Daimler AG

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Die Daimler AG ist ein deutscher Hersteller von PKW und Nutzfahrzeugen sowie Anbieter von Finanzdienstleistungen mit Firmenzentrale in Stuttgart und die erste global notierte Aktiengesellschaft.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gottlieb Daimler (hinten) und sein Sohn Adolf auf dem Motorwagen (Motorkutsche), 1886[1]

Um sich finanziell unabhängig zu machen, gründete der 27jährige Carl Benz in Mannheim eine eigene „Mechanische Werkstatt“. Aus geschäftlichen Gründen wurde seine Firma in die „Gasmotorenfabrik Mannheim AG“ umgewandelt. Die ersten Motoren Benzscher Konstruktion waren aus Rücksicht auf das Ottosche Patent des Viertaktverfahrens Zweitaktmotoren. Seit langem aber war es sein Ziel, komplette Wagen zu bauen. Benz verließ daher die Mannheimer Gasmotorenfabrik, wo man kein Geld in seine Automobilpläne stecken wollte, verkaufte seine Aktien, und mit Hilfe des Eisenhändlers Max Rose gründete er seine eigene Firma „Benz & Co., Rheinische Gasmotorenfabrik“. Nun war endlich die Voraussetzung für die Verwirklichung seines Wunschtraumes, ein eigenes Automobil zu konstruieren und zu bauen, gegeben.

Inzwischen wurde die Gültigkeit des Ottoschen Patents hinfällig. Benz verbesserte den Viertaktmotor, der nun mit höherer Drehzahl und geringerer Masse als die bis dahin bekannten Motoren arbeitete und sich als Antrieb für ein Fahrzeug eignete. Er wählte für seinen ersten Motorwagen ein Dreiradfahrgestell mit einem Vorderrad, das man über eine einfache Kurbel lenkte.

Das erste vierrädrige Automobil erschien bei Benz erst 1893 und wurde unter dem Namen „Victoria“ in kleiner Serie gebaut. Ein weiteres Markenfabrikat von Benz nannte sich „Velo“ und war der Vorgänger des weit verbreiteten „Comfortable“. Beide Wagen waren Zweisitzer. Die viersitzigen Modelle wurden nach der Sitzordnung Vis-à-vis oder Dos-a-dos benannt.

In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts geriet die Firma in finanzielle Schwierigkeiten. Nachdem Benz 1903 aus der aktiven Leitung ausgeschieden war, nahm er vom Mannheimer Werk Abschied.

Am 29. Juni 1926 schloß sich die Firma „Benz & Co., Rheinische Automobil- und Motorenfabrik AG“ in Mannheim mit der Firma Daimler Motorengesellschaft in Stuttgart-Untertürkheim zur heute weltberühmten Automobilfirma „Daimler-Benz“ zusammen.

Die heutige Daimler AG wurde 1998 als „DaimlerChrysler AG“ nach dem Zusammenschluß der „Daimler-Benz AG“ mit der amerikanischen „Chrysler Corporation“ gegründet. Die Umbenennung in Daimler AG erfolgte 2007 nach dem mehrheitlichen Verkauf von „Chrysler“.

„Schmiergeld-Affäre 2010“

Der Daimler-Konzern wurde in den VSA wegen sogenannter Schmiergeldzahlungen verklagt. Im April 2010 konnte in Washington sowohl mit dem Justizministerium als auch der Börsenaufsicht SEC ein Vergleich gegen eine weitere Zahlung ausgehandelt werden. Der Stuttgarter Autobauer bekannte, daß in mindestens 22 Ländern korrupte Regierungsbeamte Vorteilnahmen – meistens Bargeldzahlungen – akzeptiert hatten.

Daimler zahlt deshalb außergerichtlich zusätzliche 185 Millionen Dollar (rund 134 Mio. Euro) Strafe an das VSA-Gericht und konnte sich damit freikaufen. Ausgerechnet ein ehemaliger amerikanischer Mitarbeiter hatte bei den VSA-Behörden im Jahr 2004 die Firma denunziert.[2]

Mit der Vergleichszahlung werden von VSA-Gerichten die Akten in einem seit Jahren andauernden Rechtsstreit geschlossen.

Personen

Andreas Meyer-Landrut leitete bis 2002 die Moskauer Repräsentanz der DaimlerChrysler AG.

Siehe auch

Fußnoten

  1. Diese Motorkutsche von Gottlieb Daimler ist das erste vierrädrige Automobil der Welt. Wie der Name verrät, handelt es sich dabei um eine herkömmliche Kutsche, der Daimler und Maybach ihren kleinen und schnell laufenden Motor, die so genannte „Standuhr“, eingebaut haben.
    • Zylinder 1
    • Gesamthubraum 462 cm³
    • Leistung 1,1 PS (0,8 kW)
    • bei Drehzahl 650/min
    • Höchstgeschwindigkeit 18 km/h
  2. US-Gericht billigt Daimler-Vergleich, ZDF, 2. April 2010
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