Christen, Fritz

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Fritz Christen (1921-1995)

Fritz Christen (Lebensrune.png 29. Juni 1921 in Wredenhagen; Todesrune.png 23. September 1995 in Neusorg, Oberpfalz)[1] war ein deutscher HJ-Führer und Unteroffizier der Waffen-SS, zuletzt SS-Oberscharführer (Feldwebel) und Ritterkreuzträger im Zweiten Weltkrieg. Er ging als „Die Pak von Dubrowka“ in die Kriegsgeschichte ein. Er war 1941 der erste und jüngste Ritterkreuzträger im Mannschaftsstand der Waffen-SS.

Werdegang

Fritz Christen (Mitte) mit Kameraden

Vor dem Wahlsieg der NSDAP 1933 wurde er Hitlerjunge. Sein Vater, selbst Waldarbeiter, konnte ihm seinen Wunsch, Förster zu werden, nicht erfüllen.

Der gelernte Schmied Christen trat im Mai 1940 als Freiwilliger in die Waffen-SS ein. Nach seiner Grundausbildung kam er in die 2. Kompanie der SS-Panzerjäger-Abteilung der SS-Division „Totenkopf“, wo er als Richtschütze einer 5-cm-PaK 38 Verwendung fand.

Im Februar 1941, der Westfeldzug war inzwischen beendet, rückte er zur Feldgruppe ein. Am Geschütz U, in der 2. Kompanie der Panzerjägerabteilung, wurde er sofort Schütze I, das heißt Richtschütze. Am 20. Juli 1941 erhielt er das Eiserne Kreuz Zweiter Klasse und am 24. September 1941 das Eiserne Kreuz Erster Klasse.

Ritterkreuz

Während der Schlacht um Lushno (24. bis 29. September 1941) im Bereich der Heeresgruppe Nord gegen eine siebenfache Übermacht der Roten Armee, dazu eine Panzerbrigade, schoß er am ersten Tag gegen 12.00 Uhr der sowjetischen Offensive sechs von 15 feindlichen Panzern im Nahkampf ab und zerschlug als Richtschütze mit seinem 5-cm-Pakgeschütz einen Durchbruchversuch von aus der Feuerstellung Nordrand Dubrowka. Der Feuerkampf wurde unter stärkstem feindlichen Artilleriefeuer und heftigen Schützen und MG Feuer aus nächster Entfernung durchgeführt. Christens Geschütz stand, bis auf die Maschinengewehrsicherung, allein auf weiter Flur.

Bei einem neuerlichen Angriff und Durchbruchsversuch (die Russen hatten den Pakriegel der Deutschen zerschossen) von zehn sowjetischen Panzern am nächsten Tag, dem 25. September 1941, fiel seine gesamte Geschützbedienung, lediglich Christen überlebte schwer verwundet. Das Geschütz hatte Treffer am Rohr. Fritz sammelte die verbliebenen Granaten auf, stapelte diese an seinem Geschütz.

Da das optische Richtgerät zerstört wurde, öffnete er den Verschluß, visierte die Feindpanzer durch das Rohr an und schoß weitere sieben Feindpanzer ab, woraufhin der Gegner den Rückzug antrat. Der gleichzeitige Angriff der feindlichen Infanterie wurde mit gezielten Feuer abgewehrt. Mit dieser Tat, auf verlorenem Posten, ging Sturmmann Christen als „Die Pak von Dubrowka“ in die Kriegsgeschichte ein. Hierfür erhielt er am 20. Oktober 1941 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und war damit der erste Ritterkreuzträger der Waffen-SS aus den Reihen der Mannschaftsdienstgrade.

Unterführerausbildung

Ab November 1941 bis Februar 1942 machte er eine Unterführerausbildung (Unteroffizierausbildung) in der Waffen-SS-Unterführerschule Radolfzell (USR) in Radolfzell, die er erfolgreich als SS-Unterscharführer abschloß. Nach erneutem Kriegsdienst wurde er an die SS-Unterführerschule Lauenburg kommandiert und kam als SS-Oberscharführer zurück in seine Stammeinheit.

Kriegsgefangenschaft

Als Angehöriger der 3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“ geriet er im Mai 1945 zunächst in VS-amerikanische und später, nach seiner völkerrechtswidrigen Auslieferung an die Bolschewisten, in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1955 als Spätheimkehrer entlassen wurde.

Tod

Fritz Christen verstarb 1995 und ruht in einem Gemeinschaftsgrab mit seiner Gemahlin Maria, die ihm 1992 vorausgegangen war.

Bildergalerie

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise

Filmbeiträge

Deutsche Wochenschaubericht vom 10. Dezember 1941 u. a. mit Fritz Christen:

Fußnoten