, weil er unter ungeheuren Opfern vier Jahre lang einen Kampf von unvorstellbarer Härte gegen den Bolschewismus führte, sieht sich heute umworben von den gleichen Mächten, die während jener vier Jahre die Bundesgenossen des Bolschewismus waren und seine Frau und seine Kinder unter dem Schutt seiner Heimat begruben.
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Es ist kein Wunder, wenn sich der Durchschnittsdeutsche von heute schließlich dagegen wehrt, dieses ungereimte Gegeneinander von Wort und Tat gläubig hinzunehmen und den gefährlichen Versuch beginnt, selber zu denken. Und darum ist es notwendig, dieses Buch des Ärgernisses heute zu schreiben, um einen kleinen Beitrag zur Verhinderung der Katastrophe von morgen zu leisten, dieses Buch, mit dem der Versuch unternommen wird, die zwölf Jahre des Dritten Reiches so zu schildern, wie wir sie alle damals erlebt haben. Es ist notwendig, endlich einmal zu erklären, warum die Millionenmassen des deutschen Volkes damals Ja gesagt haben. Ja gesagt haben zu dem gewaltigen Aufbruch des Reiches aus den Fesseln einer lebensfeindlichen Gewaltkonstruktion, Aufbruch aus Diffamierung und Entrechtung. Es ist notwendig, diesen Millionen von Menschen ihr damaliges Ja verständlich zu machen, mit dem sie sich in der guten Gesellschaft nicht nur eines Chamberlain, sondern auch eines Lloyd George und eines Churchill, eines Knut Hamsun und eines Sven Hedin, eines Daladier und eines Petain befanden. Es ist notwendig, ohne Scheu einen Blick zurückzuwerfen auf das großartige Wiederaufbauwerk einer durch Krisenjahre zerrütteten Wirtschaft, in der sechs Millionen Erwerbslose wieder Lohn und Brot, wieder Lebenshoffnung und Selbstvertrauen fanden. Es ist notwendig, die Herkunft des Nationalsozialismus aus geistigen Strömungen zu begreifen, die sich keineswegs auf Deutschland beschränkten, sondern sich auch im Leben vieler anderer Kulturnationen durchgesetzt haben. Die Formen der Massenführung in den westlichen Demokratien, die Organisation der Wirtschaft in den USA, Arbeitsgesetzgebung, Eugenik oder Mutterschutz vieler Staaten folgen dem Muster Deutschlands. Es ist notwendig, aufzuzeigen, daß der Zweite Weltkrieg zwar von Hitler begonnen wurde, daß aber seine Ursachen, teilweise gewollt und bewußt, zwanzig Jahre zuvor geschaffen worden sind.
Es ist vor allem notwendig, zu erkennen, daß der Nationalsozialismus das deutsche Volk gegen eine Gefahr gesammelt hat, die damals jedes Kind in Deutschland begreifen lernte, die aber - nach der Vernichtung des Nationalsozialismus - erst heute langsam und unter schweren Verlusten an Gut und Blut von der westlichen Welt in ihrer ganzen erschreckenden Größe verstanden wird. Man wird sich dazu verstehen müssen, daß das deutsche Volk auf die Dauer nicht dabei bleiben wird, die Geschichte gegen sich selbst zu fälschen, daß es endlich einmal freizukommen wünscht von der ewigen Wiederholung einer Kriegspropaganda, die die ganze Welt vergiftet, die nicht nur Deutschland in unermeßliches Unglück gestürzt hat, sondern auch verantwortlich ist dafür, daß die ganze Welt heute unter dem Alpdruck eines dritten Weltkrieges lebt.
Die Haßpropaganda des Zweiten Weltkrieges hatte es fertigbekommen, aus den Deutschen eine hunnische Soldateska, aus den Sowjets aber den Hort der Demokratie zu machen. Der Anschluß Österreichs wurde zur tückischen Vergewaltigung eines wehrlosen kleinen Volkes, die Niederwalzung ganz Osteuropas aber zur befreienden Tat. Das Hoßbachprotokoll ist frivole Aggression, die gleichzeitige, ja vorhergehende Aufrüstung Englands und Frankreichs aber nichts als Friedenssicherung. Eine deutsche Bombe wurde zur teuflischen Barbarei, die Atombombe aber zu kühnem Fortschritt menschlichen Geistes. Ja, man scheute sich nicht, mit dem furchtbaren Verbrechen der Judenvernichtung unwürdige Zahlenspiele zu treiben, um die Totenklage des deutschen Volkes über Millionen von Opfern des Nachkrieges zu ersticken.
Der Versuch, das vergangene Geschehen aus der Psychose des Hasses zu lösen und in die Mitte zu rücken, kann nur Stückwerk sein. Die deutschen Archive sind in der Hand der Kriegsgegner, die nur die belastenden Dokumente an das Licht der Weltöffentlichkeit treten lassen. Wir kennen die zahllosen Hoßbachprotokolle in Moskau, Washington und London nicht und werden sie niemals zu sehen bekommen. Wir kennen nur wenig von den Tischgesprächen aus Teheran und Jalta. Wir kennen zwar das imposante Gebäude der Anklage von Nürnberg, wir kennen aber auch die schäbige Baracke, in die die Verteidigung von Nürnberg mit offener Drohung und nackter Gewalt gedrängt wurde.
Diese peinlichen Vergleiche sollen nicht gezogen werden, um den Deutschen die billige Genugtuung einer Gegenrechnung zu geben. Sie müssen aber gezogen werden um der bitteren Einsicht willen, daß die mühsam aufgebaute Ordnung des Wohlverhaltens zwischen den Völkern, die Ordnung, die früher selbst den Kriegsgewalten Zaum und Zügel anlegte, Siegern wie Besiegten noch Würde verlieh, - daß diese Ordnung zerstört ist und nur noch ein gespenstisches Dasein in Gerichtshöfen führt, in denen die Rache des Siegers sich mit Phrasen zu schmücken sucht.
Wenn diese Einsicht in die Verderbtheit unserer Methoden in Krieg und Frieden sich nicht auf allen Fronten durchsetzt, dann wird die Welt in einem dritten Weltkriege mit Schaudern erleben, daß alle Greuel der Vergangenheit nur das Vorspiel zu einer Tragödie waren, mit der das Ende der abendländischen Kultur auf dieser Erde besiegelt würde. Darum soll dieses Ärgernis heute hinausgehen, in der kurzen Spanne Zeit, die uns das Schicksal vielleicht noch läßt zwischen dem Unheil von gestern und der Katastrophe von morgen.[1]

Einige Bilder aus dem Buch

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Fußnoten